„Ich war nur schwach informiert über die politische Struktur der Bundesrepublik”

Fragen zur Einbürgerung

Hätte ich diesen Test bestanden? Ganz sicher bin ich mir nicht

Während Politiker streiten, kritisiert Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki den hessischen Einwanderungstest als zu anspruchsvoll. Er sei sich nicht sicher, ob er ihn selbst bestehen würde, sagte Reich-Ranicki der F.A.Z.

Lesermeinungen zum Beitrag

19. März 2006 20:39

Hätte ich die Führerscheinprüfung bestanden

Jürgen Weber (weberjn)

Hätte ich die Führerscheinprüfung bestanden, ohne mich vorher darauf vorbereitet zu haben? Sicher nicht.

Und warum kann man von einem, der Bürger dieses Staates werden will, nicht zumuten, sich mit seiner Kultur und Geschichte zu beschäftigen?

Ich meine schon.

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19. März 2006 16:58

Einbürgerungstest wird sich erübrigen

A. Ro-Nori (Steuerzahler)

Beim dem Test habe ich mich zuerst gefragt, ob meine Fremdsprachenkenntnisse dazu ausgereicht hätten, diesen Test in einer anderen Sprache zu bestehen.

Sollte die Entwicklung in Deutschland so weiter gehen, werden sich viele fragen ob sie überhaupt noch deutscher Staatsbürger werden wollen und viele Deutsche werden sich mit Einbürgerungstests in anderen Nationen herumschlagen, natürlich in einer Fremdsprache.

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19. März 2006 15:56

vielleicht eine gute Lösung

Stefanie Neubert (contactsteff)

Also, ich gehöre gewissermassen zu Deutschlands "Bildungselite" (dämlicher Begriff), konnte die Fragen mit einigem Nachdenken problemlos beantworten, kann verstehen, wenn einige ins Schleudern kommen und finde Herrn Reich-Ranicki sehr ehrlich.
Zwei Punkte gilt es zu beachten: Erstens: sollte unser Bildungssystem nicht so gestaltet sein, dass ALLE "Deutschen", egal welchen Schulabschluss diese haben oder anstreben, die Fragen beantworten können???? Dann wären wir ja endlich wieder dem humanistischen Bildungsideal ein Stück näher gekommen, oder?
Zweitens: wenn man schon einen solchen Test einführt, warum dann nicht auch einen entsprechenden Vorbereitungskurs (siehe ansonsten viel zitiertes Vorbild USA)???

Ach ja, und drittens: halte die Möglichkeit, eine doppelte Staatsbürgershaft zu haben, heutzutage auch für durchaus zeitgemäss. Gerne mit Einbürgerungstest und Vorbereitungskurs. Schliesslich leben wir ja in einer "globalisierten Welt".

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19. März 2006 12:12

Einbürgerungstest

Heesang Park (hspark68)

Man muß glaube Ich unterscheiden,ob einer hier geboren ist oder als "Erwachsener" zugewandert ist.
Man kann einem,der hier in Deutschland geboren ist,und
hier zur Schule gegangen ist, solche Testfragen zumuten
können.Wenn einer aber erst mit 20 oder 30 hierher kommt,und solche Fragen vorgesetzt bekommt,wo nicht
einmal "Inländer" beantworten können,finde Ich die Fragen doch etwas überzogen.Ich habe aus neugier mal
die 100 Fragen durchgegangen.Ich habe 93 von 100 Fragen richtig beantworten können.Trotzdem frage Ich mich: Wie viele Fragen muß man richtig antworten,um als
guter zukünftiger Deutscher zu sein?Was Ich befürchte
ist,dass es zu "Einbürgerungstourismus"in d. SPD-geführte
Bundesländer geben wird.

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18. März 2006 18:02

Fragen über Fragen

Marc Müller (Krzyzak)

Ich verstehe die Aufregung gewisser Politiker und Verbände nicht. Ich habe mir den Fragenkatalog durchgesehen und konnte alle Fragen mit Leichtigkeit beantworten. Gut, bei der Frage nach den Parteien im Bundestag habe ich zuerst die CSU nicht als eigenständige Partei bedacht aber sonst wars nicht schwer. Ein wenig Allgemeinbildung, die man doch wohl von jedem halbwegs intelligenten Menschen erwarten kann und der Test ist zu schaffen.
Ich verstehe auch nicht, was an diesem Test diskriminierend ist, wie das verschiedene Vereinigungen in Deutschland lebender Moslems meinen? Ist denn mittlerweile alles diskriminierend, was diesen Herren nicht ins Konzept passt? Schade, dass es in diesem Land soweit gekommen ist. Auch meine Vorfahren sind vor vielen,vielen Jahren in diese Land gekommen. Aus Polen, aus Frankreich und vom Balkan. Es sind Jahrhunderte aber auch ich entstamme irgendwie verschiedenen Kulturen. Es ist zu hoffen, daß sich nichtchristliche Einwanderer irgendwann genauso für diesen Staat einsetzen und sich als deutsche sehen, wie die Hugenotten oder die slawischen Preußen, die Masuren.
Ich persönlich bin für einen Einbürgerungstest. Die Staatsbürgerschaft ist nicht etwas, was man im Vorbeigehen bekommen sollte.

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18. März 2006 15:00

Einbürgerungstest

Peter Wunderlich (utnapischtim)

Ist es wirklich zuviel verlangt, wenn ein Einwanderer sich auf einige Themen vorbereitet und damit vielleicht das erste und letzte mal gezwungen wird, sich mit seinem neuen Heimatland zu befassen? Ich verstehe Herrn Reich-Ranicki nicht, ich habe mich ja auch auf die Führerscheinprüfung vorbereiten müssen. Und das soll jetzt die Intelligentja sein? Dahinter muß doch etwas anderes stecken! Wahrscheinlich sollen die Deutschen ihre Koffer packen und auch noch dieses Land verlassen, damit genug Platz für andere da ist.

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18. März 2006 14:31

Test oder nicht?

Lukas Werth (lukaswerth)

Obgleich ich gegen die ansonsten proklamierten Ideen zur deutschen Kultur und Einjwanderung bin, die aus Hessen immer wieder proklamiert werden (so scheint mir der Begriff der "Leitkultur", wie er von hirnverbrannten Politikern eingeführt wurde, unsinnig, und eine doppelte Staatsbürgerschaft entspricht nur heutigen wirklichen Gegebenheiten: natürlich können Menschen mit anderen Wurzeln doppelte Zugehörigkeiten empfinden), muß ein Test m.E. nicht ganz verkehrt sein - wobei es natürlich auf die Gestaltung ankommt. (Das "Wunder von Bern" hätte ich übrigens auch heute noch nicht gewußt.) Das sollte kein Intelligenztest und kein Quiz über das sein, was irgendwer für Allgemeinbildung hält, auch wenn die Hälfte davon nur das Medien-Äquivalent zum Tratsch ist, sondern er sollte grundlegende Fragen beinhalten: was ist Demokratie, Meinungsfreiheit, individuelle Rechte, welche Pflichten und Verantwortungen hat ein Bürger/sollte er haben? Was ist das Verhältnis des Bürger zu Familie, Wohnort, Staat? Ganz allgemein: wie gehe ich mit meinen Mitmenschen um?

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18. März 2006 14:31

Test oder nicht?

Lukas Werth (lukaswerth)

Obgleich ich gegen die ansonsten proklamierten Ideen zur deutschen Kultur und Einjwanderung bin, die aus Hessen immer wieder proklamiert werden (so scheint mir der Begriff der "Leitkultur", wie er von hirnverbrannten Politikern eingeführt wurde, unsinnig, und eine doppelte Staatsbürgerschaft entspricht nur heutigen wirklichen Gegebenheiten: natürlich können Menschen mit anderen Wurzeln doppelte Zugehörigkeiten empfinden), muß ein Test m.E. nicht ganz verkehrt sein - wobei es natürlich auf die Gestaltung ankommt. (Das "Wunder von Bern" hätte ich übrigens auch heute noch nicht gewußt.) Das sollte kein Intelligenztest und kein Quiz über das sein, was irgendwer für Allgemeinbildung hält, auch wenn die Hälfte davon nur das Medien-Äquivalent zum Tratsch ist, sondern er sollte grundlegende Fragen beinhalten: was ist Demokratie, Meinungsfreiheit, individuelle Rechte, welche Pflichten und Verantwortungen hat ein Bürger/sollte er haben? Was ist das Verhältnis des Bürger zu Familie, Wohnort, Staat? Ganz allgemein: wie gehe ich mit meinen Mitmenschen um?

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