
Meiner Meinung nach ist ein Komponent von Intelligenz das Vermögen ein neues Problem oder neue Frage lösen zu können, oder ein neues Konzept zu definieren können.
Vokablular ist da eine relative Nebengeschichte. Natürlich braucht man zu verstehen was gesagt / geschrieben wird, aber viel eher noch was das unterliegende Problem ist.
Ich sehe das auch bei meine Kinder: die älteste kann das viel besser als der jüngste, obwohl er z.B. viele schwierige Namen von Dinsoaurier nennen kann, und viel besser zeichnen kann.
Ist Sie dafür intelligenter? Im rationellen Sinn schon, aber im künstlicher Sinn eben nicht.

Wäre die Frage was ist Ursache und Wirkung. Ich denke das Hochbegabung eher die Ursache für einen größeren Wortschatz ist.

Am Beispiel Herrn Weiss' finde ich wieder bestätigt, was sich bei mir als Überzeugung immer deutlicher herauskristallisiert: Der Wortschatz ist das Fundament der Intelligenz.
Je umfangreicher der Wortschatz, desto ausgeprägter die Intelligenz, nicht wahr?
Die Fähigkeit hingegen, in einer bestimmten Zeitspanne einen möglicht hohen über die Lippen gehenden Wortfluss zu erzeugen (Schnell- und Vielschwätzer), sagt meiner Ansicht nach über Intelligenz nicht viel aus.
In meiner Firma gibt es einzelne, die beherrschen den Kantinentreff nach Belieben. Alle Augen sind auf sie gerichtet, während sie ihre Geschichten zum Besten geben. Sind das die wirklich Intelligenten?
Intelligente können mit einem knapp formulierten Satz mehr aussagen als weniger Begabte mit einem Schwall an Wörtern.
Aber stimmt die These auch wirklich? Das bedeutete ja, dass sich Intelligenz in dem Maße, in dem der Wortschatz zunähme, ausbauen ließe; dass sich Begabung ebenso entwickeln ließe und man von weniger Begabten eher von Noch-Unterentwickelten sprechen müsste.