
Man sollte sich mal über die verhaltensgestörten Eisbären im Berliner Zoo kümmern, zu sehen jeden Tag im Eibärgehege, hoffentlich bleibt Knut das erspart!

1. Der Umgang mit der Wahrheit beschert der BILD Leser, begeht Rufmord und beschaedigt das Ansehen des Landes im Ausland. BILD-Leser muessen wohl nicht so schlau sein.
2. Seien wir froh ueber die Aufzucht von Tieren im Zoo. Ohne das wuerden wohl diese Tiere irgendwann aussterben und wir koennten die schoenen Geschoepfe nur noch auf Bildern sehen. Wo soll den ein Eisbaer artgerecht leben, wenn die Polkappe durch "Global Warming" aubgetaut ist?
3. Hat Deutschland nicht andere Sorgen? Z.B. Bildungsnotstand?
Lasst die Leute einfach in Ruhe, die Tieren zum Leben verhelfen wollen.

Knut ist da wo er lebt und wie er lebt sehr gut aufgehoben! Was sollen diese begründungen von wegen freiem und artgerechten Lebensraum? Für Knut wird alles erdenkliche getan damit es ihm gut geht und das finde ich echt klasse!
Frei und artgerecht hingegen wollte Bruno leben und was ist dabei rausgekommen? er wurde abgeschossen! dahingemetzelt, gekillt oder wie auch immer man es ausdrücken mag! und warum? Weil die ach so tierlieben Menschen, keinen freien Bären in ihrer ach so tollen Wohngegend dulden!

Diese Angelegenheit enthält viel zu viele Facette, um sie über einen Kamm zu scheren. Dieser Tierschützer legt doch selber eine gewisse Verhaltensstörung an den Tag: Wer so darauf erpicht ist, gegen alles und sein Gegenteil zu klagen - nur um des Klagens Willen - kann nichts anderes erwarten: Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Das Verhalten der Bild-Zeitung ist keine Überraschung, die Geschichte war für sie gefundenes Fressen. Nun zum Bären... Ich bin auch eine Bärenliebhaberin und eine Gegnerin der Zoohaltung solcher Tiere. Nichtsdestotrotz muss man die Überlegung etwas weiterführen. Nun hat diese Bärin einen Wurf im Zoo gehabt, die Kleinen allerdings verstoßen. Warum? Mit Sicherheit auch eine durch die ungerechte Haltung bedingte Verhaltensweise. Dieser kleine Bär, Knut, wird, ob er nun von Hand aufgezogen wird oder nicht, verhaltensgestört sein, da er in Gefangenschaft geboren wurde und weiterhin gehalten wird. Nun bleibt die Frage, welches das geringere Übel ist. Verhaltensstörungen werden so oder so sein Los sein. Da kann man ihn vielleicht dann doch lieber am Leben erhalten - was allerdings noch lange nicht bedeutet, dass man nichts dagegen unternehmen sollte, dass sich solche Fälle wiederholen.

Der Fenstermonteur hat selbst schuld an seinem Image. Wer sich öffentlich als "Tierrechtler" geriert, obgleich er über kein profundes Wissen zu Tieren und Rechtswissenschaft verfügt, muss Chaos anrichten. Ich habe den Eindruck, dass unser Reality-TV inzwischen jedwede Halbbildung salonfähig gemacht hat, solange sie nur vehement vertreten wird.

Herr Albrecht sucht täglich die Presse und das seit Jahren. Er müsste also wissen, wie man mit Medien umzugehen hat.
Er hat den Berliner Zoo wegen der Handaufzucht verklagt unter ausdrücklichem Verweis auf den Leipziger Fall. Er hat sich bis dato mit keinem Wort für Alternativen zur Handaufzucht Knuts geäußert. Und so findet er sich in einer Reihe mit dem aachener Zoodirektor wieder, der laut Focus ausdrücklich die Todesspritze beführwortet hätte.
Für mich ist und bleibt Herr Albrecht kein Tierschützer oder Tierrechtler, sondern eine selbstdarstellungsgeiler, weltfremder Fundamentalist.

BILD Dir Deine Meinung!
Wer sich über die BILD informiert, hat schon verloren. Auf so vielen Ebenen, daß es weiterer Erklärung nicht bedarf.

Wenn man so verquer argumentiert wie Herr Albrecht, soll er sich nicht wundern, wenn er missverstanden wird. Er hat das gleiche Problem wie die Politik: Bei komplexen Themen hört niemand mehr genau hin.
Was ich viel schlimmer finde, ist das eine ins absurde gesteigerte vermeintliche Tierliebe erst dazu führt das herr Albrecht so angegangen wird.
Da gibt es Leute, die halten sich für Tierliebhaber. Und halten Katzen in Wohnungen! Was der Natur der Katze zutiefst entgegengesetzt ist. Diese "Tierliebe" ist so etwas ähnliches wie Vergewaltigung, und das täglich.

Vielleicht sollte man den Herren Tierschützer einmal auf die real existierende Welt da draußen aufmerksam machen. Ein Besuch in Afrika - jenseits der Tierparks - wäre ihm vielleicht einmal anzuraten. Ohne die Hilfe der Zoos wird es diese Tiere bald nicht mehr geben. Die Forderung nicht mehr zu züchten, ist einfach lächerlich.
Jetzt wird wird ein Bärenbaby per Hand aufgezogen - na und? Menschen können mit Liebe sehr viel ersetzen, das sehe ich bei meinen eigenen Tieren, auch wenn es "nur" Hauskatzen sind. Wenn nicht die Zoos die Arche werden - wer dann? Die Wildnis geht unter - dafür sorgt schon die Bevölkerungsexplosion.
Lasst die Bären leben (übrigens auch die Brunos)!

Natürlich wird Knut leben. Und ein Zoo ist nun mal nicht die Natur, sondern ein von Menschen geschaffenes künstliches Umfeld. Die dort beschäftigten Pfleger lieben ihre Tiere mit Sicherheit innig.
Im Verhalten gestörte Tiere wird es immer geben. Doch was ist bei einem Raubtier wie Knut eine Verhaltensstörung? Müßte nicht die im Verhalten gestörte Mutter von Knut getötet werden? Die Böse hat ihn ja verstoßen. Das gehört sich nämlich nicht, da die Eisbärenpopulation im Schrumpfen begriffen ist! Hat ihr das das denn niemand gesagt?
Wir bewerten die Tiere mit unseren subjektiven Maßstäben. Weiterhin fühlen wir uns gut, wenn wir so ein armes und knuddeliges Wesen wie Knut retten können.
Es ändert aber nichts daran, dass wir Tiere ohne Gnade zu Abertausenden töten. Selbst bei einer abstrakten Gefahr wie etwa der Maul- und Klauenseuche, die es schon immer gab. Wieviel Zehntausende von Rindern wurden umgebracht?
Knut soll uns daher unser gutes Gewissen wieder geben. Wir wollen uns rein waschen von den vielen Tieren, die wir
absichtlich und oft grundlos töten. Aber das wird nicht funktionieren. Wahres 'Mitleid' ist auch nicht schon nach 1 Tier erschöpft.

Wer sich, wie der im Umgang mit den Medien offenbar etwas unbekümmerte Herr Albrecht, als engagierter Tierschützer in die Öffentlichkeit drängelt und solch merkwürdige Vergleiche anstellt, indem er Äußerungen der Staatsanwaltschaft zu einem völlig anders gelagerten Leipziger Fall aus dem Zusammenhang reißt, muss damit rechnen, dass ihn die Boulevard-Presse missversteht (oder missverstehen will). Pech! Nun steht er da als der Tierschützer mit der Giftspritze, der den armen wuscheligen Knuddel-Knut umbringen lassen will, und wird die Geister, die er selber rief, nicht mehr los. Gerade im Interesse des Tierschutzes ist zu wünschen, dass zukünftig auch Tierfreund Albrecht etwas überlegter handelt - sowohl was den Umgang mit der Presse als auch was die Wahl seiner Vergleiche anbelangt. Vielleicht hat er ja etwas aus der vorliegenden Angelegenheit gelernt.