.... wie zu Beginn des Aufsatzes scheinbar "bewiesen" wird, dass es die kritisierten "Supermütter" sind, die zugleich dieses Supermutterdasein offen und aggressiv zur Schau stellen. In Wahrheit ist dies natürlich eine frei erfundene Paarung zweier Eigenschaften, die in keiner Weise korrelieren - außer, dass selbstredend jemand, dem Familie nicht real gelebt wichtig ist, diese Tatsache natürlich kaum zur Schau stellen wird. Im Gegenteil - er wird weitgehend schweigen und scharf auf alles schießen, was ihm seine selbstgesetzten Prioritäten in schlechte Gewissen ruft. Im selben Atemzug wird -in allerbester Stammtischmanier- bewusstes, gesundes Ernähren der Brut sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit deren Medikamentierung durch extreme Karikierung lächerlich gemacht. So etwas kann ja als Glosse schon mal ganz nett sein - das Problem ist nur, dass "da draußen" Millionen von Deppen zu beiden Themen keinerlei eigenständige Meinung entwickeln, und nach allem gieren, was jene lächerlich machen könnte, die dies tun. Einen derartig polemischen Einstieg in dieses Thema hätte ich in Spiegel Online mit dessen antifamiliär-wohlfahrtsstaatlicher Agenda nicht anders erwartet - in der FAZ bin ich darüber tief enttäuscht.
ich mache schon lange, was ich für richtig halte, orientiere mich an erster stelle an meinen kindern und dann spätestens an meinen eigenen bedürfnissen und fähigkeiten. wenn ich so ruhig wäre wie frau von der leyen, hätte ich auch 7 kinder. bin ich nicht, habe 2, das reicht. beide sind student und abiturient inzwischen , trotz viel fernsehn und perfekter mutter .unvernünftiges spielzeug hatten sie auch immer. beim 1. sohn war ich berufstätig, der fand das gut, beim 2. habe ich hausfrau gemacht, er wollte das.der 1. war nicht im kindergarten, der 2. in einem privaten.jedenfalls bin ich nach wie vor gesprächspartner meiner kinder. mache ihnen auch wenig vorschriften, eher keine.wenn sie reinfallen, helfe ich.
Habe ihren wunderbaren Artikel gerade in der FAS gelesen. So viel Wahres! Danke für die pointierten Beobachtungen und das Fazit.
... und anstatt alles selbst (perfekt) machen zu wollen, einfach Aufgaben und Verantwartung abgeben - z.B. an den Vater? Schließlich haben die meisten Kinder 2 Elternteile. Es ist ja erschreckend, dass lediglich 10% der Väter Elternzeit nehmen, und von diesen dann auch noch 60% lediglich 2 Monate. Weniger als 5% der Väter nehmen sich also mehr als 2 Monate Zeit für ihre Kinder! Vielleicht auch weil neben der Super-Mutti niemand anderes an das Kind rankommt - auch nicht der Vater?
@W.P. Bayerl (Dr.Bayerl) Wenn Frauen schon meist mit einer Doppelbelastung leben müssen, müssen sich sich auch noch durch Perfektionismus des Leben schwer machen. Man kann sogar vermuten dass weniger mehr sein kann - weil Kinder in die so viel investiert wird, dann auch unter hohen Erwartungsdruck geraten. Ein bißchen gelassenheit ist nie verkehrt.
"Stattdessen sollten wir dieses vermeintliche Ideal endlich entzaubern. Nämlich als eine unrealistische Fiktion, an die keine Frau, die halbwegs bei Verstand ist, auch nur einen einzigen Gedanken verschwenden muss." Wie wahr, wie wahr! Es wurde auch endlich mal Zeit, daß das einer sagt.
Nun, vielleicht bin ich diesem Druck einfach noch nicht ausgesetzt, weil mein Nachwuchs erst kurz vor dem kindergrippefähigen Alter steht, aber meinen Sie nicht doch, Sie sehen das etwas zu eng, liebe Frau von Münchhausen??? Sie sagen es ja selbst, sie haben es geschafft - mal mit Hängen und Würgen und mal ganz reibungslos. Diese Situation ist doch viel eher Realität als jeder Perfektionismus und mal ehrlich, dass weiß FRAU doch. Ich habe bisher zumindest kein Problem mit "Super-Muttis", fühle mich nicht von Frau von der Leyen bedroht, hätte gerne so viel Kohle wie Angelina Jolie, damit ich auch noch zwei Kinder adoptieren kann und finde, Madonna hat vor gut zehn Jahren eine Bresche für spät-erstgebärende Mütter geschlagen. Vielleicht hat die Öko-Mutti ja auch mal einen ganz nützlichen Tipp - jede Mutter hat doch ihren ganz eigenen Spleen. Wir leben in einer individualisierten Gesellschaft und deshalb darf jede Frau/Mutter individuell sein - nicht nur ich! ;O) Ein Umstand übrigens, der leider tatsächlich in der Mehrheit der weiblichen Köpfe noch nicht angekommen zu sein scheint - mir ein Rätsel wieso eigentlich nicht.
der Letzte Satz macht es am deutlichsten: "keine Frau, die halbwegs bei Verstand ist,......" gute Mütter sind also nicht bei Verstand???