Deutschland-Premiere von „Sex and the City“

Stöckelnd auf dem rosa Teppich

Video in voller Größe

16. Mai 2008 Sex allein reicht diesen Frauen schon lange nicht mehr. Vier Jahre nach der letzten Staffel der amerikanischen Kultserie „Sex And The City“ feiern die Frauen um Sarah Jessica Parker (43) alias Sex- Kolumnistin Carrie Bradshaw ein Comeback auf der Kino-Leinwand. Dabei dreht sich alles um die Suche nach der ganz großen Liebe. Jede Menge Hochzeitskleider sorgen ebenso für Aufregung wie ein Babybauch und der Mann an sich als permanenter Unsicherheitsfaktor im Leben der New Yorkerin über 40.

Zur Deutschlandpremiere des Films stöckelten die Darstellerinnen am Donnerstagabend in Berlin auf gewohnt schwindelerregend hohen Stilettos und in exquisiten Haute-Couture-Kleidern von Versace bis Oscar de la Renta über den dieses Mal ganz in rosa gehaltenen Teppich.

Hunderte Fans jubeln

Hunderte Fans jubelten den amerikanischen Stilikonen vor dem Sony-Center am Potsdamer Platz mehr als eine Stunde lang lautstark zu. Parker und ihre Film-Freundinnen Kim Cattrall (51) alias Samantha, Cynthia Nixon (42) alias Miranda und Kristin Davis (43) alias Charlotte zeigten sich überrascht und stolz, dass sie auch nach der langen Pause noch so viele Anhänger haben. Vor allem Sarah Jessica Parker, die als erste über den rosa Teppich lief, gab fleißig Autogramme, ließ sich von und mit Fans fotografieren, und schenkte allen ihr bezauberndes Lächeln. „Es ist überwältigend“, säuselte sie in die Mikrofone. „Wir schätzen uns sehr glücklich, dass so viele begeisterte Berliner gekommen sind.“

Vergessen waren alle Gerüchte um einen angeblichen Streit zwischen den Schauspielerinnen, der die Entstehung des Films verzögert haben soll. „Es war eine fantastische Zeit für uns, den Film zu machen“, sagte Cattrall. „Ich hoffe, Sie spüren das“, rief sie zum Entzücken des Publikums auf Deutsch. „Das habe ich von deutschen Männern gelernt“, sagte die im Film als sexhungrige Femme fatale bekannte Cattrall, die, wie sie Journalisten erklärte, mit einem Deutschen verheiratet war und drei Jahre lang in Frankfurt gelebt hat. Über die Handlung des Films ließen sich die Damen allerdings weniger entlocken.

Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens

Mindestens so spannend war die Frage, welche ausgefallenen Roben die Vier tragen würden. Ihr Korsagenkleid in Altrosa von Versace sei eigens für den Berliner Premierenabend gefertigt worden, so Parker. Dass das Leben letztlich sowieso nur ein besonders langer Laufsteg ist, beweist der Film in der Regie des serienerprobten Michael Patrick King spielend. Geschätzte alle fünf Minuten erscheint Carrie in einem neuen, das vorherige Outfit an Raffinesse, Witz und Eleganz stets noch übertreffenden Kleid im Bild. Zwischen Penthouse und Restaurant bewegen sich die Luxus-Weibchen wieder ausschließlich in bis ins letzte Detail hochpreisig durchgestylten Räumen.

Carrie und ihre Freundinnen scheinen nun alle in festen Händen zu sein. Die herzensgute Charlotte und ihr treuer Mann Harry haben ein süßes Mädchen aus China adoptiert und leben eine perfekte Ehe in einer schicken Wohnung in der Park Avenue. Die sarkastische Miranda ist mit Mann Steve und dem kleinen Sohn „zum Wohl der Familie“ nach Brooklyn gezogen. Selbst die sexhungrige Samantha folgte ihrer Liebe und lebt nun in Los Angeles. Fragt sich nur noch, ob Carrie endlich ihren geliebten Mister Big heiraten wird. Aber was passiert überhaupt, nachdem man die große Liebe gefunden hat? Einfach glücklich sein? Oder lauern der Seitensprung und das Verlassenwerden schon hinter der nächsten Ecke?

Die lebendig gewordene Frauenzeitschrift

So ist der „Sex And The City“-Film im Grunde eine lebendig gewordene Frauenzeitschrift. Über Intim-Rasuren und Botox-Spritzen wird ebenso diskutiert wie darüber, wie oft man Sex mit seinem Partner haben sollte. Auf die perfekte Wohnungseinrichtung wird ein Blick geworfen und natürlich auf die jüngsten Designer-Schuhe und - Handtaschen. Nebenbei führen Carrie & Co Prachtstücke aus der Frühjahr/Sommer- und Herbst/-Winter-Kollektion diverser großer Modehäuser vor. All diese Zutaten ergeben einen heiteren, unterhaltsamen Film, der sich wie die TV-Serie perfekt als Projektionsfläche für eigene Träume und Illusionen eignet. Offizieller Kinostart von „Sex And The City“ ist am 29. Mai.



Text: FAZ.NET mit Material von dpa und AP
Bildmaterial: reuters

 
Rubriken
Blättern

Philharmoniker in Großbritannien

Laut wie ein Presslufthammer: Wenn Musik krank macht

 
Video in voller Größe

Wer ist der schönste Fußballer Europas?

Ergebnis

Designer ABC

FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche