
Nicht ganz korrekt ist die Behauptung, dass Andalusien und Murcia von Zitrusfüchten und Oliven auf wasserintensiven Anbau umgestellt haben. Gerade der Zitrusfrüchteanbau ist sehr wasserintensiv und Murcia hat von Oliven, Mandeln und Wein auf Zitrusfrüchte und Gemüseanbau umgestellt. Nachweislich gehören die Spanier pro Kopf zu den grössten Wasserverbrauchern der Welt. Eine spanische Hausfrau spült grundsätzlich ihr Geschirr unter laufendem Wasser. Die Landwirte weigern sich auf die wassersparende Tropfbewässerung umzustellen, mit dem Argument, das habe schon der Grossvater und der Vater so gemacht. Dass gut ein Drittel des Wassers bei dem archaischen, von den Arabern vor fast 1000 Jahren eingeführten System der Bewässerung mittels Felderüberschwemmung, verloren geht, wollen sie nicht wahrhaben.
Ein übriges tut der Bauwahnsinn in Spanien. Immer mehr Wohnstädte werden im Inland aus dem Boden gestampft, ohne dass die Trinkwasserversorgung gesicher ist.
Die Küsten sind bereits vollkommen zubetoniert mit dem Effekt, dass die vom Meer her aufsteigende Wolken am Himmel verdunsten, ehe sie ihren Regen loswerden.
Solange der Rubel rollt, werden die Spanier kaum umdenken. Aber der Reichtum von heute ist der Hunger von morgen.