Nachher-Foto: Henrico Frank an seinem Arbeitsplatz, die Probezeit hat er bestanden

Henrico Frank

Unrasiert ins Arbeitsleben

Henrico Frank geriet im Dezember mit SPD-Chef Kurt Beck aneinander und in die Schlagzeilen. Beck hatte dem Hartz-IV-Empfänger eine Rasur vorgeschlagen, um seine Jobchancen zu erhöhen. Seit Februar arbeitet Frank nun als Punkexperte bei einem Musiksender.

Lesermeinungen zum Beitrag

13. Juni 2007 09:18

Chruzpe

Dirk Sternberg (crescendo)

Tja, liebe Arbeitsmarktexperten, ihr verhartzten Glücksboten aus dem großkoalierten Einerlei einer wohlfeilen Erweckungskultur: Da macht sich einer auf den Weg, seinen Weg, weiß, was er will, und nicht will, erkennt mit sicherem Gespür gönnerhaftes Geschmeichel wie die Tristesse einer bundesargentümlichen Besorgungsmentalität, streckt seine verwegene Nase in den Wind und sagt: Leute, hier bin ich. Und wer mich nicht haben will, ist selbst schuld. Bravo. Und...? Richtig: In jedem steckt ein Potenzial, was zwar nicht gleich Welten bewegen muss aber dennoch auszureichend scheint für ein Glück in eigener Hand, selbstbestimmt. Und was bleibt da für die Becks, Merkels, Müntes? Genau: Schafft Rahmenbedingungen, die Wege aufzeigen und keine Grenzen setzen. Oder? Henrico wird 's wissen.

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