Ich möchte die Aufmekrsamkeit der Fernseh-Intellektuellen auf einen wahren Skandal richten:
In einer Zeit, da niemand sich Zeit für Kinder nimmt, steht Herr Gottschalk vor der Kamera und macht den Eltern vor, daß ein Fruchtgummi ausreicht, die Kinder glücklich zu machen.
Ist das nicht viel schlimmer als eine Überspitzung der banalsten Kaufmannsaussage der Welt: bei mir bekommen sie es günstiger?
TF
Gratuliere, Frau Heidenreich. Ein wirklich lesenswerter Beitrag, dessen Tiefgang leider nicht alle erkennen. Geiz blendet eben. Denkt daran: nur kleine Löhne machen wirklich kleine Preise.
Klaus Ortmann
Es gibt ein altes lateinisches Sprichwort: Nomen est omen. Frei übersetzt: Name ist Programm. Ich glaube, mehr brauche ich zu Frau Heidenreichs Beitrag nicht sagen. Schade, dass dies in der FAZ veröffentlicht wurde. Aber interessant zu sehen, wie sehr eine Reklame polarisiert, womit wir wieder feststellen müssen: Saturn hat Recht!
Liebe Frau Heidenreich,
Bernd Stelter hat sich seine Karriere verdient, indem er als "Der Werbefachmann" die blödesten Werbebotschaften des Jahres zusammengetragen und daraus die jeweils lustigste Büttenrede der Session gezimmert (die er im Kölner Karneval wie auch in der Düsseldorfer Parallelveranstaltung bringen konnte, ohne je seinen Ruf zu gefährden).
Das ist das richtige Niveau für die Kritik an Werbeslogans. Ihre Kritik mag zwar intellektuell weit drüber schweben, wird dem Thema aber genau deshalb nicht mal im Ansatz gerecht. Sie ist weder witzig, noch berücksichtigt sie die inhärente Plattheit des Sujets.
Dass Sie es darüber hinaus nicht lassen können, sich gnadenlos selbst zu beweihräuchern und in allgemeinpolitische Parolen zu verfallen, disqualifiziert Sie dann zusätzlich noch von dem Niveau, die Ihr hochtrabender Stil beansprucht.
Ein rundum unwürdiger Artikel.
Mir erschien der Slogan ebensowenig sympathisch,
aber man sollte das nicht so verkniffen sehen, die Kirche im Dorf lassen.
Die Autorin will sich mit dem selbstzugesprochenen Mäntelchen belletristischer Leichtigkeit schmücken.
Dabei wird die literarischeQualität leider getrübt durch die Gleichsetzung von Saturn und Vatikan.
Wer die Umsatzerfolge von Saturn negativ sieht, sollte nicht gleichzeitig auf die hohe Anerkennung durch Brigitte verweisen.
Wahrscheinlich hat sie sogar durch ihren Widerstand dem Slogan erst zum Erfolg verholfen.
Fehlt es Elke vielleicht an Aufmerksamkeit?
Ich wüsste zudem nicht, warum man sich mit einem platten, jedoch wirksamen Werbespruch so tief und lang auseinander setzt.
Da gibt es sicherlich geeignetere Themen.
Eines muss man richtigstellen:
Wenn von Todsünden gesprochen wird, dann von Habgier, Neid, Stolz, Trägheit, Unersättlichkeit, Wollust und Zorn.
Von Geiz ist dort nichts zu lesen, ganz im Gegenteil, Habgier und Unersättlichkeit gehen wohl in eine Richtung, die vermuten lässt, dass Sparsamkeit (die, wie mehrfach hier erwähnt, in übertriebener Ausprägung zu Geiz wird) eher im Lager der Kardinalstugenden zu vermuten ist.
Aber vielleicht kommt bei dem Pamphlet auch bloß Frau Heidenreichs Nähe zum Rheinland durch, denn dessen Motto ist ja bekanntlich: Das letzte Hemd hat keine Taschen.
....den Angriff auf die Kirche, nämlich diese habe noch nie Geld gegeben...........usw..........kann nur aus unglaublicher Unkenntnis der Wirklichkeit geschrieben sein.
Ich lade Frau Heidenreich gerne nach St.Vitalis in Köln-Müngersdorf ein. Wenn sie dann hier fleißig mithilft den sozialen Karren zu ziehen, will ich sie gerne als Frau Hilfreich ansprechen. Vielleicht reicht es später sogar zu Frau Christenfreundlich.
Wilfried@Stricker-inKoeln.de
Dass die "erfolgreichste Werbekampagne aller Zeiten" (wer soll das wie überprüfen können?) aus dem Programm verschwindet, ist wohl weniger der geschätzten Elke Heidenreich zu verdanken als vielmehr der schlichten Tatsache, dass der Großmaul-Slogan so ganz und gar nicht zum Wirtschaftsaufschwung passen will. Bemerkenswert immerhin, dass ein Werbebudget zur gewollten Herabsetzung einer Marke verpulvert wurde. Welche bleibenden Schäden das am Ruf der Elektromarktkette mit dem Planetennamen hinterlassen wird, muss sich erst noch zeigen.
Hätte frei Heidenreich mit Worten gegeizt, wäre das vielleicht geiler gewesen, als dieses Elkenlange Geschwafel um nichts. Geizen kann eben doch reizen (= angeilen). Aber, dann müsste Frau verstehen, mit Reizen zu geizen. Das wäre echt geil, oder?
Frau Heidenreich die Spalten der FAZ zu öffnen, ist eine Sache. Aber, dann erwarten wir geilen Leser echt geile Zeilen. Soviel (Ehr-)geiz muss sein.
Im Grimmschen Wörterbuch ist eindeutig davon die Rede, dass galant (zus. mit gala) aus dem germanischen abgeleitet ist ("b) auch auf roman. boden lebt es noch, ganz ein und weiter gewachsen, in anknüpfung an die erste bedeutung, von da auch wieder zu uns gekommen, denn gala und damit galant stammen wahrscheinlich von geil").
Man sollte nicht gleich im Einstieg solche Ungenauigkeiten einreißen lassen.
Du Mutter Courage der deutschen Sprachkultur oder so ähnlich.
Selten habe ich in der FAZ so ein selbstgerechtes Geschreibsel gefunden wie diesen Text von Elke Heidenreich. Quo vadis, FAZ?
O-Ton Heidenreich: „Als ich 1996 von der Gesellschaft für Deutsche Sprache den Medienpreis für Sprachkultur bekam...“; „In meiner „Brigitte“-Kolumne, die immerhin von Millionen gelesen wurde...das hat mir wieder einen Preis eingebracht:..“ Neben dem Geiz ist auch Hochmut (Hoffart, Eitelkeit, Stolz) eine der sieben Todsünden! Und dann noch ihre inkompetenten Aussagen zur Wirtschaft: „Ja, dann ist Kapitalismus auch geil. Dann ist Ausbeutung und sich bereichern geil“. Vielleicht sollte sich die Dame mal ein wenig in der Welt(geschichte) umschauen: nirgendwo wurden Menschen brutaler ausgebeutet und unterdrückt als in den (ehemals) sozialistischen Ländern (UdSSR und Ostblock, VR China unter Mao, Nordkorea). Als Draufgabe gab es in allen diesen Ländern noch eine unerträgliche Umweltverschmutzung, und Energieverschwendung. Frau Heidenreich möge doch bitte das erzkapitalistische Südkorea mit dem nördlichen Landesteil (neben Kuba die letzten Bastion des Sozialismus) vergleichen! Wo geht es den Menschen wohl besser? Bisher ist noch jede sozialistische Gesellschaft in Armut und wirtschaftlichem Niedergang gelandet.
denn allein die Ankuendigung ihren Slogan aufzugeben, hat den Namen Saturn wieder in die Presse gebracht - und Frau Heidenreich, mit ihrer Anti-Kapitalismus, Anti-Religion, Anti-Alles Haltung hat sich ohne ihr Wissen zur Hauptfigur in der Saturnreklame machen lassen - oder mit ihrem Wissen und Bezahlung? Rieche ich hier eine Verschwoerungtheorie?