Platz zwei für Fred vom Jupiter: Verka Serduchka aus der Ukraine

Eurovision Song Contest

Kalter Krieg der Musik

Nach dem schlechten Abschneiden westeuropäischer Länder wird nun von „Schummel-Grand-Prix“ und „Balkanovision-Sowjet-Contest“ gesprochen. Die osteuropäischen Länder hätten sich die Stimmen zugeschoben, der Westen habe keine Chance mehr.

Lesermeinungen zum Beitrag

15. Mai 2007 22:55

Letztes Jahr hat Lordi...

Dorothea Rock (Doro2424)

...gewonnen, weil ziemlich viele Rockfans in ganz Europa für Finnland gestimmt haben. Das haben wir natürlich mit voller Absicht und einem gewissen Mass an Boshaftigkeit (ich muss immer noch grinsen) gemacht, um unserem Unmut über den gegenwärtigen Radiomüll und Castingschrott Ausdruck zu verleihen und die schöne Ethnopop-Party aufzupeppen. Wir haben also unsere Händis so beansprucht, dass selbst die allerpatriotischsten der im Westen lebenden Migranten keine Chance hatten.

Nicht alle Metalfans lieben Lordi; aber die Chance, Lordi als Gewinner über die üblichen GP Beiträge zu sehen, hat die Rockfans Europas vereint. (Überdies sind die Buben und das Mädel von Lordi wirklich sehr lieb, schreiben ihre Songs selber und spielen echte Instrumente.) Ein solches Ergebnis dokumentiert allerdings, dass es beim Abstimmen zum GP keineswegs um die Songs per se geht. Es war ein (kultur-)politisches Voting, wenn mir der Ausdruck gestattet ist.

Dieses Jahr haben Rockfans den GP wohl eher ignoriert. Es war nix für uns dabei. Ich garantiere jedoch, dass Rammstein, oder eine (irgendeine!) andere Metalband eine hohe Platzierung erreicht hätte.

Bester Auftritt war zweifellos Apocalyptica, doch das nur am Rande. ;)

Ganz herzlich,
D

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15. Mai 2007 13:02

Platzierungskauf ist möglich

Thomas Becker (Tommyfmain)

Als ich vor Ort in Helsinki war, sprach ein Delegationsvertreter Israels ganz offen darüber, dass man seiner Delegation einen Punktekauf angeboten hätte. Nach dem Motto "gebe ich dir, gibst du mir" hätte er sich aus einem Osteuropäischen Land eine Platzierung erschummeln können. Was man natürlich ablehnte. So sieht die Wirklichkeit beim Televoting aus: es ist egal wofür man anruft, der Beschiss wird noch durch einige Delagtionsverteter getoppt.

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15. Mai 2007 10:14

Warschauer Pakt II

Nathalie Neumann (NathiNeu)

Natürlich muß das Siegerlied von Ost und West gewählt werden, und Serbien hat somit verdient gewonnen. Wenn aber der Westen die Stimmen über ganz Europa verteilt und der Osten nur sozialistische Bruderstaaten wählt, hat ein westeuropäischer Beitrag eben keine Chance.
Daß wir als Deutsche zuvorderst das Abschneiden des deutschen Beitrags beurteilen, liegt auf der Hand; das hat erst einmal nichts mit beleidigter Ehre zu tun.
Es ist schön für Herrn Weiss, daß er seine seherischen Fähigkeiten bestätigt sieht, Heinz Rudolf Kunze hat jedoch in seinen 27 Bühnenjahren schon mehr Unsinn gleichmütig überstanden als die lächerliche Bezeichnung "Schlagerbarde", und Roger Cicero erfährt allenthalben aus berufenem Munde Lob für seine musikalische Leistung. Die Charts als Meßlatte für musikalische Qualität heranzuziehen, ist demgegenüber nachgerade absurd.
Wenn man Demokratie will, muß man hinnehmen, daß die Teilnehmer nach ihrem Gusto entscheiden. Wenn die Osteuropäer sich als nicht willens erweisen, westeuropäische Darbietungen zu wählen, ist das beklagenswert, aber unabänderlich; höchstens wäre es mit einer Westverschwörung zu kontern. Dann wäre der Eiserne Vorhang wieder da.

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15. Mai 2007 09:49

Wieviele Punkte steuert ein statistischer Einwohner bei?

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Fraglich ist durchaus, ob es nicht zu einem Punktesystem kommen muss, dass die Einwohnerzahl eines Staates mitberücksichtigt.
Im Vergleich zu vor 15 Jahren hat das Gebiet des ehemaligen Jugoslawien sein Gewicht im Punktesystem verfünfacht. Dann müssten fairerweise auch Bayern, Sachsen, Flandern, Schottland usw. mit eigener Jury antreten. 1 Staat = eine gleichgewichtige Jury ist aufgrund der völlig unterschiedlichen Einwohnerzahlen nicht begründbar.

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15. Mai 2007 09:11

Das einzige positive an diesen Abend...

Anthony Stegmann (NTE111)

war der Auftritt von Apocalyptica.
Der andere Liedermüll sollte eh ganz schnell in der Ablage "rund" abgelegt werden.

Und da gewinnt eine dicke "Powerlesbe", irgendwas ist auf dieser Welt schief gelaufen.

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15. Mai 2007 08:02

M wie Musik, M wie Mafia

A. Malliki (a.malliki)


Verdienter 19. Platz für Cicero. Es hätte schlimmer kommen können.

Die Kritik sollte in der Deutschen Vorentscheidung angesetzt werden. Es ist nicht vorstellbar, dass in einem Land mit 83 Mill. Einwohner immer nur aus den bereits bekannten Musikgrößen ausgewählt werden muß, die am Gängelband ihrer Plattenfirma hängen.

Cicero fällt nicht einmal im Vergleich zu den sonst im TV präsenten Castingsänger wirklich auf.

Serbiens Beitrag wäre wohl mit einem deutschen Interpreten, in gewohnter deutscher Medienpräsenz, genauso in den hinteren Reihen gelandet.

Beim Songcontest kann eben nicht Marketing durch ständige Berieselung und Berichterstattung in Radio und TV betrieben werden, bis das Lied aus Gewohnheit gefällt. In so einem Wettbewerb entscheidet wirklich der erste Eindruck und der ist und war in den letzten Jahren immer schon miserabel.

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15. Mai 2007 07:49

getrickst, was das Zeug hält...

Angelika Fritz (MyDocAngel)

wie menschliche Bewertungen in Wettbewerben entstehen, zeigen die nationalen und internationalen Hinter- und Tiefgründe um Schiedsrichter, Gutachter und Doping.

Warum sollte es in Kultur - sprich Unterhaltung im Song-Contest - anders sein als in Politik, Wirtschaft und Sport?
Geschmiert oder gedopt. Das ist der Mensch. Das muss man einfach realisieren - wenn auch nicht akzeptieren.

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15. Mai 2007 05:28

Recht so !

Michael Weiss (Kynologe)

Diesen Ausgang habe ich seit dem Ergebnis des deutschen Vorentscheids vorhergesagt, und jedem, der etwas Verstand in der Birne hat, wird es genau so gegangen sein. Das Problem lag nicht in Helsinki, sondern in der deutschen Vorentscheidung. Ich habe sie durch Zufall verfolgt, und sorry, alle drei Titel waren einfach nur Müll. Deutschland ist anscheinend nicht fähig, einfach mal ein schönes, seichtes Poplied zum ESC zu schicken, es muß immer irgendwas besonderes, künstlerisches mit irgendeinem elitären Anspruch sein. Dumm nur, daß diejenigen, die den ESC letztendlich entscheiden, nicht diesen elitären Kreisen angehören. Mir hats fast den Magen rumgedreht, als ich den Vorentscheid gesehen habe. Ein völlig unbekannter Swinger, eine Castingshow Band, von der man nicht mal ein Jahr nach der Show schon nichts mehr hört und ein abgehalfteter ehemaliger deutscher Schlagerbarde. Was soll da bitte bei rauskommen? Ich bin DJ und denk das sehr gut beurteilen zu können. Das was der Osten da geliefert hat, war durch die Bank chartstauglich, was man von unserem Beitrag nicht behaupten konnte. Ohne den Vorentscheid hätte Cicero es mit seinem Lied niemals in die Charts geschafft, und lang gehalten hat er sich dort auch nicht. Das ist die Meßlatte

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15. Mai 2007 00:17

Wieder eine Jury!

Lorenz Seeger (edoba)

Der ESC sollte einfach wieder eine unabhängige Jury bekommen, um den politischen Entscheidungen vorzubeugen. So ging es früher und so war es sicherlich auch besser.

Die Entscheidungen der letzten Jahre können sich nur hauptsächlich auf Politik berufen und das tötet den Wettstreit. Davon einmal abgesehen, dass das Siegerlied eine 0-8-15 Balade war - aber über Geschmack lässt sich ja streiten ...

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14. Mai 2007 23:34

erregte gemüter...

martin enderlein (staubgold)

worüber die bürger dieses landes sich so den kopf zerbrechen und das maul zerreißen... es gibt kaum schlechtere verlierer als uns deutsche.
gibt es nichts wichtigeres, als über schlechte schlagermusik zu streiten?
an dieser stelle auf gez-gebührenverschwendung aufmerksam zu machen ist ebenso abwegig [das bedeutet ja, man akzeptiert den "rest", der jetzt gerade und sonst auch immer kommt] wie lächerlich. wem das zu teuer vorkommt, der kann sich ja mal fragen wofür genau das viele geld ausgegeben wurde und ob das not tut [ob die ukrainer so eine hochglanzpolitur brauchen, von uns westeuropäern mal gar nicht zu reden...]

wie groß ist europa eigentlich [also jetzt mal rein geographisch]: vom atlantik bis ...?

und wie genau funktionierte doch gleich das mit der demokratie, wer ist da der souverän?

ach ja, und den musikgeschmack der masse trifft man am besten womit?

ähem, und was machen die deutschen, wenn´s mal kein elfmeterschießen gibt?

noch fragen?

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14. Mai 2007 22:29

Rumjammern

Jitzak Tanenbaum (tanenbaum)

hat harte Arbeit und Kreativität noch nie ersetzen können.

J. T.

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14. Mai 2007 22:25

Keine Vision

SHPEND JUSUFI (IsmailKadare1)

Ich kann es nicht verstehen, wie man so einen talentierten Sänger mit einen Superauftritt auf Platz 19 wählen kann. Die ganzen Balkanländer haben nicht mal einen oder 2 Punkte vergeben, mit Ausnahme Albaniens(6Pkt). Ansonsten haben sich die slawischen Völker gegenseitig die Punkte gegeben. Das hat etwas von Realitätsverlust. Andererseits könnte es vielleicht in ein paar Jahren, wenn die Länder dem Westen näher kommen, mehr Punkte für Deutschland geben.

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14. Mai 2007 22:15

Mal objektiv betrachtet...

Robert Schmitz (thesmith)

...stimmt es, daß die meisten westlichen Beiträge recht mäßig waren
...und das die Punktervergabe abgekartet ist!

Machen wir uns nichts vor: die westlichen Beiträge gehörten schon zu den schlechtesten Beiträgen aller Zeiten. Einzig Cicero konnte überzeugen, aber mit deutschem Swing trifft man halt nicht den Geschmck Europas!

Auf der anderen Seite ist die Punktevergabe natürlich eine Farce. Um Serbien als Beispiel zu nehmen: Der Gewinner erhielt insgesamt 9 Mal die Höchstpunktzahl 12 (wenn ich mich recht erinnere) welches etwa 25% aller Punktevergaben war, aber auch von ALLEN ehemaligen Yugo-Ländern (also 100%). Nach der Statistik hätten höchstens 2 Yugo-Länder 12 Punkte an Serbien geben dürfen, damit es glaubwürdig bleibt. Natürlich hat ein gutes Lied gewonnen, aber das Punktegeschacher zwischen Bruderstaaten ist halt vorhanden, das kann man nicht verleugnen. Ich bin mir sicher: Wäre dieses Lied z.B. für Belgien gestartet, hätte sie niemals gewonnen.

Ein anderes Beispiel: Ich erinnere mich mit Grauen an Tatu, die 2003 teilnahmen und mit dem grottenschlechten Lied Dritte wurden mit nur 3 Punkten Rückstand. Jeweils 12 Punkte aus Lettland, Estland, Kroatien und Ukraine, 0 Punkte aus Grossbrittanien und Irland. Noch Fragen?

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14. Mai 2007 22:11

warum eigentlich die Aufregung?

Klaus Steffen (krs)

Um es gleich zu sagen: Ich habe mir es nicht angetan, einen ganzen Abend dafür vor der Glotze zu verschwenden.

Aber die Kommentare hierzu sind schon erheiternd. Besonders der Bierernst, mit dem hier politische (!) Inhalte verkauft und angepriesen werden. Offenbar scheint niemand aufgefallen, daß es bei der (und den vorangegangenen) Veranstaltung mitnichten um Unterhaltung, oder gar um das Lied als solches gegangen ist. Es ist und war eine rein kommerzielle Veranstaltung, bei der es um nichts weniger, als um Geldverdienen geht.

Natürlich gesponsert vom Bezahl-Fernsehen ARD. Man hat's ja.

Wenn es wirklich um einen Wettbewerb um das Lied und seine Wirkung gegangen wäre, dann hätte es eine Übertragung im Hörfunk geben müssen. Und natürlich einen völlig anderen Bewertungsmodus, welcher nicht an "nationale" Kriterien anknüpft.

So sehen sich die dofen Zuschauer, die Kommentatoren, die "Gewinner" der Rangfolge mitsamt den Bewertern als betrogene Betrüger. Und das ist doch eigentlich schön.

Und weil es so schön ist, wird auch im nächsten Jahr wieder ein deutscher Depp neben den anderen Deppen stehen und die Zuschauer werden sich erneut aufregen. Und das bis weit in die Steppen Asiens. Wenn das nicht verbindet, was dann?

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14. Mai 2007 22:01

Musik?

Maik Bode (MaikBode)

Die grosse Zeit, wenn man in diesem Zusammenhang ueberhaupt davon reden kann, ist fuer diesen (heutzutage) Troubadurwettbewerb à la Kirmesstimmungsmache oder Niveaukellerregionen nach Ballermannmanier in den fruehen 80`ern gewesen(um hier von den deutschen Abgesandten zu sprechen). In der Folgezeit versuchten alternde Musikproduzenten mit abgedroschenen Standardrhytmen in der sich, im Gegensatz zu ihnen, weiterentwickelnden Musikwelt einen Status zu halten, der schon von Anbeginn nicht besonders hoch war.
Dann fiel der Eiserne Vorhang und andere Musikeinfluesse kamen hinzu, nix fuer den deutschen Betonkopf mit seiner klar differenzierten "Musik"-Auffassung.

Mit ein bisschen mehr Kritik an der flachen Darbietung der meisten alteuropaeischen Kandidaten waere der Weg zu einer Akzeptanz des unparteiischen Votings einfacher. Das ist aber mal wieder zuviel verlangt, rummaulen ist da noch viel einfacher, und zu Europaeern habt Ihr die Neuen selbst gemacht :-), also, was soll das Gejammer?

Schoene Woche allen!




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14. Mai 2007 21:53

Was soll den dieses Geheule?

Michael Marks (hjort)

Man meint, dass die Osteuropäer einander die Punkte zugeschustert haben und nur dadurch ist Deutschland so weit unten gelandet. Na gut, dann lasst uns nur die westlichen Stimmen betrachten. Und was sehen wir: Platz 1 -Serbien, Platz 2 Ukraine...Platz 14 Deutschland. Die Geschmäcke im Westen und Osten dieses Kontinents sind wohl doch nicht so verschieden.

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14. Mai 2007 21:48

hypothetische Rangfolge ohne Punktwertungen der Osteuropäer

Elisabeth Zenker (monipoly)

ein ausgezeichneter beitrag zum Thema ist im Bildblog nach zu lesen. dort wurde eine theoretische Platzierung der Länder ohne Berücksichtigung der Stimmen der osteuropäer errechnet und die sieht fast genauso aus wie die echte Rangfolge!
Damit erübrigt sich wohl die ganze Diskussion!

grüße

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14. Mai 2007 21:37

Ost und West gemeinsam

Stefan Sedlaczek (sedlaczek1)

Selbst einen Fernsehverweigerer wie mich (wegen der Zwangsgebühren) hat der ESC vor die Glotze gelockt. Ein wunderbares Beispiel dafür, daß das Zusammenkommen von "Ost" und "West" ein Gewinn in vielerlei Hinsicht ist, war dieser "Grand-Prix". Mir gefielen erstaunlicherweise die meisten Lieder, auch der Sieger, auch der deutsche Beitrag, selbst der aus UK war doch ganz nett. Das Lied der letztplazierten Iren war gar mein Lied und ich konnte mich kaum zwischen diesem und dem ganz anderen, tollen und flotten Beitrag der Rumänen entscheiden.
Wieder einmal zeigte sich: Konkurrenz belebt das Geschäft und der neue Osten hebt die westliche Ständewirtschaft locker aus: Ganz wie es ihr Leser BeVo bereits schrieb.
Der Vorwurf der Schummelei geht völlig fehl. Oder sollen wir demnächst auch die Bundestagswahlen als Schummelei abtun, nur weil die Netto-Staatsprofiteure ihresgleichen wählen? Auch wenn ich mit meiner Wahl - hier wie dort - nicht durchgedrungen bin, zählt doch für diesen ESC-Grand-Prix: Gewählt haben Menschen nach ihrem Geschmack und nicht für ihren Geldbeutel. Solche Wahlen sind völlig in Ordnung.
Und was die zitierten Vorwürfe angeht: Hallo Bild-Zeitung, Du gehst doch von Hamburg nach Berlin selbst gen Osten!

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14. Mai 2007 20:47

Live in eigener Sprache und Kulturbezogen...

Akin Özcan (Upperclass)

...ich wünsche mir, dass der Songcontest ZWANGSWEISE wieder live und in eigener Sprache gesungen wird und die Kultur eines jeden teilnehmenden Landes wiederspiegelt.

Der Songcontest sollte doch dazu dienen, dass die verschiedensten nationen ihre eigene Kultur durch den Träger "Musik" präsentieren, so dass man als zuHÖRER viele verschiedene neue Eindrücke gewinnen kann.

Seit einigen Jahren jedoch ist aber der Trend zu sehen, einen "globalen" Hit zu kreieren, um Punkte abzusahnen bzw. zu gewinnen...

Leider zählen mittlerweile nur noch eigentlich unwesentliche Dinge, wie Glamour, kurze Röcke, Licht- und Pyroeffekte um erfolgreich zu sein...

Warum kann nicht wieder jede einzelne Nation in seiner originären sprache singen?
Warum englisch?

Am serbischen Beitrag hat man doch gesehen, dass Großeuropa auch ohne den Text zu verstehen, mitfühlen kann!

LG

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14. Mai 2007 20:32

Wo stand nochmal die Mauer?

Axel Julius (EscobarManuel)

Dieser Wettbewerb ist seit mindestens 35 Jahren musikalisch indiskutabel. Und zwar sowas "von", dass sich Deutschland mit Raab und Horn zur Jahrtausendwende genötigt sah, unseren europäischen Nachbarn die Haltung der deutschen Jugend zu diesem Wettbewerb aufzuzeigen.

Ironie und Selbstverhohnepiepelung hielten da erstmals Einzug in den Wettbewerb, in dem bislang nur unfreiwillig komische Gestalten ebensolches Liedgut von sich gaben und einen ernsten Ehrgeiz dabei hatten.

Nun ist es aber an der Zeit, jegliches deutsches Engagement zu diesem Wettbewerb einzustellen und unsere GEZ Gebühren gefälligst für andere Dinge zu investieren. Das hochgehypte Spektakel geht vielen hier doch längst am Allerwertesten vorbei.

Wer will kann sich dann (aber wer will das schon) grottige Beiträge aus dem Rest Europas auf einem, bitteschön, Auslandskanal in die Gute Stube holen. Schaun wir mal wie lange sich dann die Selbstbeweihreucherung des Ostens noch hält.
Also, bitte!
Schluss damit!
Schleunigst!!!

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14. Mai 2007 20:23

Export ist andere Sache singen andere

EroY Cibil (Lysandus)

Nur weil Deutschland Export-Weltmeister ist sagt uns nicht daß Deutschland in Europa das beliebteste Land ist.

Natürlich halten andere Länder zu einander. Warum kriegt Deutschland oder England keine einfache "Freundespunkte"? Das ist die Frage.

Und noch was ein sehr gutes Lied gewinnt auch ohne "Freundespunkte".

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14. Mai 2007 20:19

Deutsche Naivität

Rüdiger Kimpel (rkimpel)

Das kann doch nur ein Staatsbeamter sagen, der sich um Finzierungen keine Sorgen machen muss. Es zahlt ja der blöde Steuerzahler.

Das das ein abgekartetes Spiel, ist doch so klar wie nur irgend etwas. Der gesamt Balkan muss dieses Spektakel ja nicht finanzieren. Vielleicht sollte der Intendant mal in die Volksschule gehen und die Anzahl der Staaten aus dem ehemaligen Ostblock vergleichen mit den West-Teilnehmern, die sich ehrlich um einen musikalischen Wettbewerb bemühen und dann einfache Grundrechenarten anwenden. Kein Ostblockland hat einem westlichen Land auch nur mehr als 5 Punkte gegeben. Ist das nicht ein bisschen komisch, während der Westen ausgewählten Liedern doch bis 10 Punkte gegeben hat.

Man kriegt das ganz einfach hin - einmal die nächste Runde nicht finanzieren, nicht teilnehmen - und dann sind dieKollegen aus den östlichen Ländern sicherlich kuriert. Sie können ja dann in Belgrad das ganze im Freien veranstalten und sich gegenseitig hochloben bei ein paar Zuschauern, die das dann noch interessiert.

Aber das begreifen unsere deutschen Fernsehbeamten ja nicht. Es geht auch hier um Kommerz.

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14. Mai 2007 19:27

"Der Osten sei einfach besser gewesen."

Johannes Vocke (JohnnyV)

Aha, und wie erklärt es sich dann, dass die Ukraine mit ihrer tuntig-schrillen Kitsch-Performance auf Platz 2 landet??? Auch wenn es nicht den Musikgeschmack vieler entspricht, so war doch Roger Cicero einer der musikalisch anspruchsvollsten Künstler. Er hatte aber eben das "Pech" für Deutschland zu singen...

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14. Mai 2007 19:22

Wach auf, Deutschland

Birgit Schelzel (chipie)

Auch wenn es die Sympathiepunkte nicht geben wuerde (Deutschland hat ueberigend jeweils 7 Punkte von der Schweiz und Oesterreich bekommen): mit Performances wie die von Cicero kommt Deutschland nicht weit. Mag der Song vielleicht zwar gar nicht mal so uebel sein, international ist er total fehl am Platz und viel zu langweilig.

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14. Mai 2007 18:46

Der Grand Prix hat sich zu tode erweitert

roman marko (markoroman)

Auch wenn nicht per se alles schlecht ist was aus dem Osten kommt und das Vereinigte Königreich oder Irland wahrlich nicht überzeugt haben, es kamen im Halbfinale fast ausschliesslich Osteuropäer weiter und deren Songs waren auch nicht alle das Höchste der Gefühle.
Fakt ist, hat man sich früher die Köpfe ingeschlagen und Nato Truppen zum Schutz gefordert, finden einstige Gegner im Grand Prix zu einander - eigentlich schön. Nur hat das Selbstbewustsein und der Nationalstolz dieser Länder noch ein sehr junges, lenhaftes ja pubertäres Niveau es geht vielen nur darum gut abzuschneiden und das klappt am besten mit dem Nachbarn. Sicher die Skandinavier halten auch zusammen, aber es maximal 4 Staaten un din der Vergangenheit war die Brudertreue nicht immer vollkommen. Der Grand Prix hat sich jedenfalls zu Tode erweitert und die Osteuropäischen Länder sollten aufpassen, dass sie sich ihre internationale Bühne nicht selber zersägen... in gewisser Weise zeugt es doch von der reife einer Nation, wenn Sie sich nicht profilieren muss und ihre Bürger sich für einen musikalischen Beitrag aus Geschmack und nicht auf Grund taktischer nationaler Überlegungen entscheiden, so lange diese Reife aber nicht erreicht ist bleibts bei der Schieberei

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14. Mai 2007 18:38

Warum noch teilnehmen

Ursula Sic (Schugger)

Wenn es auf die Qualität der Musik ankommen würde, müsste dieser Contest eigentlich abgeschafft werden. Aber lassen wir es einmal im Jahr als Blödel-Veranstaltung durchgehen. Aber mittlerweile ist es auch nicht mehr witzig, sondern nur noch fad.

Und zu den Punkten: Natürlich nervt es, wenn man schon weiss, wer wen welche Punkte "überweist". Die in ganz eEuropa versteuten Gastarbeiter und Flüchtlinge stimmen nun halt für ihr "Herkunftsland". Aber nicht nur die Ostländer geben Freundschaftspunkte, die Skandinavier waren da genauso tatkräftig dabei.

Ich fände es gut, wenn sich Deutschland hier mal zurückziehen würde. So zumindes auch die überwältigende Mehrheit in der Kneipe, wo der Contest übertragen wurde. Und oft hörte ich die Bemerkung: Dieser Contest wird doch mit einem großen Batzen der deutschen ARD finanziert, warum soll das denn automatisch weiter so laufen.

Eigentlich brauchen wir diesen großen Quatsch nicht mehr!

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14. Mai 2007 18:18

Es geht nicht um die Gewinnerin

Ansgar Snethlage (Emil-Heinrich)

Daß Serbien verdient gewonnen hat, daran besteht kein Zweifel. Ob aber der Beitrag der Ukraine Platz 2 verdient hat - das wage ich doch zu bezweifeln. Seit Einführung der Zuschauerabstimmung ist das Niveau in den Keller gesunken. Wäre es nicht langsam wieder Zeit für die Jury? Das würde zumindest reine Juxnominierungen wie Verka Serduchka und (ja, auch der!) Stefan Raab verhindern.

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