Tief „Melli“ kommt

Wintertage am Osterwochenende

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20. März 2008 Schneestürme statt Frühling: Ausgerechnet zu Ostern zeigt der Winter in weiten Teilen Deutschlands noch mal richtig die Zähne. In den Mittelgebirgen und Alpen gebe es „einen massiven Wintereinbruch, wie wir ihn den ganzen Winter 2007/2008 noch nicht hatten“, sagte Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst am Donnerstag. „Pünktlich zum Start der Osterfeiertage geht es beim Wetter jetzt richtig spektakulär und teilweise dramatisch zu.“

Unwetterwarnungen gibt es für Teile Bayerns, Baden-Württembergs, Hessens, Niedersachsens, Sachsens und Thüringens. Dort werden ab Freitagnacht starke Schneefälle erwartet, die Sturmböen zu Schneeverwehungen auftürmen können. Teilweise werde es zu starken Behinderungen im Schienen- und Autoverkehr kommen. Schuld ist Tief „Melli“, das von der Nordsee nach Norddeutschland zieht und dabei erheblich an Kraft gewinnt. „Der Luftdruck stürzt bis morgen stärker ab als der DAX an der Börse“, sagte Friedrich.

Bis zu 20 Zentimeter Schnee

Am Freitag fallen oberhalb von 400 Metern bis zu 20 Zentimeter Schnee. Darunter gibt es im Westen und Südwesten Deutschlands kräftige Schauer mit bis zu 40 Litern pro Quadratmeter. Die Höchstwerte liegen zwischen drei und acht Grad, im höheren Bergland bei null Grad.

Am Samstag verlagern sich die andauernden Schneefälle zunächst in den Norden Deutschlands und den Mittelgebirgsraum und schaffen auch dort tiefwinterliche Verhältnisse. Dort muss zudem mit starkem Nordwind gerechnet werden. Die Höchsttemperaturen liegen bei zwei bis fünf Grad.

Tief „Melli“ zieht dann Richtung Ostsee weiter und bringt in ihrem Rücken skandinavische Kaltluft nach Deutschland. In der Nacht auf Sonntag gibt es bei Tiefsttemperaturen von zwei bis sechs Grad unter null in ganz Deutschland Nachtfrost und glatte Straßen.

Bei Eiersuche sich warm anziehen

Am Ostersonntag wird die skandinavische Kaltluft ganz Deutschland im Griff haben. Die Bewölkung kann teilweise aufreißen, doch bei Temperaturen von null bis fünf Grad muss immer wieder mit kräftigen Schneeschauern bis in tiefe Lagen gerechnet werden. Bei Eiersuche und Osterspaziergang solle man sich also warm anziehen, sagte
Friedrich.

Am Ostermontag setzt sich das Winterwetter mit Wind und Schneeschauern bis in tiefe Lagen fort. An den Mittelgebirgen kann es auch länger schneien. Im Norden Deutschlands sind kurze Gewitter möglich.

Auch nach Ostern ist kein Frühling in Sicht. Bis Donnerstag überwiegen dichte Wolken, aus denen es zeitweise schneit, in tiefen Lagen auch regnet. Der Frost lässt nach, es bleibt aber kalt bei maximal acht Grad. Zum Wochenende nach Ostern steigen die Temperaturen weiter an, es bleibt aber unbeständig.



Text: FAZ.NET mit Material von AP
Bildmaterial: reuters

 

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