
wenn ich im Radio höre, daß Katzen im Hause gehalten werden sollen. Wer das fordert, war noch nie auf dem Land oder einem Bauernhof. Eine Katze, die ihr Leben lang herumstreunt, ins Haus sperren zu wollen wird angenehm für alle Bewohner.
Was sollen die 3km Absperrzonen? Vögel fliegen einfach darüber hinweg ohne Notiz davon zu nehmen. Sie können das Virus hunderte von Kilometer weit tragen.
Wann sagt man den Leuten die Wahrheit: es gibt keine erfolgversprechende Bekämpfung dieser Krankheit.

1. Vielleicht könnte die FAZ ja mal die grundlegenden Begriffe wie Kontagiosität, Mortalität und Letalität kurz erklären.
Das würde die Begriffsverwirrung vielleicht etwas abmildern und einer rationalen Bewältigung des Problems zuträglich sein.
2. Die TOTEN Vögel sind nicht das Problem (auch wenn etwas anderes suggeriert wird!). Diese Vögel bewegen sich nicht mehr, haben keinen Kontakt zu Artgenossen und die Viruskonzentration nimmt stark ab. Das Problem bei JEDER Seuche sind die bereits infizierten Personen oder Tiere, die herumlaufen oder fliegen und dabei andere ansteckenkönnen!
Gegen Wildvögel helfen aber keine bodengebundenen Absperrmaßnahmen!
Grüße

Die FAZ setzt gelegentlich pathogen mit ansteckend gleich. Dabei heißt das Fremdwort krankheitserzeugend. Wenn man sich angesteckt hat, bricht die Krankheit also häufig aus. Zur Frage, ob man sich leicht ansteckt, wird dagegen bei dem Wort nichts ausgesagt. Manche Vogelarten stecken sich leichter an als andere, der Mensch nur in Extremsituationen.

Ich frage mich die ganze Zeit, warum an der halben Ostseeküste befallene Tiere gefunden wurden, nur Polen bisher noch keinen Fall zu vermelden hat. Schließlich wird dort ja genausogründlich gesucht....

Wilde Vögel halten sich nicht an Vorschriften und Grenzen. Damit müssen wir leben. Aber ich befürchte, dass der Eigensinn untergeordneter Behörden vor Ort wesentlich zur Verbreitung diese Seuche beiträgt.

"Die vorsorglichen Tötungsmaßnahmen seien auch ein Signal an die EU, daß das Land ernsthaft gegen die Vogelgrippe vorgehe."
Dies ist dem Beitrag direkt entnommen.
Wie pervers: Vögel und andere Mitgeschöpfe müssen dazu dienen um der EU zu signalisieren, daß unser Land gegen die Geflügelpest vorgehe.
Ist dies nicht auch anders ohne das Töten von unschuldigen Tieren möglich?

"Bislang wurde der gefährliche Virustyp H5N1 bei 81 Vögeln festgestellt."
So weit, so gut - oder so schlecht.
Aber soll ich mich deshalb in den unkontrollierten Zustand der Panik versetzen lassen ?
Wenn ich von einem Mutanten des H5N1-Erregers befallen werde, dann stehen meine Überlebens-Chancen nicht gut.
Aber ewig leben werde ich ohnehin nicht - da mache ich mir keine Illusionen !
Ob ich an "Vogelgrippe" sterbe, am Herzinfarkt oder an Altersschwäche - was macht das für einen Unterschied ?
Also Leute, beruhigt euch ein wenig - irgendwann kommt ohnehin der Sensenmann, und ihr kommt ihm nicht aus !
Genießt das Leben und die Freiheit, solange es euch vergönnt ist, und verteidigt beides, so gut es geht - nur die Viren sind stärker, weil sie schneller mutieren als ihr.
Eckhardt Kiwitt
Freising

Wenn ich mich nicht irre, hieß die Krankheit, um die es hier geht, bis zum vorigen Jahr noch "Geflügelpest". Wieso firmiert sie nun auf einmal überall als "Vogelgrippe"? Das klingt einerseits verharmlosend, andererseits auch bedrohlich: Die Pest gilt beim Menschen ja als weitgehend ausgerottet, und eine Schweine- oder Hühnerpest scheint weit weg zu sein von uns. Ist es am Ende ein Marketinggag? Die englische Bezeichnung endet auf "-flu", genau wie das Medikament "Tamiflu", das sich auf einmal so gut verkauft hat, ohne daß die Wirksamkeit gegen diese Vogelkrankheit erwiesen ist.
Wieviel weiß man eigentlich über die Übertragungswege dieser Krankheit? Wenn ich die Berichte lese, werde ich den Eindruck nicht los, daß auch die Experten ziemlich im Dunkeln tappen. Oder habe ich etwas Wesentliches übersehen?

Wie schön es klingt:
"Keulen", statt das Wort zu gebrauchen um was es geht, nämlich töten von Hühnern und anderen Kreaturen.
Nach wie vor ist es nicht belegt, ob die z. Zt. laufenden Massentötungen überhaupt notwendig sind, da noch kein einziger Fall von Infizierung bei Nutztieren in Deutschland nachgewiesen wurde.
Aber es geht wieder einmal ums Geld und dem haben Sie bekanntermaßen hier alle Lebewesen (Mensch oder Tier) unterzuordnen: Wegen der Befürchtung, vielleicht in kürze keine Hühnerprodukte mehr ausführen zu dürfen, müssen nun tausende Mitgeschöpfe sterben.
Eine perverse und zu verachtende Vorgehensweise!
In dieses Bild passt auch das über Jahre hinweg fehlende Engagement bei der Entwicklung eines geeigneten Marker-Impfstoffes für Tiere. Impfen weiter aus wirtschaftlichen Gründen zu untersagen, ein Tierimpfstoff steht hier bereits bereit (!), ist Teufelswerk.

Ja, da macht man sich schon seine Gedanken. Vor allen Dingen, weil die Schutzmaßnahmen so schlampig angelaufen sind. Ich zum Beispiel mache mir auch etwas Sorgen. Immerhin war ich am Tag des Bekanntwerdens der Fälle aus Rügen ebenfalls in Norddeutschland. Zwar nicht direkt in Rügen, aber in der Nähe. Auch die Übertragungswagen des NDR waren anwesend. Hoffentlich klebten unter den Reifen keine Bakterien. Da bekommt der Name "Übertragungswagen" eine ganz neue Bedeutung. ;-)
Aber jetzt gibt es ja Desinfektionsmatten. :-) Hey, ich bin schon lange wieder zu Hause! Gruss nach Rügen aus dem Ruhrgebiet. lol

Bekommt der Züchter seine toten Tiere ersetzt? Wenn ja, von wem und wie?
War H5N1 die Todesursache bei den gefundenen Tieren? Wie lange dauert die Inkubationszeit bei der Vogelgrippe?
Wie ist der Krankheitsverlauf bei Schwänen oder anderen Vögeln?
Ich habe so viele Fragen und bekomme einfach keine Antworten, auch nicht in diesem Bericht!

Frau Landrätin Kassner verdient Hochachtung in diesen Tagen, sich nicht von der bundesweiten Hysterie irritieren zu lassen.
Tote Vögel, die es in jedem Jahr auf Rügen gibt, rechtfertigen keinen Katastrophenfall.
Ich wünsche mir mehr Menschen mit Rückrat, die den Blick für eine korrekte Gefahreneinschätzung noch nicht verloren haben, und sich dem Druck der (Bundes)politik nicht beugen.
Zur Erinnerung: Weltweit(!) sind in den vergangenen vier bis fünf Jahren weniger als neunzig Menschen gestorben.
Jedes Jahr(!) sterben mehrere tausend Bundesbürger an den Folgen einer Grippe. Aber das ist ja keine Schreckensmeldungen mehr wert.............

Angesichts der Verdachtsfaelle bezüglich Vogelgrippe werden weltweit ausserordentliche Massnahmen getroffen.
Die zu treffenden Massnahmen sollten in erster Linie veterinaermedizinischer Art sein und die Tierzucht betreffen; wenn der Virus an den Menschen übertragen worden ist, ist es schon zu spaet.
Deshalb sollte die Tierzucht und insbesondere Vogelzucht intensiver veterinaermedizinisch kontrolliert werden: dies darf allerdings auf keinen Fal eine generelle Notschlachtung bedeuten.