Geflügelpest

Erstmals Vogelgrippe-Fall in einer Großstadt

Bildergalerie Mannheim ist die erste deutsche Großstadt, in der ein Vogelgrippe-Fall festgestellt wurde. Einschränkungen für die Bevölkerung bestünden nicht, sagte ein Sprecher der Stadt. Allerdings gelten ab dem Wochenende verschärfte Schutzvorschriften: Hausarrest für Katzen, Hunde an die Leine.

Lesermeinungen zum Beitrag

01. März 2006 10:44

Die Experten handeln ...

Andreas Seidl (ASeidl)

wenn ich im Radio höre, daß Katzen im Hause gehalten werden sollen. Wer das fordert, war noch nie auf dem Land oder einem Bauernhof. Eine Katze, die ihr Leben lang herumstreunt, ins Haus sperren zu wollen wird angenehm für alle Bewohner.

Was sollen die 3km Absperrzonen? Vögel fliegen einfach darüber hinweg ohne Notiz davon zu nehmen. Sie können das Virus hunderte von Kilometer weit tragen.

Wann sagt man den Leuten die Wahrheit: es gibt keine erfolgversprechende Bekämpfung dieser Krankheit.

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27. Februar 2006 12:25

Expertenmeinung

R W (DocSnider)

1. Vielleicht könnte die FAZ ja mal die grundlegenden Begriffe wie Kontagiosität, Mortalität und Letalität kurz erklären.

Das würde die Begriffsverwirrung vielleicht etwas abmildern und einer rationalen Bewältigung des Problems zuträglich sein.

2. Die TOTEN Vögel sind nicht das Problem (auch wenn etwas anderes suggeriert wird!). Diese Vögel bewegen sich nicht mehr, haben keinen Kontakt zu Artgenossen und die Viruskonzentration nimmt stark ab. Das Problem bei JEDER Seuche sind die bereits infizierten Personen oder Tiere, die herumlaufen oder fliegen und dabei andere ansteckenkönnen!
Gegen Wildvögel helfen aber keine bodengebundenen Absperrmaßnahmen!

Grüße

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26. Februar 2006 14:42

Eiskalte Vernunft ist gefordert - Stampede macht blind.

Helga Lenz (Helena13)

Ein Fingerzeig hin zur Ruhe mit einem simplen Beispiel aus Großmutters Guteratskiste. Man kriegt die Krankheiten vor denen man Angst hat! Wieso? Angst blockiert immer alle Systeme, verengt Gefäße, behindert Stoffwechselvorgänge und vergiftet damit den Gesamtorganismus. Stresshormonale Verbindungen aktivieren Notsysteme und irgendwann kommt der Kollaps, wenn nicht rechtzeitig gegen gesteuert wird. So wie der Mensch funktioniert so funktioniert auch die Natur. Der Komiker OTTO hat derartige Vorgänge schon früher sehr anschaulich persifliert.
Weshalb aber bekommt man die Krankheiten vor denen man angst hat (Weichenstellungen dahin)? Weil man sich immer mehr genau so verhält als ob man diese Erkrankung tatsächlich hätte! Das irritiert den Organismus und er produziert das nach was ihm vorgegaukelter Weise zu fehlen scheint. Das System wird also im Negativsinn neu justiert und die Krankheit wird real. Sehr einfach, wie übrigens auch die Psychosomatik funktioniert, was aber auch im Umkehrschluss heißt, daß Erkrankungen auch per Psychosomatik umgesteuert, also wieder ins Lot gefahren werden können.
Zurück zum Angstauslöser Vogelgrippe. Nehmen wir uns einfach mal eine gängige andere Erkrankung, die Triefnase die jeder schon mal hatte und suggerieren, daß bestimmte Pestizidgruppen auf Früchten die durch Fingerkontakt auf die Haut und von dort in die Nase gelängen, eine böse Mutation beim Erreger hervorrufen könnten und zur Rhinozenta führten. Nase+Obst+Finger+Angst=Panik+Gewinn...

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25. Februar 2006 12:52

hoch pathogen = hoch ansteckend?

Michael Klemm (MFKlemm)

Die FAZ setzt gelegentlich pathogen mit ansteckend gleich. Dabei heißt das Fremdwort krankheitserzeugend. Wenn man sich angesteckt hat, bricht die Krankheit also häufig aus. Zur Frage, ob man sich leicht ansteckt, wird dagegen bei dem Wort nichts ausgesagt. Manche Vogelarten stecken sich leichter an als andere, der Mensch nur in Extremsituationen.

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24. Februar 2006 12:55

und Polen?

sebastian bopp (sbopp)

Ich frage mich die ganze Zeit, warum an der halben Ostseeküste befallene Tiere gefunden wurden, nur Polen bisher noch keinen Fall zu vermelden hat. Schließlich wird dort ja genausogründlich gesucht....

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23. Februar 2006 16:46

Wahnsinn - Vögel geimpft - Konsument infiziert

Ralf Schirach (rjschirach)

Wahnsinn - Vögel geimpft - Konsument infiziert -

Bisher war ich als Konsument relativ entspannt, da ich mir sicher war, das infizierte Tiere sterben, bzw. potentiell infizierte Tiere getötet werden, und damit aus der Nahrungskette verschwinden. Mit einer Impfung der Tiere jedoch besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, das kranke Tiere als Virus-Träger in den Handel kommen. Der Wahnsinn ist, das Nutztiere geimpft werden, weil sie ein Kapital darstellen, die Infektion des Konsumenten jedoch hingenommen wird. Noch schlimmer, die Gefahr eines Human-Shifts des Virus wird dadurch potenziert, da die kranken Tiere auf den Tisch kommen, statt entsorgt zu werden. (dr.schirach)

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22. Februar 2006 21:07

Vogelgrippe

Walter Holzwarth (wholzwarth)

Wilde Vögel halten sich nicht an Vorschriften und Grenzen. Damit müssen wir leben. Aber ich befürchte, dass der Eigensinn untergeordneter Behörden vor Ort wesentlich zur Verbreitung diese Seuche beiträgt.

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22. Februar 2006 17:58

Noch ein Einwand einer Laiin.

Helga Lenz (Helena13)

Wie reagiert die Natur ohne die gefährlich stark eingeengte Wahrnehmungsfähigkeit, respektive übermäßig stark ausgeprägte Wahrnehmungsstörung der Menschen mit all ihren Folgen?
Ein Tier ist infiziert, überträgt die Erreger ins Umfeld und stirbt, wird von Aasfressern verspeist und der Wirt ist nun ein anderes Tier.
Anderes Tier, andere Lebensbedingungen und folglich Anpassungszwang bei Wirt und Erreger.
Entweder gelingt die Anpassung oder eine Partei stirbt, wenn kein Kompromiss möglich ist.Das heißt, der Wirt ist nur Träger, also immun. Da aber der Erreger nun trotzdem andere Bedingungen vorfindet, optimiert er sich, ist dadurch aber wieder in seiner Wirkung gegenüber seinem Ursprungswirt anders eingestellt und bewirkt wieder gegenseitige Anpassung.
Fazitär heißt es, daß es ohnehin nie Stillstände gibt. Aufgrund der Populationszyklen von Tieren im Gegensatz zu Menschen können Tiere je kleiner sie sind umso schneller teilangepasste Erbmasse an die Folgegeneration weitergeben.
Der Mensch hinkt immer nur hilflos hinterher und bewirkt durch seine viel zu kurz gedachten und nicht durchdachten Eingriffsmaßnahmen Chaos.Das resultierende natürlich entstandene Erfolgsbild schreibt sich aber fast vollständig der Mensch zu, obwohl er massiv dabei gestört hat. Ohne diese Störungen liefe die Natur viel geregelter ab.
Dieses menschliche Fehlverhalten nun als Staatsneurose und Überversicherungszwang abzutun ist zu simpel.
Restrisikominimierung produziert mehr Hauptrisiken usw. usw.!

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22. Februar 2006 15:10

Potentierung der Gefahr duch Statistikmanie und Forschungsdrang?

Helga Lenz (Helena13)

Ebenfalls Laie in der Sache, wie übrigens durchweg alle die mit der Vogelgrippe direkt oder indirekt befasst sind, wage ich gerade deshalb eine bescheidene Wortmeldung.
Jedes tote Tier wird eingesammelt, eingetütet und kontaminiert weitere Trägereinheiten. Dann folgen Transporte, Untersuchungen, Registrierungen etc, schließlich muss man ganz genau wissen was los ist, nur um mit maximal möglich erscheinender Sicherheit dies oder jenes auszuschließen oder gar enger einzukreisen.
Allein durch die Wege, kontaminierte Kreise und Unvorsichtigkeiten Einzelner wird eine Potenzierung nicht nur billigend in Kauf genommen, sondern konkret hervorgerufen. Aktionismus verkauft sich zwar gut an Gut- und Autoritätshörige, stößt aber bei funktionierendem Menschenverstand auf Unbehagen.
Die Laiin in mir stellt sich eine kurze Lösung vor. Sammelstellen direkt in kleinen Schwerpunkten einrichten, auf Kontrollen verzichten und alle toten Tiere vor Ort in Gruben mit möglichst natürlichen Beigaben wie Holz und Kohle sofort verbrennen. Keine Massen von Desinfektionsmitteln zur weiteren Vergiftung des Erdreichs beitragen um Langzeitschäden zu vermeiden.
Durch die jetzigen Desinfektionsmaßnahmen werden die Erreger nämlich auch wieder zur Anpassung motiviert und mutieren zwangsläufig in noch schwerer zu fassende Viren und Untergattungen.
Mut zum Sinnvollen ist gefordert, doch wie sollen Laien das auch erkennen. Ratlos bin ich zwar nicht, aber ziemlich machtlos.

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21. Februar 2006 13:11

Töten von Hühnern und anderen Vögeln

Ralf Dreßler (koenigdernachtuhu)

"Die vorsorglichen Tötungsmaßnahmen seien auch ein Signal an die EU, daß das Land ernsthaft gegen die Vogelgrippe vorgehe."
Dies ist dem Beitrag direkt entnommen.
Wie pervers: Vögel und andere Mitgeschöpfe müssen dazu dienen um der EU zu signalisieren, daß unser Land gegen die Geflügelpest vorgehe.
Ist dies nicht auch anders ohne das Töten von unschuldigen Tieren möglich?

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20. Februar 2006 23:35

VOGEL-Grippe !

Eckhardt Kiwitt (Eckhardt_Kiwitt)

"Bislang wurde der gefährliche Virustyp H5N1 bei 81 Vögeln festgestellt."

So weit, so gut - oder so schlecht.
Aber soll ich mich deshalb in den unkontrollierten Zustand der Panik versetzen lassen ?

Wenn ich von einem Mutanten des H5N1-Erregers befallen werde, dann stehen meine Überlebens-Chancen nicht gut.
Aber ewig leben werde ich ohnehin nicht - da mache ich mir keine Illusionen !
Ob ich an "Vogelgrippe" sterbe, am Herzinfarkt oder an Altersschwäche - was macht das für einen Unterschied ?

Also Leute, beruhigt euch ein wenig - irgendwann kommt ohnehin der Sensenmann, und ihr kommt ihm nicht aus !
Genießt das Leben und die Freiheit, solange es euch vergönnt ist, und verteidigt beides, so gut es geht - nur die Viren sind stärker, weil sie schneller mutieren als ihr.

Eckhardt Kiwitt
Freising

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20. Februar 2006 19:57

Die Macht der Wörter

Uwe Kühneweg (kuehneweg)

Wenn ich mich nicht irre, hieß die Krankheit, um die es hier geht, bis zum vorigen Jahr noch "Geflügelpest". Wieso firmiert sie nun auf einmal überall als "Vogelgrippe"? Das klingt einerseits verharmlosend, andererseits auch bedrohlich: Die Pest gilt beim Menschen ja als weitgehend ausgerottet, und eine Schweine- oder Hühnerpest scheint weit weg zu sein von uns. Ist es am Ende ein Marketinggag? Die englische Bezeichnung endet auf "-flu", genau wie das Medikament "Tamiflu", das sich auf einmal so gut verkauft hat, ohne daß die Wirksamkeit gegen diese Vogelkrankheit erwiesen ist.
Wieviel weiß man eigentlich über die Übertragungswege dieser Krankheit? Wenn ich die Berichte lese, werde ich den Eindruck nicht los, daß auch die Experten ziemlich im Dunkeln tappen. Oder habe ich etwas Wesentliches übersehen?

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20. Februar 2006 19:01

was fuer ein Unfug

Peter Pohlschmidt (pohlipit)

Was ein sinnloser Aktionismus dort in Ruegen gezeigt wird. Die Vogelgrippe hat sich von Asien bis nach Ruegen per Luft verbreitet. Was sollen dann Desinfektionsbecken fuer Autos etc. verrichten.
Das sieht mir einfach nur nach sinnlosem Aktionismus aus um vorzutaeuschen also ob man alles im Griff hat.

Mfg!

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20. Februar 2006 17:05

Sind wir nicht alle ausnahmslos Laien?

Helga Lenz (Helena13)

Wer vermag schon hier mit wirklicher Kompetenz zu glänzen, und ist es überhaupt real möglich zum Verständnis aller immer alles richtig gemacht zu haben und auch in Zukunft so zu handeln, dass auch dann noch alle zufrieden sind? Unter dieser Prämisse muss mit der Sache kühl und überlegt vorgegangen werden. Wie leicht jemand mit dem was heute gesagt und dann getan wird, schon morgen in schweres Fahrwasser kommen kann, zeigt der Blick in die Tagesmedien.
Da wir alle, selbst ausgewiesene Fachleute und Spezialisten, schon allein das Vorfeld nicht beherrscht haben, müssen andere Gedanken, auch und gerade ungeliebte, gedacht werden. Wir, einige "mittelalterliche" Damen in unserem "Häkelbüddelklub" fragen uns ernsthaft ob in der ganzen Vogelgrippe auch Menschen ihre Finger mit drin haben könnten? Jede Epidemie entwickelt sich aus dem Ungleichgewicht der Kräfte und ist nicht per Verordnung zu bändigen. Epidemien toben sich aus und durch sie entwickeln sich doch erst Resistenzen. Immer gibt es natürliche Opfer, aber die gibt es doch immer irgendwie. Ließe man die Natur in Frieden sich selbst verwalten, sähe es anders aus. Auf Grund der Populationszyklen arbeitet die Natur viel schneller und gründlicher als wir Menschen. In wie weit gerade wir durch unsere immensen Maßnahmen sogar eine Art Biokrieg gegen uns selbst heraufbeschwören, ist hier die zentrale Frage? Oftmals werden im normalen Alltag die Krankheiten durch Hyperdesinfektion gefördert, die es eigentlich zu bekämpfen geht.

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20. Februar 2006 07:51

Töten von Hühnern und anderem Geflügel

Ralf Dreßler (koenigdernachtuhu)

Wie schön es klingt:
"Keulen", statt das Wort zu gebrauchen um was es geht, nämlich töten von Hühnern und anderen Kreaturen.
Nach wie vor ist es nicht belegt, ob die z. Zt. laufenden Massentötungen überhaupt notwendig sind, da noch kein einziger Fall von Infizierung bei Nutztieren in Deutschland nachgewiesen wurde.
Aber es geht wieder einmal ums Geld und dem haben Sie bekanntermaßen hier alle Lebewesen (Mensch oder Tier) unterzuordnen: Wegen der Befürchtung, vielleicht in kürze keine Hühnerprodukte mehr ausführen zu dürfen, müssen nun tausende Mitgeschöpfe sterben.
Eine perverse und zu verachtende Vorgehensweise!
In dieses Bild passt auch das über Jahre hinweg fehlende Engagement bei der Entwicklung eines geeigneten Marker-Impfstoffes für Tiere. Impfen weiter aus wirtschaftlichen Gründen zu untersagen, ein Tierimpfstoff steht hier bereits bereit (!), ist Teufelswerk.

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