24. März 2008 Ein Kajakfahrer ist auf dem Rhein zwischen Wiesbaden und Mainz von einem Frachtschiff überfahren und von dessen rotierender Schraube getötet worden. Man muss davon ausgehen, dass der Kajakfahrer tot ist, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Wiesbaden am Ostermontag über den Unfall vom Samstag. Letzte Sicherheit soll ein Gen-Test von menschlichen Gewebeteilen ergeben, die im Rhein gefunden wurden.
Der Kapitän des leeren Tankschiffs TMS Anthony hatte am Samstagnachmittag in Höhe der Eisenbahnbrücke Mainz-Süd in der Fahrrinne für Großschiffe einen Schlag gehört und eine plötzliche Drehzahlveränderung des Schiffsantriebs bemerkt. Anschließend sah der niederländische Kapitän des deutschen Frachters ein leeres Faltkajak auf dem Wasser treiben und verständigte die Polizei.
Von dem Kajakfahrer fehlte zunächst jede Spur. Rettungskräfte hatten am Samstag und Sonntag stundenlang vergeblich nach dem vermissten Freizeitsportler gesucht. Gefunden wurden menschliche Gewebeteile und die Papiere eines 61 Jahre alten Schweizers. Die Polizei geht davon aus, dass der Kajakfahrer ums Leben kam. Die Gewebeteile werden in der Gerichtsmedizin Mainz untersucht, dies werde aber voraussichtlich einige Zeit dauern, sagte der Polizeisprecher am Montag.
Text: FAZ.NET mit lhe
Bildmaterial: dpa, Marcus Kaufhold