Berichterstattung in Burma

Die Junta will keine Zeugen

Die Machthaber verschwenden viel Energie darauf, Reporter und Hilfsorganisationen aus Burma fernzuhalten. Statt ihrem Volk zu helfen, beweisen sie eine gefühllose Gleichgültigkeit gegenüber Menschen, die alles verloren haben. CNN-Korrespondent Dan Rivers berichtet von seinem Versteckspiel in Burma.

Lesermeinungen zum Beitrag

15. Mai 2008 11:11

So helfen wir nur den Militärmachthabern

Bertram von Steuben (Elim_Garak)

Leider - mit tiefem Mitgefühl für die so schrecklich gebeutelte Bevölkerung - muss gesagt werden, dass, jedes noch so kleine Hilfspäckchen von den Militärs als Eigenpropaganda genutz wird und die diktatorische Macht stärkt und verfestigt. Die Alliierten legten nach dem WKII immer wert darauf, Deutschland nicht "befreit" sonder besiegt zu haben. Das dieser Sieg für Großteile der Bevölkerung eine Befreiung darstellte, bestärkte die westliche Welt in den Jahrzenten danach, verschiedene Völker zu befreien. Auch mit drastischen Mitteln - auch mit, für das Volk, schmerzhaften Mitteln. Eine "Regierung", die sich ihrer Bevölkerung so dermaßen deutlich als "Schlachtvieh" bedient, verdient nicht nur keine Hilfe, sondern, nach humanitären Gesichtspunkten, Verachtung und ein schnelles Ende - auch mit Schrecken durch totale Isolation...

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15. Mai 2008 10:32

Kann mich Hr. Slater und Hr. Villmer nur anschliessen

Gabor von Zoltan (Putinras)

Die müssen so reagieren, denn darauf basiert ihr ganzes System. Unter einem der vorherigen Berichte hat mich die Blauäugikeit jener Leser erschreckt, die offenbar hemmungslos Flüge nach Burma reinschicken würden, auch wenn sie vom Regime nicht erlaubt wären. Einfach weil sie sich "nicht vorstellen" konnten, dass dieses irre Regime Hilfsflüge abschiessen lassen kann. Auch die naive Vorstellung, dass der Staat die Burmesen doch als Steuerzahler benötige, unterstreicht nur, wie weit Europa von Rangun entfernt ist und dass sich hier viele nicht einmal anähernd über die Wirtschaftsstruktur eines Landes im Klaren sind, das einfach ungestört die Bodenressourcen zusammerafft, ganze Volksgruppen eliminiert (die Karen) und daneben etwas Zubrot mit Tourismus (fliesst direkt in die Regimetaschen) macht. Dafür blühen Stammtischverschwörungsideen: Könnten nicht ev."gewisse Kreise" die Situation ausnutzen und das Land besetzen, um die Energiequellen zu kapern? - Als ob die Chinesen nicht schon Militärstützpunkte im Lande hätten und grosse Konzerne (vor allem auch Westkonzerne!) nicht sowieso schon alles rauspumpen was geht, während das Regime die "Drecksarbeit" übernimmt und sicherstellt, dass das Volk nicht vom verdienten Geld sieht.

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15. Mai 2008 10:30

Herr Slater ..

Markus Teuber (arathorn)

warum nun ausgerechnet die USA,warum nicht zB Europa ? Warum verlange Sie nicht von den Europäern,dort militärisch Hilfe durchzusetzen ? Wo die Europäer sich doch sonst immer als besonders edel ,menschenfreundlich und auch "besser" verstehen.Nun könnten sie es auch beweisen. Oder sind Sie auch einer von denen,die von anderen etwas verlangen,was sie selbst nicht zu leisten bereit sind?!

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15. Mai 2008 09:07

Was erwartet man eigentlich...

Jürgen Villmer (Villmer)

Bei den burmesischen Machthabern handelt es sich um Verbrecher, die leider die Waffengewalt innehaben. Die sog. organisierte Kriminalität scheut Zeugen und Kameras ebensosehr. Und solche Subjekte verstehen nur eine Sprache, nämlich die ihrige. Diplomatie ist hier völlige Zeitverschwendung!

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15. Mai 2008 05:35

Der einzige Weg zur Machterhaltung

Peter Slater (Wales-Rhondda)

Also, mich wundert nichts mehr, denn wenn jeder glaubt, Burma wurde wegen diesem Disaster seine Grenzen offnen, der machte sich schon etwas vor. Die grossen Demokratien, wie die USA haben naturlich wieder versagt und hatten mit Gewalt reagieren mussen und die Hilfslieferungen durchsetzen mussen. Gegengewalt oder Anwendung von Gewalt, nur mit diesem probaten Mittel wird Burma nachgeben. Diese Gleichgultigkeit ist es, was Menschen anderer Nationen, z.B aus muslimischen Landern an den USA so hassen, denn jetzt gilt die Floskel "Wenn dort grosste Olreserven waren, ja dann ware Amerika schon langst da!" Diese These ist eine richtige Einschatzung, denn Washington hat sich einschuchtern lassen. Das Militar von Burma hat seine Hausaufgaben gut gemacht und wird diese Lieferungen als Eigenprodukt verkaufen. Das Militar ist der Gewinner in diesem Naturschauspiel. Es stellt sich die Frage, wer ist der Verlierer, die armen Menschen von Burma oder die so grossen Nationen wie Amerika.

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15. Mai 2008 00:15

Wenn jemals eine militärische Intervention Sinne hätte

Michael Menzel (Galenos)

dann wäre das jetzt, sofort, mit allem Kriegsmaterial, das zur Verfügung steht. Wir haben eine Situation vor uns wie 1945 als die Amerikaner UND Russen die KZs befreiten. Die Junta Verbrecher Regierung muß JETZT beseitigt werden, um möglicherweise 1 Million Menschenleben zu retten. Es wäre egal, wer den Umsturz und die Besetzung des Landes vornimmt. Seien es die Chinesen, die ganz sicher genügend militärische und infrastrukturelle Ressourcen haben - auch wenn sie jetzt mit der eigenen Katastrophe beschäftigt sind. Sei es Indien oder sonstige Nachbarstaaten oder die Russen oder die Nato. Es ist alles besser, als die Menschen verrecken zu lassen. Besser ohne oder unter einem fremden Regime überleben als unter den jetzigen Verbrechern zu Grunde zu gehen. Oder will die Welt wegsehen bis ein großer Teil der Burmesischen Bevölkerung tot ist?

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