
Die Qualität sagt mir nicht zu, der Preis ist zu hoch: ich kaufe es nicht. So einfach ist das. Warum soll dieser simple Grundsatz bei Ton/Datenträgern nicht gelten?
Fast alles, was ich unten gelesen habe, sind feige Ausreden für die unreflektierte Gier nach einem ganz bestimmten Musikproramm. Die Technik erlaubt es, sich dieses unentdeckt zu beschaffen - also her damit, und dann noch ein paar Standardsätze über die Musikindustrie hinterhergerufen nach dem Motto haltet den Dieb.
TF

Warum noch CDs kaufen? Was bekomme ich denn für mein Geld?
Die CD ist als Musikträger kratzempfindlich. Die Hüllen sind billigster Plastikschrott. Die Beipackzettel sind nur noch Verpackungsverschönerer und enthalten in den meisten Fällen nicht einmal (leserlich) die Liedtexte, geschweige denn irgendwelche Dinge zum Schmökern. Ich kann nicht sicher sein, dass der Kopierschutz unproblematisch für meinem etwas älteren CD-Player geeignet ist. MP3-Dateien für den mobilen Hörgenuss sind natürlich auch nicht vorhanden. Einzelne Musikstücke kann ich nicht entfernen und eine eigene Zusammenstellung aus zwei CDs des gleichen Interpreten kann ich mir auch nicht zusammenstellen.
Viele erfüllen sich diese Anforderungen notgedrungen im Internet, aber ich denke, einer noch größeren Anzahl von potentiellen Kunden ist die Lust an neuer Musik inzwischen ganz vergangen.

napster war auch schon p2p. das aller erste eben.

1. Ich würde einem Kommentar eigentlich gerne eine härtere Note geben als "belanglos", nämlich "ärgerlich und dumm". Das Urheberrecht abzuschaffen, weil es Anwälte gibt, die es missbrauchen, wäre nämlich genauso klug wie wegen eines Fehlurteils das gesamte Strafrecht abzuschaffen. Vielleicht könnte das faznet ja mal die Wertungsskala verbreitern?
2. Kazaa war nie ein Server-System, sondern das erste erfolgreiche Peer-to-peer-System (und zudem eine fiese Werbeschleuder). Der Autor meinte wohl Napster.

...ist nichts, aber auch GAR NICHTS hinzuzufügen. Wir sehen es beim Kraftstoff, wir sehen es bei den Fahrschulen (vergleichen Sie mal die Anzahl Fahrstunden der 1960er mit denen von 2007 oder einfach die Preise unterm Strich). Dies sind nur zwei Beispiele.
Etliche Bands verkaufen ihre Alben auf eigenes Risiko und verlangen dafür zwischen 3 und 6 Euro. Niemand aus der Musikindustrie kann mir erzählen, dass der Aufwand, ein Album zu produzieren den derzeitigen Preis rechfertigt. Und solange die Produzenten mit ihrer S-Klasse vorfahren werde ich an meiner Meinung auch nichts ändern. Meine Lieblingsbands unterstütze ich übrigens mit Eintrittskarten für Konzerte...
Genauso bezieht sich meine Meinung übrigens auf Filme, wobei ich doch relativ oft ins Kino gehe. Weil ich eine große Leinwand und Surround-Sound will - und nicht, weil ich den Regisseur für bedürftig halte.

Ja, die Zeiten haben sich bereits geändert.
Ich habe mir die neueste Radiohead CD aus dem Netz heruntergeladen. Und es stimmte: Ich dufte mir den Preis selbst aussuchen (Minimalpreis jedoch 1 GBP zzgl.Bearbeitungsgebühr von 0,45 GBP).
Unglaublich! Für 1,45 GBP bekam ich den Link zum Download. Perfekte Abwicklung, keine Lauferei und die Abbuchung auf der Kreditkarte war auch korrekt!
Dies bedeutet nicht etwa einen Verlust für die Branche, da ich Radiohead vorher nicht kante und niemals die CD gekauft hätte. Umsatzplus: 1,45 GBP
Für die Musikindustrie ein herbr Rückschlag, da Radiohead ihre Musik an der Plattenfirma vorbei an den Kunden bringt.
Ist der Kunde oder die Band deswegen schlecht, unmoralisch oder gar kriminell? Ich denke nein, da es sich lediglich um die Eliminierung einer Handelsstufe handelt. Man könnte es auch mit "Farikverkauf" oder "Outlet" umschreiben. Kurz: Es wurde ein moderner "Wegelagerer" ausgeschaltet. Strukturwandel dank Internet...

... bevorzugt an einem Strang ziehen - und zwar gegen die Bürger auf der anderen Seite. Wie gesagt: Wir leben eben in einer echten 'Demokratie' (wörtlich: 'Volksherrschaft') - da bleibt einem das Lachen glatt im Halse stecken. Die Bürger werden mit abenteuerlichen und ständig verschärften Gesetzesregelungen und Vorschriften (auch auf anderen Gebieten, z.B. der Meinungsausübung) gegängelt, bedrängt und - wie der Beitrag zeigt - von staatlich gelenkten 'Agents Provocateur' und auf Basis künstlich aufgeblasener Streitwerte abgezockt. Und die Polizei freut sich, wenn es wieder mal ein neues Gesetz gibt, das geeignet ist, ihre Bedeutung aufzuwerten ... Da wird nicht nach Inhalten gefragt !
Mich wundert nur, dass der Bürger sich das alles gefallen lässt und immer wieder Dieselben wählt.

Löst man die wirtschaftlichen Probleme, die mit "Tausch"-börsen einhergehen, so löst man das Gesamtproblem. Die spannende Kernfrage ist: Wie kann der Werkschöpfer so entlohnt und belohnt werden, sodass er möglichst viele weitere gute Werke schafft?
Eine Pauschale birgt das Problem, dass die Verteilung geklärt werden muss. Hier kann man bei den "Tausch-"Börsen mitzählen. Wenn ich Berichte über existierende Umlagesysteme wie VG Wort/GEMA lese, habe ich allerdings Zweifel, ob das so gerecht ist und da nicht bestimmte Gruppen besser abschneiden als andere. Ferner kann die so gemessene Zahl nur ein Indikator sein, da sie nicht misst, wie viel außerhalb kopiert und genutzt wird. Außerdem stellt sich die Industrie ja bereits bei Druckern etc. bzgl. Pauschalen quer.
Die Musikindustrie wird leider immer auf die Major Labels reduziert. Das Problem trifft aber jeden kleinen Werkschöpfer, und den ggf. um so härter (kein Speckgürtel). Die Lösung sollte am Ende auch nicht so aussehen, dass es sich lohnt, nur schnell mal zig Jamba-Klingeltöne zu produzieren (Quick Trash).
Dass dann ausgerechnet immer die Millionäre der Musikbranche zitiert werden, macht stutzig. Haben sie schon vergessen, wer sie nach oben gebracht hat?

Hallo,
ich bin selbst einer der straffälligen Jugendlichen gewesen. Die Sache ist, ich hatte 20€ im Monat Taschengeld, was dazu verdienen hat man mit 12-13 Jahren noch keine Lust drauf, bzw. darf man rechtlich warscheinlich noch nicht mal, (Kann mich erinnern das man ab 14 J. Zeitungen austragen durfte) die Bravohits sollte ca. 32€ kosten, darauf waren ca. 40 Titel die nach 1,5 Monaten schon nicht mehr "Up to date" waren. Die Top100 kam in den Tauschbörsen jede Woche neu raus. Der Preis war ein Klick und die DSL-Rechnung die Papa bezahlt. Somit fiel die Entscheidung nicht schwer.
Das war vor 5-6 Jahren!! Nun ist es etwas schwieriger geworden für Laien ungefährlich an die Daten zu kommen. Der Preis ist leider immer noch der selbe oder ein Höherer. Klar, mittlerweile hat man mehr Geld, aber hat man lust auf einmal Geld für etwas was man auch in besserer Qualität umsonst bekommen kann.
Die Industrie muss die Preise senken, sonst sehen Kinder in einer immer größer klaffenden 2 Klassen-Gesellschaft keinen anderen Weg, um die Daten auf ihren MP3-Player zu laden und beim täglichen Schulhofgeprolle den anderen noch das Wasser reichen zu können!
Schönen Gruß noch!
Und denkt mal drüber nach,
!!!Nichts geschieht ohne Grund!!!

Seit Anfang der 90'Jahre ist aus NY bekannt, daß viele Musiker ihre Werke nur noch ins Internet stellen. Vollständig oder in Fitzeln, ganze CDs voll mit Anspielungen. Siehe Joe Beck, einer der heftigsten Kritiker der amer. Musikbranche. Die einerseits übertriebene Beschlagnahmung jeglichen Computermaterials, die gelinde gesagt schwache Erfolgsrate, sowie die Zipperlein der GEZ, lassen hierzu den Gedanken entstehen, daß es sich um einen Existenberechtigungsnachweis handelt, welcher komplett an der Realität vorbeiläuft. Völlig legal kann man heute über das Internet Radiosendern zuhören, welche einen mitschneidbaren Datenstream anbieten. Aber hallo! Nix kopiert oder ausgetauscht! Öffentliches Eigentum! Unsere staatlichen Sender unterhalten selbst Abteilungen zum nachträglichen Sendenachweis. Computererfahrene Kids tauschen sich eh anders aus. Verschlüsselt und gezippt. Als alter Analog-Banause digitalisiere ich hie und da auch mal eine Venyl-Scheibe, da es das Produkt im Handel nicht mehr gibt. Einem Hausdurchsuchungsverlangen würde ich gelassen gegenüberstehen. Wirkungslos - im Zweifel mit Gegenanzeige wegen ungerechtfertiger Amtsanmaßung. Musikerfreunde und ich produzieren schon lange CDs ohne Labelcode. GEMA für wen?

An mir verdient die Musikindustrie keinen Cent mehr, höchstens indirekt (GEZ usw.).
Solange sie ihre Geschäftspraktiken nicht ändern, höre ich nur noch Radio und dank Software wie ClipInc. stelle ich mir mein ganz persönliches Programm zusammen, und das völlig legal. Ich kaufe keine CD mehr, die dank Kopierschutz in meinem Autoradio oder meinem Notebook nicht läuft. Ich lade mir auch keine DRM-Verseuchten Titel herunter die, noch dazu in minderwertiger Qualität, nur einmal auf meinem Rechner verschoben werden dürfen, und der Spaß kostet dann auch noch 2€ je Titel. Überhaupt sollte das Urheberrecht für Musik nur bei einer Gewerbliche Nutzung greifen und für Privatpersonen frei sein. Dann kann sich die Industrie und die Justiz auf die Jagt der professionellen Raubkopierer konzentrieren und Kinder und alle anderen Musikfans endlich in Ruhe lassen. Wenn jemand eine CD haben will, weil er/sie den Künstler gut findet, kauft er/sie die auch, sofern der Preis nicht völlig überzogen ist, was meiner Meinung nach momentan der Fall ist.

Sie sind korrekt informiert, auf Geräte und Verbrauchsmaterialien mit denen es möglich ist, urheberrechtlich geschütze Werke zu vervielfältigen, wird eine pauschale Abgabe erhoben. Dies erfolgt unabhängig davon, ob die Geräte oder Materialien tatsächlich dazu verwendet werden. Betroffen sind z.B. Kopierer, Drucker, CD oder DVD Rohlinge, Festplatten, "MP3-Spieler" etc.
Der Gesetzgeber will so "Kreative" entschädigen, ohne mit zig millionen Verfahren gegen die kopierende Bevölkerung vorgehen zu müssen. Vielleicht wäre es an der Zeit, dieses Prinzip auf das Internet auszudehnen. Erste Tendenzen dazu gibt es ja, so hat eine kanadische Interessenvertretung von Kreativen (Songwriters Association of Canada, SAC) eine pauschalabgabe von 5 can. $ pro Monat auf Internetanschlüsse vorgeschlagen, mit der privates kopieren über das Internet "abgegolten" wird. Deutsche Verbände sind da noch schwerfälliger.

Ein toller Beitrag über das Vorgehen der Musikindustrie. Durch die Gelder aus Schadenersatzklagen soll Aufklärung finanziert werden. Davon ist aber nichts zu sehen. Die einzige Aufklärung gegen die Kriminalisierung der Schulhöfe die ich kenne kommt von einem gemeinnützigen Verein. TauschNix e.V. der zeigt auf seiner Website, wie sich Jugendliche schützen können und welche Alternativen es für die Tauschbörsen gibt.
Diese Alternativen habe ich hier auch vermisst. Die Privatkopie aus dem Internetradio ist legal und mit Software wie ClipInc. und Co. kostenlos und sehr simpel. Eine Erweiterung um diese Themen hätten dem Beitrag einen runden Abschluss gegeben.

Und last but not least: Liebe Musikindustrie: Vll. sollte man derartige Tauschbörsen nicht nur als Risiko sondern vielmehr als Chance / Platform nutzen. Der Vertieb sogenannter Samples sollte hier schnell und flächendeckend möglich sein. Promotapes, oder ganze mp3- Alben, die lediglich in ihrer Soundqualtität auf vll. 50kbit/s downgegradet sind, sind sicherlich die beste Werbung für ein gutes Album.
Bedenklich wird es dann nur, und damit stimme ich meinen Vorrednern gerne zu, wenn das Album nicht das hält was es verspricht. Sprich, es ist langweilig.
Gute Musik wird sich besser vermarkten lassen, wie jemals zuvor, der oft angesprochene Einheitsbrei wird hinten runter fallen.
So kann man vorher hören, was man kauft, die Verkaufszahlen für gute CD's werden steigen, schlechte CD's bleiben Ladenhüter.
Aber das will ja anscheinend niemand. Vielmehr soll der Verbraucher die Katze im Sack kaufen und wieder einmal ausgeschröpft werden.
Bin gespannt, wie lange ihr das noch schafft!

Dieses Thema sollte m.E. aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet werden. Zum ersten: Die "nichtsahnenden" Kinder. Liebe Eltern, wie lange wollt ihr euch noch den Bären aufbinden lassen, das euer Kind bei der Installation eines Client Programms für den illegalen Tausch von urheberrechtlich geschützen Texten / Musik / Filmen nicht ganz genau weiß was es da tut? Nicht umsonst ist das Herunterladen der Installationsdatei dieser Programme mitunter recht schwierig und oft nur von dubiosen Seiten machbar. Des weiteren sind unsere Kleinen sehr aufgeweckt. Es wird sicher viele Pausenhofdiskusionen geben, in denen sich dann Betreffende mit den neuen, bewusst illegal erworbenen Titeln brüsten. Die Aufklärung über die Tragweite solcher Downloads und der damit verbundenen rechtlichen Schritte ist Sache der Eltern!
Zum zweiten bin ich klar für strafrechtliche Verfolgung solcher Tatbestände. Allerdings besteht ein himmelweiter Unterschied zwischen der strafrechtl. Verfolgung durch die Staatsanwaltschaft und der zivilrechtl. Verfolgung durch diese widerlichen Hetzanwälte. Letzerem ist klar ein Riegel vorzuschieben.

Ich will illegale Downloads nicht rechtfertigen. Ich denke aber, dass die Musikindustrie sich und ihre Produkte hinterfragen sollte - vielleicht liegen die Ursachen für sinkende Verkäufe ja doch an der Qualität der Produkte. Hier wäre eine kritische Selbstanalyse womöglich hilfreicher als hysterische Verfolgungen von Schülern und deren Eltern. Ich bin der festen Überzeugung, dass wirklich gute Musik auch heute und zukünftig noch Käufer findet. Vielleicht haben aber nur immer mehr Verbraucher kapiert, dass Mode-Lala ohne Zeitwert keine Investition von 15 Euro rechtfertigt.
Ich habe ernsthafte Zweifel, ob die Downloads wirklich anstelle von Käufen treten, oder ob nicht die Leute ohne diese bequeme und billige Möglichkeit einfach auf die Musik verzichtet hätten, die oft kein Geld wert ist.
Übrigens: Verbraucher werden hier allein durch den ständigen Medienwechsel gemolken. Wie viele einstmals teuren Sammlungen von Videofilmen oder Schallplatten wurden entsorgt? DVD- und CD-Sammlugen droht nun ein ähnliches Schicksal, nur wenige Jahre, nachdem DVDs überhaupt verfügbar wurden.
Und jedes Mal kommen dieselben Produkte auf anderen Medien wieder auf den Markt, um nochmal abzusahnen.

Ist die Musikindustrie nicht prozentual an den Rohlings CDs beteiligt? Ich meine vor nicht allzulanger Zeit gelesen zu haben das ein geringer Prozentsatz genutzt wird um die arme Musikindustrie zu unterstuezen. Dabei ist es den herren vollkommen egal ob ich meine CDs fuer Daten verwende oder Lieder ...

in dem Artikel vermisse ich eine Erklärung dafür, auf welcher Rechtsgrundlage die Beschlagnahme aller PCs und deren Versteigerung beruht. Wenn man eine technische Kausalkette betrachtet, dürften an sich nur Splitter, Modem, Router und der PC des Sohnes beschlagnahmt werden. Eine sehr weite Auslegung würde dazu führen, daß auch die Tische und Stühle der PC-Arbeitsplätze und soghar die Raumbeleuchtung zu beschlagnahmen wären. Die Darstellung dieser Rechtsfragen wäre interessant. Ansonsten kann gar nicht genug darüber informiert werden, wie schutzlos der Bürger letzten Endes der Justiz ausgeliefert ist.

Als die Musikindustrie angefangen hat ihre Konsumenten zu kriminalisieren, habe ich konsequent aufgehört CDs zu kaufen.
Das schöne ist, dass ich eigentlich niemanden mehr kenne, der CDs kauft.
Ich werde den Tag feiern, an dem das letzte Major-Label Konkurs anmeldet.
"Wer den Krieg will, der soll ihn haben." (Moses P.)

Heutzutage wird beständig gepredigt, daß Kinder frühzeitig an den Computer herangeführt werden sollen. Hierbei lassen sich diese jedoch nur sehr bedingt kontrollieren. Angesichts der abartig hohen Preise für Musik-CDs verwundert es also nicht, daß insbesondere Kinder sich die gewünschten Musik-Titel aus dem Internet holen. Schließlich ist dies wirklich kinderleicht und auch Kinder wollen bei ihren Freunden "in" sein.
Während meines Studiums war ich selbst als DJ tätig. Meine Musikausstattung hätte ich mir auch kaum zum normalen Preis leisten können. Eine neue CD für 40,00 - 50,00 DM war damals einfach nicht drin. Somit habe ich damals diese CDs aus Restposten gekauft. Eine dieser CDs kostete mich 2,50 - 5,00 DM. Jetzt erkäre mir jemand bitte, wie es sich für Geschäfte noch gelohnt hat CDs für maximal 10% vom normal-Preis zu verkaufen...
Ist der Verlust der kompletten Daten eines Selbständigen, wie im Artikel beschrieben, nicht einfach erfunden, so sehe ich dies als eine absolute Katastrophe an. Ich bin ebenfalls selbständig und für mich würde dies den absoluten Ruin bedeuten. Dann könnte ich nur hoffen, daß mich wenigstens HartzIV nicht im Stich läßt...

Es fällt mir schwer, Ihren Artikel ernst zu nehmen. Dass das eingangs dargestellte Szenario "nicht erfunden", ja gar "Alltag in Deutschland" sein soll, dürfte wohl eher dem Wunschdenken der Musikindustrie entsprechen, dem Sie mit Ihrem reißerischen Propaganda-Artikel auch noch Vorschub leisten.
Der Grafiker sieht seinen Computer also nie wieder, weil der versteigert wird, ja? Voraussetzung wäre eine Einziehung nach §§ 110 UrhG, 74 StGB. Diese ist aber nur im Rahmen eines Strafverfahrens möglich und unter Beachtung der Verhältnismäßigkeit möglich; Ein paar illegale Dateidownloads dürften in aller Regel aber nicht einmal im Zuge der Beweissicherung die Durchsuchung der Festplatte des - überdies an der Straftat nicht beteiligten - Grafikers mit all seinen Geschäftsgeheimnissen rechtfertigen, geschweige denn eine (Dritt)Einziehung.
Solange es keine Gefährdungshaftung für PC-Besitzer gibt und das Überlassen des PCs an ein Kind keine Aufsichtspflichtverletzung nach § 832 BGB darstellt, kann die Musikindustrie Schadensersatz nur vom Täter selbst fordern. Auch ist der Schaden konkret nachzuweisen und dürfte zumindest bei einem bloßen Download eines Musikstücks dessen Verkaufspreis entsprechen und niemals 10.000 Euro erreichen.

Ich höre immer wieder das mangelnde Unrechtsbewusstsein, wenn man sich Daten runterlädt.
Da liegt vermutlich auch das Problem, wie bereits angesprochen. Wieso um Himmels Willen soll man so etwas wie Mitleid verspüren mit einer Maschinerie, die sich mit größtenteils unterirdischem Material über Jahrzehnte hinweg einen so enormen Speckgürtel angefressen hat, dass sie mittlerweile die Macht besitzt, die Gesetzgebung vieler Länder zu ihren Gunsten zu beeinflussen?
Der Witz wurde doch schon deutlich als die Reduzierung der Produktionskosten beim Wechsel von Vinyl auf CD nicht an die Verbraucher weitergegeben wurde. Diejenigen, die damals ein Heidengeld zu Saturn geschleppt haben, holen sich nur zurück, was niemals hätte gezahlt werden dürfen.
Hier hat der Verbraucher nur zu deutlich zu spüren bekommen, dass er einzig und alleine dazu da ist, gemolken zu werden. Und wenn ich mir dann auf "MTV Cribs" anschauen muss, in welche Dekadenz das Geld so fließt, dann kommt mir das kalte Grausen.
Wie die Verlustrechnungen der Konzerne zustande kommen, ist ein weiteres Thema, das beleuchtet werden sollte.
Und viele kreative(!) Künstler haben den Vertriebsweg über das Internet bereits für sich erkannt und nutzen ihn erfolgreich.

Problematisch, da man nicht eindeuitg nachweisen kann, wer am Rechner saß und der Eigentümer der Leitung Kompetenzen nachweisen müsste, die unabhängig von ihm festgestellt wurden und eine eindeutige Aufschlüsselung, was wo down- oder upgeloadet wurde, möglich sein muß (man muß nachweisen, daß es möglich ist). Dann kommt noch hinzu, daß man beim leechen und seeden (andere Wörter für "runterladen" und "zur Verfügung stellen") und von torrents ein ganzes File hoch- oder runtergeladen wurde und nicht nur Segmente. Das Copyrigth ist ohnehin fragwürdig, da ier mit dem Wort "geistig" gearbeitet wird, worauf man entweder, wie mit dem Wörtchen "Gott" auf nichts (als das Wort selbst) oder auf den Körper einer Person verweist - und dessen Struktur ist abhängig von dessen Umfeld: jemandem, dem mehr Probleme in den Weg gestellt werden und der nicht in einer Konventionsgruppe gebunden ist, der kann sich nicht mit der Lösung anderer Probleme beschäftigen und somit kein copyright geschütztes Material zur Verfügung stellen.

Es ist traurig mitanzusehen, wie munter auf Kosten anderer kopiert wird, ohne daß es irgendwen juckt. Ist ja nicht das eigene Geld. Soll der Komponist doch auf der Bühne komponieren und der Texter auf der Bühne texten! Natürlich ist so eine Forderung (und vorher bereits der Gedankengang, nur Liveperformances wären bezahlenswert) Blödsinn, denn im Musikgewerbe verdienen (wie auch in anderen Unternehmen, die nichts mit Musik zu tun haben) viele Leute sich ganz zurecht ihr Brot, ohne jemals auf einer Bühne gestanden zu haben. Die Branche besteht nicht nur aus Madonnas. Und nicht umsonst sind in diesem Land gewisse Dinge illegal. Dazu zählt auch das Verbreiten urheberrechtlich geschützter Werke, wenn das vom Rechteinhaber nicht ausdrücklich gestattet wurde. Angesichts der überzogenen Maßnahmen Einzelner sollte man deshalb nicht aus dem Auge verlieren, daß eine illegale Handlung eine illegale Handlung bleibt und man Konsequenzen vermeiden kann, indem man ganz einfach keine urheberrechtlich geschützten Werke (dazu zählen auch Bücher, Bilder etc.) im Internet verbreitet. So einfach ist das. Beschwert Euch nicht, daß andere ihre Arbeit nicht gratis an Euch verteilen! Schafft selbst etwas!

ist doch der kackpunkt an dem eltern der strafunmündigen täter zur kasse gebeten werden. hier muss die kritik ansetzen. schliesslich und endlich wird der, im artikel beklagte, mißbrauch durch anwälte und musikindustrie erst durch die zahlenden eltern lukrativ. falls hier keine anpassung der gesetze erzielbar ist stellt sich die frage des mittellosen beschuldigten. denn dies dürfte wohl auf die mehrzahl der minderjährigen zutreffen. auch die beschlagnahme und spätere versteigerung des pcs dürfte damit nicht länger rechtens sein. oder darf unser staat mein auto behalten, wenn es mir gestohlen wird und für einen raubüberfall benutzt wurde? auch erzieherisch dürfte dieser weg der bessere sein, denn die illegalität solcher downloads steht nicht zur debatte. eltern könnten ihren kindern zur seite stehen. es besteht jedoch meines erachtens keine verpflichtung der eltern die zeche für die kinder zu bezahlen und abmahnanwälten oder der musikindustrie den lebensunterhalt zu finanzieren.

Herr Brandl schreibt es ganz richtig: Die Printverlage haben sich auf die neuen technischen Gegebenenheiten und das sich immer stärker veränderte Medien-Nutzungsverhalten (vorbildlich) eingestellt. Auch eine gedruckte Zeitung wie die FAZ verliert an das Internet, aber anstatt die Leser zu kriminalisieren, greifen sie den Trend auf, investieren viel Geld und versuchen peu a peu auch über die Online-Ausgaben Umsätze und schließlich Geld zu machen. Viele Medien sind hier sogar Technologie-Treiber und helfen zur Verbreitung von z.T. neueren Web 2.0-Tools
Was aber macht die Musikindustrie? Das sollten sich die Manager einmal in visionären Szenarien überlegen. Bisher dachte ich, dass die Treiber von Musikumsätzen Modeströmungen und Lifestyle-Änderungen sind, kurz: Dass Musikkäufer jung sind und damit heute entsprechend auch stark Online-affin. Aber die Zielgruppe und ihr Verhalten scheint wohl egal zu sein - sonstens hätte man sich von den tradierten Absatz-Methoden bei Sony und Co wohl schon längst verabschiedet und würde nun nicht zu Staatsanwalt und Polizei laufen.
Man denke nur an die Digitalkamera. Sie hat in wenigen Jahren eine komplette Foto-Industrie überflüssig gemacht (Labore, Filmhersteller etc.). Wer zu spät kommt...

Die Verbraucher in Frankreich und Großbritannien seien bereit, 50€ pro CD zu zahlen. Dort müsse der deutsche Verbraucher auch hin. (Anmerkung: Produktionskosten / CD maximal 4 €. Und dann ist das Booklet aber richtig aufwendig)
Wundert sich noch jemand, dass ich diese Leute, die den Hals nicht voll genug kriegen konnten, nicht wirklich bedauere?
Dennoch kaufe ich weiterhin die Musik, die mir gefällt: schließlich sollen die Interpreten auch was davon abhaben.

Ich bin kein Jurist, aber einer der prägenden Grundsätze unseres Rechtssystems ist doch wohl die Verhältnismäßigkeit. Der angenommene Schaden ist viel zu hoch. Das ganze Abmahnrecht begünstigt die gewerbsmäßige Abzocke. Daß die Justiz das nicht radikal unterbindet, ist ein weiterer Beleg dafür, daß sie massiv durch kommerzielle Interessen beenflußt wird (siehe auch Schrottimmobileien, Contergan und andere Fälle). Wir leben längst in einer Bananenrepublik.
Ansonsten kann ich der Musikindustrie nur zu ihrer Politik gratulieren. Kopiersperren, die gegen technische Standards verstoßen und die legale Nutzung einschränken oder sogar das Bestriebssystem eines Computers verändern, schrecken nur ab. Deshalb habe ich schon einige CDs nicht gekauft. Best Of Alben, bei denen wichtige Lieder fehlen, oder Alben mit nur einem wirklich guten Lied, was soll das. Es werden auch keine richtigen Künstler wie Abba mehr aufgebaut, sondern mit Casting Shows Eintagsfliegen gehyped.
Tauschen sieht heute auch anders aus: Musik auf die externe Festplatte kopieren, zum Freund gehen, dort mit seiner Musik synchronisieren. Wenn das genügend viele machen, ist das viel effektiver als online tauschen. Die Festplatten sind mittlerweile auch spottbillig.

Sehr geehrter Herr Brandl,
natürlich kann man das Gebaren einzelner Anwälte geißeln, Fehlverhalten von Kindern zu verfolgen und damit viel Geld zu verdienen.
Doch warum ruft die kritische Presse eigentlich dazu auf, Straftaten massenhaft unaufgeklärt zu lassen? Warum bricht die FAZ eine Lanze für illegale Nutzung? Der ganze Beitrag ist nur dann sinnvoll, wenn die FAZ tatsächlich die Abschaffung des Urheberrechts propagiert und die gesamte Vervielfältigung von Musik in private Hände übergibt. Warum soll jeder auf einmal geistiges Eigentum ungestraft stehlen können? Nur weil es ein neues Transportmittel nämlich das Internet gibt?
Ich will es einmal mit einem Vergleich probieren: Darf man Kartoffeln klauen, bloß weil jemand den Lastwagen erfunden hat? Wohl kaum. Und deswegen ist es auch in Ordnung, wenn man tausende Künstler nicht einfach rechtlos stellt, bloß weil die Umsonst-Mentalität der Internetgemeinde sich lautstark Gehör verschafft. Dass die Musikindustrie den Trend verschlafen hat und keine brauchbaren Strategien entwickeln konnte, ändert nichts an der Tatsache, dass viele Plattenfirmen und Künstler existentiell bedroht sind. Wer diese zerstört, darf sich nicht wundern, wenn er nur noch "Superstars" mit Gaga-Musik hört.

Na,dann warte ich mal bis daß sie mit LKW's und MEK unsere zweidutzend PC's in unserer Firma "Körperschaft" und privaten Räumen abbauen und die Firma ruinieren.Ob Mama,Papa Kind und Kegel plus eine Menge Mitarbeiter. Alle nutzen info@........ Müssen sie lange suchen und mindestens 15 -20 an den PC's und Server tätige Leute verhaften.Namentlich registrierte Privat-IP's gibt es bei uns nicht. Allein schon wegen Tracking-Methoden.

"Wer illegale Tauschbörsen und rechtlich bedenkliche Download-Sites meidet, hat dennoch eine sehr einfache Möglichkeit, absolut legal und kostenlos an aktuelle Chart-Hits sowie weniger populäre Songs zu kommen."
einfach mal googlen: legal webradio
Denn das Mitscheiden vom Webradio ist wie das klassische Mitscheiden einer Radiosendung mit einem Kasettenrecorder.... Am Anfang und am Ende quasselt meistens auch jemand rein - wie früher eben.
Dafür klingelt es morgens nicht an der Tür.
Es hat eben alles seinen Preis. Ich zahle es lieber mit einem paar sekunden Gequatsche, die ich wegschneide....
Aber: Achtung: Mitschnitte aus dem Web-Radio dürfen Sie keinesfalls über Tauschbörsen anbieten, von dort herunterladen oder als Kopie an Dritte weitergeben.

Da ich auch selbständig bin und als Programmierer/ Berater intensiv auf die Nutzung von Notebooks und PCs angewiesen bin, wäre eine solche staatsanwaltliche Aktion für mich das unternehmerische Aus und das obwohl ich für mögliche Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten meiner Kinder nicht verantwortlich bin bzw. nur dann wenn ich meine Aufsichtspflicht verletzte.
Selbstverständlich komme ich meiner Aufsichtspflicht nach, in dem ich meinen Kindern erkläre was bei Nutzung des Internets verboten ist, und in dem ich eine Firewall und eine Kindersicherung installiere. Aber Hintertüren gibt es immer und die lieben Kleinen sind erfinderisch. Also wer schützt mich jetzt vor meinen Kindern???

Die Strategie der Medienkonzerne ist gar nicht so dumm. Öffentlich beklagen sie sich über Verkaufsrückgänge und schieben es den Tauschbörsen in die Schuhe...andererseits würde es mich auch interessieren wieviel sie in Wirklichkeit durch diese "Hexenjagd" verdienen. In welche Hände gelangt dieses Geld eigentlich? Vielleicht beweist sich diese Jagd als effizientere und billigere Business-Variante...

Dass das Problem "Tauschbörsen" dazu führt, dass in der Bevölkerung teilweise nach einer Abschaffung des gesamten Urheberrechts gerufen wird, ist erschreckend.
Es handelt sich bei den Massenabmahnungen zweifellos um eine Abzocke ersten Ranges, doch der Schutz des geistigen Eigentums ist im Zeitalter der Kommunikations- und Informationsgesellschaft genauso wichtig wie der Schutz des Sacheigentums.
Wer das nicht begreift, sollte sich für einige Stunden mit dem Sinn und Zweck des Urheberrechtsschutzes auseinandersetzen (Wikipedia hilft!)...

Es ist mir vollkommen unklar, wie es sich eine ganze Industrie erlauben kann, so mit den zukünftigen Kunden umzuspringen. Dagegen sind die GEZ-Machenschaften noch harmlos. Sollte die Musikindustrie nicht einmal darüber nachdenken, dass sie sämtliche neue Trends verschlafen hat? Während in den Läden immer noch CD's zu völlig überteuerten Preisen stehen, gibt es im Internet ein reichhaltiges und legales Angebot an Onlineradiostationen, creative CD's und Alben, die von Bands zu fairen Preisen direkt und ohne Plattenlabel verkauft werden, Myspace usw.. Überall bekommt man mittlerweile mehr für sein Geld (Elektronik etc.) während bereits bei der Entnahme des Covers einer gekauften CD für 16 Euro dieses durch die Noppen der Steinzeitplastikhülle beschädigt wird. Außerdem wird viel zu viel Billigmusik von der MI publiziert. Wer will so etwas in Zeiten ständig steigender Preise noch kaufen? Anscheinend kaum jemand! Und extrem verlustbehaftete mp3 für einen Euro pro Song online anzubieten ist auch nicht gerade zukunftsweisend. Des weiteren ist die Vorgehensweise bei der Suche nach den vielen minderjährigen "Kriminellen" (Dateien von deren Rechner runterladen) selbst schon kriminell! Wieso lässt das der Gesetzgeber überhaupt zu?

Die Aufregung über einzelne Strafverfolgungsmethoden ist in Einzelfällen sicher nachvollziehbar. Auch das "Abmahnwesen" wird seit einiger Zeit zu Recht kritisch diskutiert - das gilt aber nicht nur für Anwälte der Musikindustrie.
All diese berechtigte Kritik ändert aber nichts daran, dass das illegale Herunterladen von Musik (und mittlerweile ja auch von Filmen) eine Straftat darstellt und eindeutig gegen geltendes Recht verstößt. Diese eigentlich ganz banale Tatsache scheint immer noch nicht im allgemeinen Bewusstsein verankert zu sein - illegale Tauschbörsen-Downloads sind mittlerweile salonfähig geworden und in manchen Köpfen bestenfalls ein Kavaliersdelikt. Zum fehlenden Unrechtsbewusstsein kommt die weit verbreitete (natürlich falsche) Annahme, im Internet sei man komplett anonym.
Das Verschlafen der digitalen Zukunft durch die Musikindustrie lässt sich trefflich diskutieren, auch die Brauchbarkeit legaler Download-Alternativen (Stichwort: DRM). An der Rechtswidrigkeit massenhafter illegaler Internet-Downloads, die Jahr für Jahr riesige Schäden verursachen, ändert das aber alles nichts. Und insofern muss die Strafverfolgung in diesem Bereich genauso selbstverständlich u. konsequent sein, wie wir es anderswo auch erwart

als bei dieser Aktion geht es kaum noch. Da werden finanztechnische Unterlagen eines Selbstständigen zerstört, zudem noch seine gesamte Auftragslage und Datenbestand - nur um im Endeffekt festzustellen, das es sich um ein Bagatellfall handelt! Ich hoffe das sich der Beklagte einen guten Anwalt nimmt und die Bundesregierung für diese sinnlose Aktion auf Schadensersatz verklagt! Und die Musikindustrie, die wahrscheinlich das Verfahren angeleiert hat, sollte auf das 10-fache verklagt werden. Die sollten ihre Musik zu ordentlichen Preisen verkaufen, da es sinnlos ist, das sich ein Künstler durch den Verkauf eines Songs bzw. einer gesamten Platte sein Leben finanzieren kann. Nur durch gute Marktpreise wird das illegale Downloaden vermieden und nicht durch solche Aktionen. Genauso wie Werbung mit 5 Jahren Haft für Raubkopierer und Kinderschänder bekommen Bewährung und werden zur Ableistung von Sozialdiensten in Kindergärten verurteilt! Hoche lebe die Deutsche Justiz

Oje! So einen Artikel hätte ich eher bei Spiegel oder (schlimmer noch) Heise erwartet. Dort werden auch gerne irrelevante, aber sympathieheischende Details genannt, um die Unschuld der Betroffenen hervorzuheben. Z.B. käme dafür "13 Jahre alter strafunmündiger Sohn" oder "arbeitslose Mutter" infrage. Beim FAZ-Autor Horst Brandl gibt es dazu noch ein "hat Musik aus dem Internet kopiert" als Begründung für die Aktion der Polizei. Das wird wohl kaum der Fall gewesen sein. Nicht nur die Behauptung, daß das (offensichtlich deutlich überzogene) Vorgehen der Polizei "Alltag in Deutschland" sei, diskreditiert den Artikel, sondern auch solche Kleinigkeiten (von denen der gesamte Artikel nur so wimmelt) wie der Umstand, daß Begriffe wie "Musikdiebe" in Anführungszeichen gesetzt werden. Sachlich mag das richtig sein, aber ich zweifle sehr daran, daß Sachlichkeit Motivation des Autors war. Schade drum, daß auch die FAZ sich jetzt solche "Piraten-Artikel" ins Boot holt, die auf der Heise-Welle reiten.

Dieser von der Musikindustrie eingeschlagene Weg ist m. E. der denkbar Schlechteste. Wir sollten als Konsumenten jeglichen Kauf von Musik - CDs boykottieren. Es kann doch nicht sein, dass wenn jemand Kindern kostenlose "Schokoriegel" vor die Nase hält, diese zugreifen und am Ende Mama und Papa die Zeche zahlen müssen!? Und wer bereichert sich daran: Anwälte. Ich glaube kaum, dass ein Musiker was davon sieht…
Die Musikindustrie sollte stattdessen ihre Hausaufgaben ordentlich machen und durch eine moderne den Gegebenheiten angepasste Vertiebspolitik diese Tauschbörsen ad absurdum führen. Stattdessen betätigt diese sich aber sogar als Fallensteller und frohlockt über jedes hineintappende Opfer. Aber dass sie dort selbst hineinfallen, dafür müssen wir als Kunden sorgen. Sollen sie doch Preise machen, denen man nicht widerstehen kann. Ich bin überzeugt, die nehmen am Ende mehr Geld ein und alle sind "ganz legal" zufrieden gestellt. Nur die Anwälte sehen in die Röhre (wer schützt uns eigentlich vor dieser Wegelagerei?!).

..., den bestrat das Leben! Ich glaube es hat wirklich Ewigkeiten gedauert bis der Musikindustrie mal klar wurde welchen Einfluss das Internet auf alle Bereiche des Menschen haben wird. Ansonsten hätte man schneller Portale wie musicload.de zum legalen Download bereigestellt. Diese verzeichnen im übrigen steigende Umsätze wie man häufig lesen kann. Mehrheitlich besteht denke ich also schon die Einstellung, für etwas was man gut findet auch zu bezahlen.
Prinzipiell ist es absolut richtig das Eigentum eines jeden zu schützen. Der schwarze Peter sollte jedoch evtl. auch mal bei sich selbst gesucht werden... womöglich ist die Qualität der Musik schuld und dadurch sinkendes Kaufinteresse des Kunden für Musik von Bohlen, Britney Spears und co. oder der Musikgeschmack vieler hat sich einfach geändert... man wird ja auch erwachsen, entwickelt sich weiter. Die Musik wo man hören würde und somit auch kaufen, wird leider weniger. Meine Erfahrung.

Geht häufiger zu Konzerten, aber kauft nicht mehr die CDs in den Läden. Lasst die Musikindustrie (die sowieso keine reale Leistung erbringen) aushungern. Kauft Musik direkt von den Künstlern übers Internet.
Fall gegessen.

Wenn, wie im geschilderten Fall, Gerichte ihre Hand zu derartig merkwürdigen Tun reichen, neigt man zu dem Verdacht, daß auch Teile der Justiz nicht frei von Korruption sind. Wer das Angebot der Schallplattenindustrie verfolgt kann nur zu dem Schluß kommen, daß es nicht verwunderlich ist, wenn diesen Schrott keiner kauft. Herr Bohlen hat in einer Takshow den ganzen Unsinn der Strafverfolgung besser beschrieben als ich es je könnte. Aber auch Rechtsanwälte sollten sich mal fragen auf welcher Seite des Zaunes sie eigentlich stehen wollen.
Man kann nur froh sein, wenn man dieser Willkür nicht ausgesetzt ist.

Was für Folgen kann das haben, weil meistenteils unwissende Kinder sich Lieder aus dem Internet runterladen. Um dieses weitesgehends zu vermeiden müßten auf den Internetseiten deutliche Warnhinweise verzeichnet sein. Das ist doch aber in den meisten Fällen nicht so. Da könnte man glauben, das es reine Absicht ist, das sich jeder x-beliebige, Lieder runterladen kann. Damit machen die doch ihr Geld. vielleicht sollte man mal anders herum anfangen.

dieser artikel bringt die derzeitige situation auf den punkt!
die musikindustrie reagiert mit ihren auf rechtliche aspekte fokusierten aktionen ausgesprochen kurzsichtig und wie betäubt durch angst vor grundlegenden änderungen in ihrer branche.
es wäre an der zeit, die komplette situation zu analysieren und umzudenken! die musikindustrie klammert sich an das schema des musikvertriebs, dass sich seit vinyl-zeiten kaum verändert hat. selbst der onlinemusikvertrieb ist nicht die bahnbrechende änderung, als die sie die branche anpreist. wenn die labels nicht bald etwas an ihrer rolle als besitzer, beherrscher und verpächter der heutigen musikkultur ändern, wird sich das problem von alleine lösen. die musikindustrie wird sich langfristig nicht durch klagen am leben halten können.

Wenn das Beispiel Schule macht dann fandet die Polizei demnächst nach Autos die nicht in Vertragswerkstätten gewartet wurden sind (Fremdteile, schlechte Copien von Teilen etc.) Ich habe schon Zahnärzte erlebt, die die Behandlung ablehnten: Nein die Zähne sind nicht von mir, bitte dort behandeln lassen wo die Zähne herkommen....
Schöne neue Welt...

Irgendwie war die Musik während meiner Jugend kreativer (Pink Floyd, Genesis, MMEB etc.). Aber vielleicht ist das auch nur meine Einbildung (meine Eltern haben ähnlich auf "meine" Musik reagiert).
Was ich heute als Musik höre, erscheint mir immer wieder als aufgewärmte Kopie der letzten CD des jeweiligen Interpreten. Irgendwo auf der Strecke hat "die" Musikindustrie vergessen, dass der Kunde König ist - auch was das Angebot angeht.
Wenn nur noch ein Einheitsbrei produziert wird (und das in Massen), wo sich ein Titel nicht vom anderen unterscheiden lässt (Boy Group A wie Boy Group B wie Girlie Band C), wo soll der Kaufanreiz liegen?
Meine Kinder kaufen sich lieber ein Monatsabo World of Warcraft oder einen Verstärker für ihre Gitarre, aber keine dieser CDs.
In einem stimme ich dem Artikel bei: Downloads erhöhen die legalen Verkäufe. Wenn mich eine Veröffentlichung interessiert, lade ich sie mir auch schon mal (allerdings nicht über eine Tauschbörse). Gefallen mir die Lieder, wird das Produkt gekauft, andernfalls werden die Lieder wieder gelöscht, weil ich sie nicht noch einmal hören würde. Und zuhause geht es allemal schöner als in einem Musikgeschäft, wo ich mir die Titel auch anhören könnte.

Die Gerichte sollten nicht gegen die Kinder ermitteln, die Musik aus dem Internet herunterladen, sondern sie sollten die überzogenen Mahnbriefe der Musikindustrie als Wucher und Betrug anklagen. Die Kinder hätten nie Tausende Euro für Musik ausgegeben, also sind diesen Geschäftemachern auch keine EInnahmen in dieser Höhe entgangen. Die einfachste Lösung dieses Problems ist die komplette Abschaffung des Urheberrechts. Diese Rechte dienen nur einem kleinen Personenkreis, der sich überdimensional bereichert, während die meisten Künstler sowieso nicht davon profitieren.

Bei diesen Praktiken der Musikindustrie bleibt einem die Lust, CDs zu kaufen, im Hals stecken und man schaltet lieber das Radio ein. Die Kunden von Morgen zu vergraulen - das ist die Strategie von verhinderten Bürokraten, der man schnell zum Erfolg (zum negativen Wachstum) verhelfen muß.

Die gängige Praxis wird demnächst deutlich vereinfacht.
Die Rechteinhaber haben bereits den Daumen drauf, dass die Daten, die bei der Vorratsdatenspeicherung erhoben werden, für sie direkt zur Verfügung gestellt werden können um so den lästigen Rechtsweg zu umgehen.
Wir können dem in bester Tradition Angst schürenden Propagandaminister Schäuble dankbar sein, welche Möglichkeiten sich im Rahmen der Terrorbekämpfung so ergeben. Anstatt die armen Staatsanwälte zu behelligen spannt man einfach direkt die Ministerien vor den Karren.
Nur dumm, dass ein verschlüsseltes Telefonat über Skype vom BKA nicht zu dechiffrieren ist und somit die mutmaßlichen Terroristen überhaupt nichts zu befürchten haben.