
Sowohl dem Autor als auch den zahlreichen Kommentatoren würde ich gerne eine 15 minütige Google-Recherche anheim legen, da nun wirklich ausreichend Studien über die Wirkung und Nichtwirkung von THC veröffentlicht und frei zugänglich sind.

Ich möchte mich nicht über das für und wieder des einen oder anderen Rauschmittels auslassen, das haben meine VorrednerInnen, bereits Ausgiebig und, meiner Meinung nach, korrekt erledigt.
Allerdings zur Qualität der Berichterstattung und der Recherche hätte ich doch auch noch etwas anzumerken, auch wenn Herr Schimmelbusch auch hier sein "Fett" bereits abbekommen hat. Der Artikel ist nicht nur schlecht recherchiert, sondern auch noch so dermaßen subjektiv das er von einer objektiven Berichterstattung Lichtjahre entfernt ist und man von einer solchen nicht mehr zu sprechen kann. Sollte der Artikel als Komisch oder sonstwie verstanden werden, sollte er als Kommentar erscheinen und ins Feuilleton verschoben werden. Leider scheinen sich Berichte mit diesem und ähnlich "hohem" journalistischem Anspruch bei der FAZ in letzter Zeit zu häufen. Dieser hier, hätte jedenfalls einen Platz im "Bildblog" ehrlich verdient.

... aufregen. Wollt ihr allen Ernstes behaupten, daß Cannabis seine Konsumenten nicht zu Zeitlupenmenschen macht? ... bei Dauerkonsum also negativen Einfluß hat!
Die Beobachtungen des Autors sind daher keine Wahnvorstellung und auch keine Voreingenommenheit. Sie decken sich mit meinen. Ich habe im Filmbuiz genug mit Kiffern zu tun und die laufen alle wie Schlafwandler durch die Gegend. Cannabis relaxt schon mal ... aber für Dauerkonsum wirklich nicht geeignet! Ein Glas Wein dagegen schon. (...)

Also ich würde mich als typischen FAZ leser bezeichnen der schon relativ lange dabei ist. Von meinem standpunkt betrachtet finde ich den artikel äusserst passend - wenn auch sinnlos. Es ist diese art von artikel die man zwischendurch liest um abzuschalten - er ist humorvoll geschrieben und bedient sich klischees die ich durchaus teile. Insofern ist es mir völlig egal was die neusten fakten aus der Biologie, die neusten statistiken aus aller welt oder die aktuellste erkenntnis vom hanf guru schlechthin zu beweisen versuchen; es ist ein sinnloses thema das in keiner ernsthaften zeitung was verloren hat es sei denn zur unterhaltung!
Entsprechend überrascht bin ich von der, offensichtlichen, wenn auch nicht überraschenden, pro canabis lobby die hier reklame macht. Verwunderlich finde ich das verhalten nun doch.
Meine überzeugung lautet demnach wie folgt: Wer der aufrichtigen überzeugung ist dass das thema canabis ernst genug ist wissenschaftlich, faktisch und objektiv an dieser stelle behandelt zu werden, der hat sich bei der eingabe der webadresse (www.faz.net) offensichtlich vertippt und ist somit für seine aufruhr entschuldigt!

Jetzt alle Leser mal runterkommen wieder.
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<br>Ich musste herzlich lachen als ich den Artikel gelesen hab, eine sarkastische Grundnote kann er nicht von sich weisen.
<br>Find ich aber auch in Ordnung so, ich weiss nicht wieso sich alle so darüber aufregen. Man kann nunmal nicht ausschliessen dass Kiffen nur negative oder nur positive Auswirkungen hat. Der Autor ist wohl eher von dem einen überzeugt, das ist aber auch sein gutes Recht.

ist cannabis tatsächlich ein rauschgift?
gifte sind doch schädlich, tödlich usw.
heroin, alkohol, nikotin, kokain wirken letal in entsprechender dosis, aber cannabis-thc? doch höchstens in einer dosis in der auch h2o tödlich wirkt...
das ist äußerst unpräzise formuliert, herr schimmelbusch: warum?
vielleicht wäre "rauschmittel" der angemessenere ausdruck?
insgesamt ziemlich auffällig in der tendenz, dieser artikel.
und nicht wirklich unvoreingenommen.
schade eigentlich, da hätte man mehr draus machen können.

(...) Ich habe mich mit der Thematik als Juristin beruflich intensiv beschäftigen müssen. Eine der Aussagen des Autors, die einem die Haare zu Berge stehen lassen: „Auf die Idee, dass seine Paranoia etwas mit den Drogen zu tun haben könnte, die er jeden Tag konsumiert, ist er offenbar noch nicht gekommen.“
Diese Aussage findet man an mehreren Stellen des Artikels. Ärgerlicherweise tut der Autor hier so, als ob es sich doch um eine allgemeingültige Erkenntnis handeln würde. Tatsächlich aber gibt es keine medizinischen Erkenntnisse, die eine solche Schlussfolgerung hinsichtlich der Cannabiskonsumenten rechtfertigen.
Der Autor vergnügt sich auch sichtlich daran, Menschen mit Rastafrisuren und bunten Mützen auf dem Kopf zusammen mit anderen „dubiosen Gestalten“ zur bemitleidenswerten – durch Cannabis völlig paranoiden - stereotypen Klientel abzustempeln. Wo hat er diese medizinisch fundierten Erkenntnisse gesammelt?
„(…)hat man hier doch eindeutig das Gefühl, von nachhaltig beeinträchtigten Menschen umgeben zu sein (…)“ Das strotzt vor Vorurteilen, Subjektivität und Zynismus. Interessantes Thema, leider völlig subjektiv verbrämt.

Warunm wird Cannabis nur so verteufelt, aber Alkohol kann jeder 16-Jährige legal erwerben?
Ein paar Fakten:
- Anzahl der Alkoholabhängigen in D: 1,6Mio- Anzahl "Cannabis-Abhängigen" (eine Definition hierfür steht noch aus, das bisher keine physische Abhängigkeit nachgeweisen werden kann: 240.000 (Quelle: www.suchthilfe-wetzlar.de/download/daten_fakten.pdf)
Wenn man sich die Toedeszahlen anschaut, wird es noch extremer
Trotzdem wird Cannabis als "Einsteigerdroge" verteufelt, während Alkoholwerbung nach wie vor völlig "unbelastet" ist.
Beides sind Drogen, beides ist im Übermaß schädlich (wie afst alles andere auch, Schokolade inklusive).
Aber wenn man mal die medizinischen Fakten betrachtet, dann stellt man fets, daß Alkohol ein Zellgift ist, das im Körper flächendeckend wirkt.
Wie üblich wird hier nicht mit Fakten, sondern mit Ängsten Politik und Meinung gemacht, vor allem von Leuten, die bestimmt schon den einen oder anderen Vollrausch hatten, wahrscheinlich aber noch nie nen Joint geraucht oder "Space-Cookies" gegessen haben.
Drogen gehören nun mal genauso zur Menscheit wie Feuer, Krieg und Sex.

"Dampkring" = Atmosphäre und auf keinen Fall "Dampfkringel" ("rookkringetje"). Der Rest des Aufsatzes ist vergleichbar gründlich recherchiert.

Subtil boshaft dieser Artikel. Außerdem verucht er unauffällig alle gängigen negativen Vorurteile über Kiffer zu platzieren: Paranoia, Dummheit, dubiose oder nachhaltig beeinträchtigte Gestalten. Nicht nur Stereotypen aus der Mottenkisten von vor 30 Jahren, sondern auch noch niveaulos. Ich dachte, "Bild" dir deine Meinung wäre an andere Stelle zu finden. Offensichtlich aber auch hier...

Zitat: "Ist diese Person wirklich auf dem Weg zu einem normalen Termin, oder schleicht sie sich gerade unauffällig davon, um einen Joint zu bauen?"
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<br>Wie erklären Sie sich Ihre Paranoia, Herr Schimmelbusch?
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(über Tom Forçade)"Ende 1978 erschoss er sich in New York in seinem Bett - mit einem kleinkalibrigen Damenrevolver mit Perlmuttgriff."
Voller Schadenfreude wird hier jedes noch so kleine Detail dieses Selbstmordes beschrieben. Geschmacklos, vor allem wenn es um das Schiksal eines hilfsbedürftigen Drogenabhängigen geht.
"Allen Studien zur vermeintlichen Harmlosigkeit von Marihuana zum Trotz hat man hier doch eindeutig das Gefühl, von nachhaltig beeinträchtigten Menschen umgeben zu sein."
Wenn sich Herr Schimmelbusch noch nicht als seriöser Journalist diskreditiert hat, dann tut er es hier. Wissenschftlich unstrittige Ergebnisse gelten scheinbar nichts im Vergleich zu seiner persönlichen Einschätzung.
"Wer hier die ungezählten Menschen aus allen Milieus beobachtet, die in den Coffeeshops Drogen konsumieren, fragt sich angesichts jedes Passanten zwangsläufig: Ist diese Person wirklich auf dem Weg zu einem normalen Termin, oder schleicht sie sich gerade unauffällig davon, um einen Joint zu bauen?"
Nein, ich frage mich das nicht, Herr Schimmelbusch. Es ist mir offen gesagt egal was für Stoffe meine Mitmenschen in ihrer Freizeit konsumieren, solange sie dabei niemanden in Gefahr bringen.
SPa

Es tut mir in der selbe weh das über die FAZ sagen zu müssen, aber mit diesem Artikel hat man sich auf unterstes Niveau begeben. Herr Schimmelbusch scheint sich in keinster Weise die Mühe gemacht zu haben sich mit der Materie zu befassen, über die er so ausführlich schreibt. Ich möchte einige Passagen aus dem Text herrausgreifen.
(über den Wirt) "Auf die Idee, dass seine Paranoia etwas mit den Drogen zu tun haben könnte, die er jeden Tag konsumiert, ist er offenbar noch nicht gekommen."
Die spöttische Art dieses Satzes läßt vermuetn, das Herr Schimmelbusch, meint über genug Fachwissen zu verfügen um hier einen Zusammenhang zu konstantieren. Ich bezweifle aber, daß der Autor seine Hypothese mit etwas außer seiner eigenen Arroganz zu beweisen gedenkt.
(über die Messebesucher) "Man sieht Rauschebärte, Rastalocken und leicht dubiose Gestalten, die sich in Zeitlupe zu bewegen scheinen. (...) Amerikanische Studenten schauen Hostessen in Hanfbikinis hinterher, während uralte Blumengreise sich angeregt über ihre Cannabisgärten unterhalten."
Für mich ist das Journalistik auf Bildzeitungsniveau. Der Autor will wohl nicht informieren sonder den Lesern die Lächerlichkeit verdeutlichen, in der diese Menschen für ihn erscheinen.

Ich zitiere mich einmal aus dem Beitrag:
"Sie schlafen auf dem Boden hinter den Messeständen. Neben Saatgut und Wasserpfeifen kann man an diesen auch technische Anbauhilfen und Produkte wie "Potcorn" begutachten: Popcorn mit Rauschgift."
Dabei frage ich mich in der Tat ob bei Wasserpfeifen nicht eher eine Bong gemeint ist und sich die FAZ in die Boulevard Presse einreiht, die mit einer solchen undifferenzierten Ausdrucksweise die Vorurteile gegenüber Wasserpfeifen schürt. In Deutschland zumindest assoziiert man mit Wasserpfeifen eher die orientalischen Wasserpfeifen mit aromatisierten Tabak und nicht den genuss von Drogen. Im Zusammenhang mit Drogen ist wohl eher der Begriff "Bong" angemessener oder ein entsprechender anderer Hinweis der zur orientalischen Wasserpfeife eine Differenz aufweist.

Einen solchen Artikel über eine Biermesse wie sie zu tausenden in Deutschland stadtfinden würde ich gerne mal lesen.
Aber Alkohol ist ja die Deutsche Volksdroge und aller Studien zur vermeintlichen Harmlosigkeit von Alkohol ... ach nein ... die gibts ja gar nicht. Nur den Effekt das die geringe Vergiftung mit Alkohol auch positive Nebenwirkungen hat. Das im vergleich dann aber THC bei weitem besser abscheidet wird gerne als Verharmlosung der Drogen abgetan.
Welch heuchelei! Ich als Biologe kann bestätigen das ÜBERMÄßIGER Konsum von Cannabis zu Hirnschäden führen KANN. Alkohol jedoch TÖTET und zudem bei jedem Genuss Hirnzellen absterben.
Und dann werden Geistig erkrankte Menschen auch noch zu den ersten Drogen toten durch THC gezählt. Peinlich!
Was hat ihn den nun getöte? Die Kugel oder Cannabis? Bei einem Alkoholtoten ist die lage da doch klarer. Beides ist eine Droge, doch es sollte klar sein, welche die schlimmere ist.
Das man sich heute, wo es doch so leicht ist an fundierte Informationen zu kommen immernoch mit solchen Hirnlosigkeiten konfrontiert wird ...