Hamburg

Zehntausende Seh-Leute bestaunen die „Queen Mary 2“

“Queen Mary 2“ in Hamburg

"Queen Mary 2" in Hamburg

19. Juli 2004 Zehntausende Zuschauer haben am sehr frühen Montagmorgen dem weltweit größten und teuersten Passagierschiff „Queen Mary 2“ in Hamburg einen begeisterten Empfang bereitet. Der Ozeanriese war von bis zu 300 Booten begleitet langsam im Morgendunst die Elbe hinaufgefahren. Noch bevor der weiße Riese im Dunst auf der Elbe von der Nordsee kommend auftaucht, schickt er sein majestätisches Tuten voran und verkündet so der ganzen Stadt seine Ankunft. Die schiffe- und hafenverrückten Hamburger strömten bereits ab 6.00 Uhr in Scharen auf ihre geliebten Landungsbrücken. Tausende von Kameras halten an diesem Morgen fest, wie sich die Königin langsam ihren Weg zum Grasbrook-Terminal bahnt. „Schiffe gucken, das gehört für uns Hamburger doch einfach dazu und ist unsere Lieblingsbeschäftigung“, begründet ein älteres Ehepaar aus Altona seinen frühen Hafenspaziergang.

Wie ein ganzer Häuserblock schiebt sich die „QM2“ durch das schmale Hafenbecken, vorbei an den Landungsbrücken, dem Werftdock von Blohm + Voss, der Überseebrücke, dem Theaterzelt und den unzähligen Ausflugsdampfern und Barkassen. Mit ihren 345 Metern Länge, fast 10 Metern Tiefgang, 72 Metern Höhe und 45 Metern Breite ist die 870 Millionen Euro teuere „QM2“ nicht nur das größte, sondern auch das teuerste Passagierschiff, das jemals gebaut wurde. Der Luxusliner der Reederei Cunard fährt seit Anfang dieses Jahres als Kreuzfahrtschiff auf den Weltmeeren und im Liniendienst zwischen New York und Southampton. In diesem Jahr läuft er zudem nur die beiden größten europäischen Häfen Hamburg und Rotterdam an.

Viel Luxus für 2.620 Passagiere

Den 2.620 Passagieren der „Queen Mary 2“ wird auf 15 Decks viel Luxus und Abwechslung geboten. Geschwungene Treppen, große kuppelförmige Räume, ein riesiger Ballsaal, ein 360-Grad Promenadendeck, Fitneßeinrichtungen, ein Thalassotherapie-Pool mit Sprudelbädern und Wasserfällen und ein Planetarium machen die „QM2“ zu einem Schiff der Superlative, dessen Ambiente vom Art-deco-Stil der 20er Jahre geprägt ist.

Am Montag allerdings hielt es die meisten der Passagiere nicht an Bord. Etwa die Hälfte von ihnen wurde am Terminal von einer ganzen Armada von Reisebussen zum Ausflug in die Hauptstadt abgeholt. Viele der vor allem amerikanischen Gäste nutzten auch die Zeit, um Hamburg und die nähere Umgebung in Augenschein zu nehmen. „Good old Europe“ will eben im Sturm erobert werden.

Party in Hamburg

Der Kreuzfahrtriese durfte zwar von der Öffentlichkeit nicht betreten werden, doch direkt daneben fand auf dem Strandkai der HafenCity eine große Party zu Ehren des Besuchs statt: Im Schatten des Schiffes ließen Bühnen, Musik, Filme sowie Info- und Gastronomiestände die Besucher etwas vom Kreuzfahrtluxus nebenan spüren. Die „Queen Mary 2“ sollte am Dienstag um 7.00 Uhr wieder ablegen und gegen Mittag die offene Nordsee erreichen.

Text: @mg
Bildmaterial: AP, dpa, dpa/dpaweb

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