Für ihre Reportage Wie das Böse nach Tessin kam hat die Zeit-Journalistin Sabine Rückert den Egon-Erwin-Kisch-Preis, das Herzstück der Nannen-Preisverleihung, erhalten. Marcel Reich-Ranicki wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Die Laudatio hielt Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Das Geschäft blüht: In Genf wurde ein Suizid in der Zeitung angekündigt, und die Sterbehelfer von Dignitas schockieren mit einer neuen Methode: Ein Plastiksack überm Kopf führt zum Ersticken. Die Rede von der Sterbefabrik geht um. Von Jürg Altwegg, Genf
Bei den Bücherverbrennungen vor 75 Jahren wurden neben bekannten Werken auch Bücher zeitgenössischer Autoren verbrannt, die heute fast niemand mehr kennt. Auch von diesen Werken müsste an einem Gedenktag die Rede sein. Von Andreas Kilb
Vom 1. Januar 2009 an wird das Art Forum in Berlin unter einer neuen Leitung stehen: Eva-Maria Häusler und Peter Vetsch wechseln von Basel nach Berlin. Sie haben einiges vor sich, denn für 2009 steht die entscheidende Machtprobe an. Von Rose-Maria Gropp
75 Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit.
In der Klasse ein Außenseiter, ein starker Krieger in der Welt der Fantasyspiele: Nic Balthazars Film Ben X ist ein Teenagerdrama um einen jungen Autisten, der die therapeutischen Potentiale von Computerspielen nutzt. Von Bert Rebhandl
Eine verwundete Bindung: In ihrem neuen Buch Stumme Gewalt hat Carolin Emcke ein höchst persönliches und zugleich hoch politisches Plädoyer für die Aufklärung der RAF-Taten formuliert. Von Christian Geyer
Ich habe bestimmt etliche Mörder gefahren: Die Schriftstellerin und langjährige Taxifahrerin Karen Duve über unangenehme Fahrgäste, die Parallelen der Taxifahrt zum Speeddating und die Erkenntnis, dass Frauen die besseren Menschen sind. Von Tobias Rüther
Er lässt sich weder einordnen noch auf ein Fach festlegen. Er ist ein militanter Musiker und ein fröhlicher Volksredner, ein Prediger und ein Pamphletist, er ist ein Conferencier und ein Kabarettist, ein Schalk und ein Showmaster: Marcel Reich-Ranicki über Wolf Biermann.
Den bisherigen Mengenrekord an Olympia-Maskottchen von Sydney 2000 (drei) übertrifft Peking mit gleich fünf Fuwa (Glückskindern). Was ihnen an optischer Eingängigkeit fehlt, machen sie mühelos durch Bedeutungsgeladenheit wett. Von Mark Siemons, Peking
Vor zwei Jahren hatten wir die Opernsängerin und Sprachpflegerin Edda Moser zu ihrem damals gerade ins Leben gerufenen Festspiel der Deutschen Sprache befragt. Anschließend erhielten wir dutzendweise Leserkommentare. Wir haben sie abermals interviewt.
An diesem Freitagabend wird Tagesthemen-Moderatorin Caren Miosga in Hamburg die Verleihung der Henri-Nannen-Preise moderieren. Ein Gespräch über ironische Augenbrauen, Marcel Reich-Ranicki und die Ernsthaftigkeit in der deutschen Politik.
Die Seite Hartplatzhelden zeigt Videos mit den schönsten Toren von Amateurfußballern. Doch das wollen blutgrätschende Fußballfunktionäre ihnen nun verbieten: Wer Schnipsel zeigen wolle, müsse den Verband fragen. Von Jürgen Kaube
Der Kolumnistin der deutschen Jugendausgabe der türkischen Zeitung Hürriyet war kaum ein Thema zu weit, um dazu nicht persönlich Stellung zu beziehen. Oder abzuschreiben: Aus Zeitungen und Blogs hat sich Gülsah Koç freizügig bedient. Von Thomas Thiel
Bildergalerie Die Abenteuer des Angestellten Strizz, seines Chefs, seiner Liebsten samt Familie und Haustieren in werktäglicher Folge.
Der italienische Schriftsteller Luigi Malerba erhob die Kunst des Plauderns zur Literatur. Der umtriebige Romancier, Dramatiker und Drehbuchautor, der gern im eigenen Kopf verreiste und sich in seinem Werk mit antiken Querköpfen und Romanrittern herumschlug, verstarb im Alter von 81 Jahren. Von Dirk Schümer, Venedig
In seinem neuen Roman entwirft der französische Schriftsteller Eric-Emmanuel Schmitt eine kühne Phantasie: Der Diktator hätte ein anderer werden können, wäre er nur von der Kunstakademie angenommen worden. Und wir hätten umgekehrt Hitler werden können. Von Andreas Platthaus
Mit Freischwimmer kehrt Andreas Kleinert vom Fernsehen zum Kino zurück. Sein Film ist eine boshafte Idylle aus der tiefen deutschen Provinz. Doch Kleinert packt sein Projekt mit Ansprüchen voll, an denen auch größere Meister scheitern müssten. Von Andreas Kilb
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