Im Alter lässt die moralische Kraft nach: der Schriftsteller Martin Walser

Martin Walser verteidigt Heinrich von Pierer

Die Angst in voller Blüte

„Deutsch bis ins Mark“ nennt der Schriftsteller Martin Walser die Angewohnheit, Manager an den Pranger zu nehmen. Deshalb nimmt er den ehemaligen Siemens-Chef Heinrich von Pierer vor dem Urteil im Schmiergeld-Prozess in Schutz und erklärt Korruption für eine lässliche Sünde. Von Edo Reents

Vertreter eines schützenswerten Gutes: Wolfgang Holzhäuser, Präsident des Lig...

Bundesliga-Rechte

Ein Status quo der heißen Herzen

Das Bundeskartellamt hat die Bundesliga unter die schützenswerten Güter unserer Nation aufgenommen. Zusammenfassungen der Samstagsspiele in der Fußball-Bundesliga wird es auch künftig vor 20 Uhr geben. Was sind die Fernsehrechte nun noch wert? Von Jochen Hieber

Womöglich entwickelt Murdoch seine Visionen im Vorübergehen

Medienunternehmer

Wie altmodisch ist Rupert Murdoch?

Der amerikanische Journalist und Autor Mark Bowden macht aus seiner Verachtung für Medienunternehmer Rupert Murdoch keinen Hehl. Er nennt ihn einen „großen Piraten“, der Journalismus nicht als öffentliche Aufgabe sondern als als Ware begreife. Von Nina Rehfeld, Phoenix








Das Ende eines Tenors naht: Robert Dean Smith in der “Tristan“-Inszenierung v...

Die Stimmen von Bayreuth

Was kann der Affekt hervorbringen?

Mit den Augen hören, mit den Ohren sehen: Wagners Anforderungen an seine Sänger waren utopisch. Doch die allenthalben beschworene Krise des Wagner-Gesangs hat andere Gründe. Von Jürgen Kesting

Hier freut sich eine ganze Autorenschar: Ausriss aus der Zeitschrift “Science...

Wissenschaftsevaluation

Die bibliometrische Verblendung

Wie viel ein Forscher publiziert und wie oft er zitiert wird, entscheidet oft über Mittelvergabe, Gehälter und Karrieren. Ein Gutachten der „International Mathematical Union“ zeigt, wie es mit der Stichhaltigkeit der gängigen Beurteilungsverfahren steht. Von Jürgen Kaube

Olympisches Lexikon: Z

Vom Leben nach Olympia

Schon vor dem Start der Spiele taucht drohend die Frage auf: „Gibt es ein Leben nach Olympia?“ Das chinesische Volk muss sich in dieser Hinsicht keine übertriebenen Sorgen machen. Nach den Spielen werden die wesentlicheren Fragen ganz von alleine wieder auftauchen. Von Mark Siemons, Peking

Blick ins Gehirn für steile allgemeine Thesen: Was man hineinsteckt, das beko...

Geist und Gehirn (3)

Was der Neurowissenschaftler Singer nicht gelernt hat

Die steilen Thesen von Neurowissenschaftlern wie Wolf Singer sind gnadenlos naive Folgerungen aus Experimenten, in deren Aufbau und Interpretation sie vorher als Voraussetzungen hineingesteckt wurden: die Philosophieprofessorin Petra Gehring zum Streit zwischen Wolf Singer und Peter Janich.

Die einen verlieren ihr Heim, die anderen erstehen es zum Schnäppchenpreis: M...

Die Immobilienkrise und ihre Folgen

Suche Zimmer, biete Arbeit

Amerikas Hypothekenkrise spitzt sich zu. Die gemeinnützige Organisation HomeSharing will nun Rettung bringen, unter dem Motto: Nachbarn helfen Nachbarn. Die Nachfrage ist groß. Von Jordan Mejias, Bridgewater

Ausstrahlung statt Wirtschaftskompetenz: Gesine Schwan

Gesine Schwan

Warum sie den Linken ersparen?

Es gibt gute Gründe, die Linkspartei nicht zu wählen. Aber es gibt keinen Grund, Gesine Schwan anzugreifen, weil sie sich auch mit Stimmen der Linken zur Bundespräsidentin wählen lassen will. Ein Kommentar des Soziologen Claus Offe.

Kafkas Sätze (18)

„Der Reisende redete leiser“

Wer glaubt heute noch allen Ernstes daran, dass es den Schriftsteller Franz Kafka tatsächlich gegeben hat? Unser Autor Dietmar Dath jedenfalls nicht.

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Video-Filmkritik

Ehebruch der Musterfrau: „42plus“

Spezial Dem deutschen Kino mangelt es an großen Stoffen, nicht an großen Schauspielern. Bestes Beispiel: Claudia Michelsen, der in „42plus“ das glaubwürdige Porträt einer reifen, sinnlichen, von unausgelebten Sehnsüchten zerrissenen Frau gelingt und die damit ein seelenloses Ehedrama rettet. Von Andreas Kilb

Strizz

Mit Pfoten und Krallen Sommerfortsetzungsroman 3.Kapitel

Bildergalerie Die Abenteuer des Angestellten Strizz, seines Chefs, seiner Liebsten samt Familie und Haustieren in werktäglicher Folge.

Plädoyer für eine differenzierte Sicht auf Karadzic: der bosnische Schriftste...

Karadzic - ein Opfer?

Dieser Prozess macht nichts wieder gut

Der bosnische Muslim Dzevad Karahasan floh 1993 aus dem belagerten Sarajevo, wo er heute wieder lebt. Trotzdem plädiert für einen differenzierten Umgang mit dem Serbenführer Radovan Karadzic. Karadzic sei ein Opfer der Geschichte und nicht das Monster, zu dem er jetzt stilisiert werde.

Vor dem Hintergrund eigener Erfahrung plädiert Ulrich Wickert für die Autoris...

Interviews

Das Autorisieren ist kein leerer Wahn

Viele Interviews stehen nur in einem vagen Zusammenhang zu dem, was einmal gesagt wurde. Verhindert die Pflicht zur Autorisierung jegliche Authentizität? Die Autorisierung sei trotzdem notwendig, meint Ulrich Wickert. Denn manche journalistische Frage stehe auch nur in vagem Zusammenhang zu dem Befragten.

Video in voller Größe

Der Unheilpraktiker

Heute keine Sprechstunde bei „Dr. Dabic“

Am Morgen nach dem Bekanntwerden der Festnahme von Radovan Karadzic staunen die Leute immer noch, dass es geschehen ist. Als Kräuterdoktor war der Unheilpraktiker perfekt getarnt. Die Nachricht klingt wie ein Märchen. Von Michael Martens

Götz George wird siebzig

Der große Widerborst

Freundlich bis widerborstig: Der Jubilar“Nicht reden, machen“: eine Begegnung mit Götz GeorgeDeutschlands “liebster Bulle“: Kommissar Horst SchimanskiAls schmuddeliger Ruhrpottkommissar mit dem unvergessenen Kollegen Thanner

Bild für Bild Ein ganzes Schauspielerleben lang ist er populär geblieben. Auch die Anerkennung als Charakterdarsteller hat er längst gefunden. Sonst ist der Mime medienscheu - umso tiefer die privaten Einblicke, die ein filmisches Porträt gibt. Götz George wird siebzig. Von Harald Keller

Olympisches Lexikon: Y

Olympia als Geschäftsrisiko

Mehr als je zuvor, nämlich mehr als zwanzig Milliarden Dollar will Peking für die Olympischen Spiele ausgeben. Zuletzt machte die Aufwertung des chinesischen Yuan die Spiele noch teurer. Manche Experten sagen ein gewaltiges finanzielles Fiasko voraus. Andere behaupten das Gegenteil. Von Mark Siemons, Peking

Forbes-Liste

Will Smith ist der Top-Verdiener

So sehen Sieger aus: Will Smith Smith als asozialer Superheld HancockAller Anfang ist lang her: Smith als Prinz von Bel Air mit Schauspielpartneri...In den letzten 12 Monaten konnte Smith sich allein über 80 Millionen Dollar G...

Bildergalerie Der ehemalige Prinz von Bel Air ist heute der Reichste: Auf das Konto von Will Smith flossen in den letzten 12 Monaten gut 80 Millionen Dollar Gage. Damit führt er die Forbes-Liste der bestverdienenden Schauspieler an - dicht gefolgt von Johnny Depp.

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