Deutsch bis ins Mark nennt der Schriftsteller Martin Walser die Angewohnheit, Manager an den Pranger zu nehmen. Deshalb nimmt er den ehemaligen Siemens-Chef Heinrich von Pierer vor dem Urteil im Schmiergeld-Prozess in Schutz und erklärt Korruption für eine lässliche Sünde. Von Edo Reents
Das Bundeskartellamt hat die Bundesliga unter die schützenswerten Güter unserer Nation aufgenommen. Zusammenfassungen der Samstagsspiele in der Fußball-Bundesliga wird es auch künftig vor 20 Uhr geben. Was sind die Fernsehrechte nun noch wert? Von Jochen Hieber
Der amerikanische Journalist und Autor Mark Bowden macht aus seiner Verachtung für Medienunternehmer Rupert Murdoch keinen Hehl. Er nennt ihn einen großen Piraten, der Journalismus nicht als öffentliche Aufgabe sondern als als Ware begreife. Von Nina Rehfeld, Phoenix
Mit den Augen hören, mit den Ohren sehen: Wagners Anforderungen an seine Sänger waren utopisch. Doch die allenthalben beschworene Krise des Wagner-Gesangs hat andere Gründe. Von Jürgen Kesting
Wie viel ein Forscher publiziert und wie oft er zitiert wird, entscheidet oft über Mittelvergabe, Gehälter und Karrieren. Ein Gutachten der International Mathematical Union zeigt, wie es mit der Stichhaltigkeit der gängigen Beurteilungsverfahren steht. Von Jürgen Kaube
Schon vor dem Start der Spiele taucht drohend die Frage auf: Gibt es ein Leben nach Olympia? Das chinesische Volk muss sich in dieser Hinsicht keine übertriebenen Sorgen machen. Nach den Spielen werden die wesentlicheren Fragen ganz von alleine wieder auftauchen. Von Mark Siemons, Peking
Die steilen Thesen von Neurowissenschaftlern wie Wolf Singer sind gnadenlos naive Folgerungen aus Experimenten, in deren Aufbau und Interpretation sie vorher als Voraussetzungen hineingesteckt wurden: die Philosophieprofessorin Petra Gehring zum Streit zwischen Wolf Singer und Peter Janich.
Amerikas Hypothekenkrise spitzt sich zu. Die gemeinnützige Organisation HomeSharing will nun Rettung bringen, unter dem Motto: Nachbarn helfen Nachbarn. Die Nachfrage ist groß. Von Jordan Mejias, Bridgewater
Es gibt gute Gründe, die Linkspartei nicht zu wählen. Aber es gibt keinen Grund, Gesine Schwan anzugreifen, weil sie sich auch mit Stimmen der Linken zur Bundespräsidentin wählen lassen will. Ein Kommentar des Soziologen Claus Offe.
Wer glaubt heute noch allen Ernstes daran, dass es den Schriftsteller Franz Kafka tatsächlich gegeben hat? Unser Autor Dietmar Dath jedenfalls nicht.
Spezial Dem deutschen Kino mangelt es an großen Stoffen, nicht an großen Schauspielern. Bestes Beispiel: Claudia Michelsen, der in 42plus das glaubwürdige Porträt einer reifen, sinnlichen, von unausgelebten Sehnsüchten zerrissenen Frau gelingt und die damit ein seelenloses Ehedrama rettet. Von Andreas Kilb
Bildergalerie Die Abenteuer des Angestellten Strizz, seines Chefs, seiner Liebsten samt Familie und Haustieren in werktäglicher Folge.
Der bosnische Muslim Dzevad Karahasan floh 1993 aus dem belagerten Sarajevo, wo er heute wieder lebt. Trotzdem plädiert für einen differenzierten Umgang mit dem Serbenführer Radovan Karadzic. Karadzic sei ein Opfer der Geschichte und nicht das Monster, zu dem er jetzt stilisiert werde.
Viele Interviews stehen nur in einem vagen Zusammenhang zu dem, was einmal gesagt wurde. Verhindert die Pflicht zur Autorisierung jegliche Authentizität? Die Autorisierung sei trotzdem notwendig, meint Ulrich Wickert. Denn manche journalistische Frage stehe auch nur in vagem Zusammenhang zu dem Befragten.
Am Morgen nach dem Bekanntwerden der Festnahme von Radovan Karadzic staunen die Leute immer noch, dass es geschehen ist. Als Kräuterdoktor war der Unheilpraktiker perfekt getarnt. Die Nachricht klingt wie ein Märchen. Von Michael Martens
Bild für Bild Ein ganzes Schauspielerleben lang ist er populär geblieben. Auch die Anerkennung als Charakterdarsteller hat er längst gefunden. Sonst ist der Mime medienscheu - umso tiefer die privaten Einblicke, die ein filmisches Porträt gibt. Götz George wird siebzig. Von Harald Keller
Mehr als je zuvor, nämlich mehr als zwanzig Milliarden Dollar will Peking für die Olympischen Spiele ausgeben. Zuletzt machte die Aufwertung des chinesischen Yuan die Spiele noch teurer. Manche Experten sagen ein gewaltiges finanzielles Fiasko voraus. Andere behaupten das Gegenteil. Von Mark Siemons, Peking
Bildergalerie Der ehemalige Prinz von Bel Air ist heute der Reichste: Auf das Konto von Will Smith flossen in den letzten 12 Monaten gut 80 Millionen Dollar Gage. Damit führt er die Forbes-Liste der bestverdienenden Schauspieler an - dicht gefolgt von Johnny Depp.
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