Der Mensch ist kein Eisbär, allein wird er unglücklich. Andererseits will er ganz Individuum sein. Führt dies dazu, dass er zu oberflächliche Beziehungen zu anderen Menschen hat? Ein Mönch und ein Investmentbanker versuchen Individualismus und Lebensfreude zusammenzubringen. Von Ernst Horst
Der Hirnforscher unterstellt seinem Kontrahenten eine abwegige These. Der Wissenschaftstheoretiker antwortet darauf mit grundsätzlicher Kritik. Fragen müssen sich beide Seiten stellen lassen. Der Rechtsphilosoph Michael Pawlik zu dem Streit zwischen Wolf Singer und Peter Janich. Von Michael Pawlik
Mit den Augen hören, mit den Ohren sehen: Wagners Anforderungen an seine Sänger waren utopisch. Doch die allenthalben beschworene Krise des Wagner-Gesangs hat andere Gründe. Von Jürgen Kesting
Der Netzkritiker Nicholas Carr hat in einem vielbeachteten Essay beklagt, dass die Konzentrationsfähigkeit durch das Internet sinke. Kein Grund zum Pessimismus, meint Oliver Jungen. Wer das mentale Großkunstwerk Internet nicht zu nutzen wisse, trage dafür selbst die Verantwortung. Von Oliver Jungen
Eine halbe Sekunde hatte Janet Jackson im amerikanischen Fernsehen ihre rechte Brust enblößt, weil sich ihr Gesangspartner Justin Timberlake ungeschickt benommen hatte. Ein Gericht hat jetzt die Strafe von 550.000 Dollar abgeschmettert, die dem Sender CBS nach Klage von Sittenwächtern gedroht hatte. Von Nina Rehfeld
Wie anders klang Barack Obamas Berliner Rede, wenn man die nach allen Seiten abgepufferten Formulierungen deutscher Politiker kennt. Tobias Rüther sah einen Politiker, der den Moment ergriff, und dem es nicht peinlich war, von Hoffnung und universalen Zielen zu reden. Von Tobias Rüther
Deutsch bis ins Mark nennt der Schriftsteller Martin Walser die Angewohnheit, Manager an den Pranger zu nehmen. Deshalb nimmt er den ehemaligen Siemens-Chef Heinrich von Pierer vor dem Urteil im Schmiergeld-Prozess in Schutz und erklärt Korruption für eine lässliche Sünde. Von Edo Reents
Redakteur sucht Urlaubslektüre: Mit dem Buch Der Orthodoxe Gottesdienst von Sergius Heitz möchte Lorenz Jäger gerne die Liturgie der Griechen und Russen verstehen. Doch es ist unauffindbar. Wer kann helfen?
Der private Fernsehsender möchte Boris Becker eine neue Gesprächsreihe geben und dem Zuschauer eine zweite Chance. Nur den eigenen Hofnarr Christoph Maria Herbst hat man noch nicht unter Kontrolle. Von Michael Seewald
Das Böse ist in die Welt gebracht. Kafka setzt es dem Sinnlichen gleich und dem Geistigen entgegen. Deshalb schreibt er: Es gibt nur eine geistige Welt, was wir sinnliche nennen, ist das Böse in der geistigen. Eine Interpretation von Michael Maar.
Spezial Mit einem Mal war die Musik verstummt, ein leichter Wind war aufgezogen, und im Westen stand ein einzelner Hubschrauber in der Luft. Eine Weile lang war nichts passiert. Bis Obama kam. Er läuft allein über das Podest zum Rednerpult, ein paar Leute rufen Yes, we can. Dann beginnt er zu sprechen.
Bildergalerie Die Abenteuer des Angestellten Strizz, seines Chefs, seiner Liebsten samt Familie und Haustieren in werktäglicher Folge.
Das Bundeskartellamt hat die Bundesliga unter die schützenswerten Güter unserer Nation aufgenommen. Zusammenfassungen der Samstagsspiele in der Fußball-Bundesliga wird es auch künftig vor 20 Uhr geben. Was sind die Fernsehrechte nun noch wert? Von Jochen Hieber
Wie viel ein Forscher publiziert und wie oft er zitiert wird, entscheidet oft über Mittelvergabe, Gehälter und Karrieren. Ein Gutachten der International Mathematical Union zeigt, wie es mit der Stichhaltigkeit der gängigen Beurteilungsverfahren steht. Von Jürgen Kaube
Der amerikanische Journalist und Autor Mark Bowden macht aus seiner Verachtung für Medienunternehmer Rupert Murdoch keinen Hehl. Er nennt ihn einen großen Piraten, der Journalismus nicht als öffentliche Aufgabe sondern als als Ware begreife. Von Nina Rehfeld, Phoenix
Schon vor dem Start der Spiele taucht drohend die Frage auf: Gibt es ein Leben nach Olympia? Das chinesische Volk muss sich in dieser Hinsicht keine übertriebenen Sorgen machen. Nach den Spielen werden die wesentlicheren Fragen ganz von alleine wieder auftauchen. Von Mark Siemons, Peking
Die steilen Thesen von Neurowissenschaftlern wie Wolf Singer sind gnadenlos naive Folgerungen aus Experimenten, in deren Aufbau und Interpretation sie vorher als Voraussetzungen hineingesteckt wurden: die Philosophieprofessorin Petra Gehring zum Streit zwischen Wolf Singer und Peter Janich.
Amerikas Hypothekenkrise spitzt sich zu. Die gemeinnützige Organisation HomeSharing will nun Rettung bringen, unter dem Motto: Nachbarn helfen Nachbarn. Die Nachfrage ist groß. Von Jordan Mejias, Bridgewater
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