10. Februar 2005 Das am Montag zu Ende gegangene Trash-Show Die Burg hat bei Pro Sieben keine Aussicht auf eine Neuauflage. Ein Format wie 'Die Burg' wird es bei Pro Sieben nicht mehr geben, sagte Dejan Jocic, Geschäftsführer des Münchner Privatsenders, in einem am Freitag erscheinenden Interview mit dem Branchendienst kress report.
Durch die Aufteilung in Pöbel und Adel haben wir eine Situation geschaffen, die vergleichbar mit dem Film 'Das Experiment' war. Das war nicht unsere Absicht. Im Mittelpunkt sollte die Zeitreise stehen. Wir wurden überrascht, welche Wendung die Show nahm. Mehrere Teilnehmer hatten sich bei den Wettkämpfen und bei den vom Sender geschürten internen Streitigkeiten Blessuren zugezogen. Die Burg hatte vernichtende Kritiken erhalten und auch hinsichtlich der Quoten enttäuscht.
Jocic sagte weiter, daß die Reality-Dichte zurückgehen werde. Wir haben so viele gute Inhalte aus unserem Kernprogramm US-Fiction, sowohl bei den Serien als auch bei den Blockbustern, daß wir kaum Platz für andere Produkte haben. Im Unterhaltungsbereich konzentriere sich der Sender auf große Entertainment-Shows und innovative Formate. Im Herbst sollen außerdem eigenproduzierte Serien starten. Vorbild sei die amerikanische Pay-TV-Plattform HBO. Mit verrückten Ideen, überraschenden Inhalten und vor allem hochwertiger Produktion, so Jocic.
Text: FAZ.NET mit Material von dpa
Bildmaterial: dpa/dpaweb/ProSieben/Joe Fish