22. Februar 2007 Der Schriftsteller Peter Handke ist jetzt mit dem Berliner Heinrich-Heine-Preis 2007 ausgezeichnet worden. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis sei dem Autor anlässlich der jüngsten Uraufführung seines neuen Stückes Spuren der Verirrten in der Regie von Claus Peymann am Berliner Ensemble verliehen worden, teilte das BE am Donnerstag mit.
Handke wolle das von Spendern und Sponsoren aufgebrachte Preisgeld nicht für sich persönlich, sondern für Hilfsgüter verwenden, die er mit Peymann und den Initiatoren des Preises Rolf Becker, Käthe Reichel und Eckart Spoo Anfang April in einer serbischen Enklave im Kosovo übergeben will. Peter Handkes Haltung zu dieser Region, mit der er sich in Büchern und Interviews intensiv auseinander setzt, löste in der Vergangenheit kontroverse Diskussionen aus, heißt es dazu in der Pressemitteilung des Berliner Ensembles.
Wegen massiver Anfeindungen und Kritik wegen seiner proserbischen Haltung hatte der österreichische Schriftsteller im vergangenen Jahr auf den ihm zunächst zuerkannten Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf verzichtet. Er sprach in diesem Zusammenhang von Pöbeleien gegen ihn. Nach diesen absurden politischen Querelen sei die Initiative zum Berliner Heinrich-Heine-Preis 2007 gestartet worden, teilte das Theater am Bertolt-Brecht-Platz am Donnerstag mit. Mehr als 500 Unterstützer hätten dafür das Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro aufgebracht, mit Spenden von 2,50 bis 5000 Euro.
Text: dpa
Bildmaterial: dpa
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