26. Januar 2004 Bei den diesjährigen Golden Globes hat Charlize Theron den begehrten Filmpreis in der Kategorie Drama gewonnen. Die Südafrikanerin wurde bei der Gala am Sonntag abend in Los Angeles für ihre Rolle in Monster geehrt. Das ist total verrückt. Ich, die ich von einem Bauernhof in Südafrika komme, freute sich Theron, als sie den Preis aus den Händen von Jack Nicholson entgegennahm. Sean Penn erhielt den Golden Globe für sein Spiel in Mystic River. In der Sparte Komödie wurden Diane Keaton und Bill Murray ausgezeichnet. Den Regiepreis gewann Pete Jackson für Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs, der auch bestes Drama wurde. Zur besten Komödie wurde Lost in Translation von Sofia Coppola gekürt.
Theron stach unter anderen Nicole Kidman, Uma Thurman und Cate Blanchett aus. Die blonde Schauspielerin hatte für die Rolle einer mordenden Prostituierten in Monster rund 15 Kilogramm zugelegt. Penn war bei der Preisverleihung nicht anwesend. An seiner Stelle nahm Regisseur Clint Eastwood den Golden Globe entgegen, der selbst für den Regiepreis nominiert war. Anwärter neben Penn waren Russel Crowe, Tom Cruise, Ben Kingsley und Jude Law gewesen. Als bester Nebendarsteller wurde Tim Robbins ausgezeichnet, der ebenfalls in Mystic River spielt.
Diane Keaton dankte für ihre Wiederentdeckung
Murray wurde für seine Leistung in Lost in Translation geehrt. In seiner Danksagung hob er besonders die Regisseurin Coppola hervor. Ihr Film sei so gut, daß wohl jeder Schauspieler im Saal neidisch auf ihn sei. Neben Murray waren unter anderen Johnny Depp, Jack Nicholson und Billy Bob Thornton nominiert. Coppola wurde mehrfach geehrt: Ihr Film gewann nicht nur in der Kategorie beste Komödie/Musical. Die Tochter von Francis Ford Coppola wurde auch für das beste Drehbuch ausgezeichnet.
Diane Keaton bekam den Golden Globe als beste Darstellerin in einer Komödie. Die 58jährige nahm den Filmpreis für ihre Rolle in Something's Gotta Give (Was das Herz begehrt) entgegen. Sie danke Regisseurin Nancy Meyers für ihre Wiederentdeckung, sagte Keaton in Anspielung auf ihr Alter. Gemeinsam mit ihrem Filmpartner Jack Nicholson sei sie 125 Jahre alt, scherzte die Geehrte, die sich unter anderem gegen Jamie Lee Curtis, Diane Lane und Scarlett Johansson durchsetzte.
Als beste Nebendarstellerin wurde die Schauspielerin Renee Zellweger für ihre Rolle in dem Bürgerkriegsdrama Cold Mountain geehrt. Es ist bereits ihr zweiter Golden Globe, nachdem sie vergangenes Jahr als beste Darstellerin in dem Musical Chicago gewonnen hatte.
Michael Douglas für sein Lebenswerk geehrt
Der Neuseeländer Jackson widmete die Auszeichnungen für den dritten Teil des Herrn der Ringe dessen Schöpfer J.R.R. Tolkien. Für die Verfilmung der Trilogie benötigte der Regisseur insgesamt sieben Jahre. Als bester ausländischer Film wurde Osama von dem Afghanen Sedigh Barmak ausgezeichnet. Dies ist ein wunderbarer Augenblick für mich und mein Volk, sagte der Regisseur in seiner Dankesrede. Sein Film erzählt die Geschichte eines kleinen Mädchens zur Zeit der Taliban-Herrschaft.
Deutsche Hoffnungen wurden dagegen enttäuscht. Wolfgang Beckers Ost-West-Komödie Good Bye, Lenin! in der Sparte nicht-englischsprachiger Film und Hans Zimmers Filmmusik für Last Samurai gingen leer aus.
Michael Douglas erhielt den Cecil-B.-DeMille-Sonderpreis für sein Lebenswerk. Der 59jährige, der mit seiner Frau und Schauspielerkollegin Catherine Zeta-Jones erschien, erhielt stehende Ovationen. Douglas bekam den Preis von Danny de Vito und Sharon Stone, mit der er den Film Basic Instinct drehte. Sein Vater Kirk Douglas bekam denselben Preis vor 35 Jahren.
Die Golden Globes wurden zum 61. Mal von der Vereinigung der Auslandspresse in Hollywood vergeben. Sie gelten als wegweisend für die Oscars, die Ende Februar verliehen werden.
Text: AFP, dpa
Bildmaterial: AP, REUTERS
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