02. Juni 2004 Michael Moores Anti-Bush-Film Fahrenheit 9/11 hat nach langem Hin und Her einen Verleiher gefunden und wird Ende Juni in die amerikanischen Kinos kommen.
Wie die Firma Lions Gate Entertainment am Dienstag bekanntgab, wird der Dokumentarfilm gemeinsam vom Verleiher Lions Gate Film, dem auf unabhängige Produktionen spezialisierten Unternehmen IFC Films und der neu gegründeten Fellowship Adventure Group auf dem amerikanischen Markt vertrieben. Der Film soll am 25. Juni starten.
Moore hatte sich einen symbolträchtigen Kinostart am Wochenende vor dem amerikanischen Unabhängigkeitstag am 4. Juli gewünscht. Die Fellowship Adventure Group wurde eigens für die Vermarktung von Fahrenheit 9/11 von den Chefs der Produktionsfirma Miramax, Harvey und Bob Weinstein, gegründet. Der mit der Goldenen Palme beim Festival im französischen Cannes ausgezeichnete Dokumentarfilm, der sich äußerst kritisch mit Präsident George W. Bush und dessen Regierung auseinandersetzt, war von Miramax produziert worden. Disney-Vorstandschef Michael Eisner hatte der zum Konzern gehörenden Tochterfirma aber den Vertrieb des politisch kontroversen Films untersagt.
Erst in der vergangenen Woche konnten sich der Disney-Konzern und die Weinstein-Brüder auf eine Lösung einigen: Als Privatmenschen kauften die Miramax-Produzenten aus eigener Tasche die Rechte an dem Film. Dabei soll es sich um eine Summe von rund fünf Millionen Euro gehandelt haben. Durch den Erwerb konnten sie selbst die weiteren Vermarktungsschritte bestimmen.
Text: FAZ.NET, mit dpa
Bildmaterial: AP
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