Berliner Stadtschloss

Sitz einer Deutschen Akademie der Wissenschaften?

14. September 2002 Die Debatte über die zukünftige Verwendung des wiederaufzubauenden Stadtschlosses in Berlin nimmt wieder Fahrt auf.

In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sprechen sich prominente Stimmen aus der Wissenschaftspolitik dafür aus, das Barockschloss als nationales Zentrum der Wissenschaften zu nutzen. Zu ihnen zählen die Präsidenten der Alexander von Humboldt-Stiftung (Wolfgang Frühwald), der Max-Planck-Gesellschaft (Peter Gruss) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (Ernst-Ludwig Winnacker).

Die hinter verschlossenen Türen derzeit heiß debattierte Idee, es zugleich zum Sitz einer neu zu gründenden Deutschen Akademie der Wissenschaften zu machen, kommentieren sie freilich nicht oder nur verhalten. Gretchen Vogel, Berliner Korrespondentin des einflussreichen Wissenschaftsjournal "Science", äußert sich hingegen emphatisch: Das Schloss könnte "als Sitz einer Deutschen Akademie der Wissenschaft ein stimmgewaltiges Forum beherbergen, das die Führung des Landes berät ... Das Schloss zu bauen heißt, in die Vergangenheit zu blicken. Es ganz der Wissenschaft zu widmen hieße, ein Auge auf die Zukunft zu richten."



Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Bildmaterial: dpa