17. August 2005 Nach dem Mord an Frère Roger, dem Gründer der Taizé-Bruderschaft, ist sein designierter Nachfolger am Heimatort der ökumenischen Bewegung in Frankreich eingetroffen. Der in Deutschland geborene Frère Alois sei am Vormittag in Taizé angekommen, teilte die Glaubensgemeinschaft am Mittwoch mit. Er hatte zuvor am Weltjugendtag in Köln teilgenommen. Frère Roger, der am Dienstag abend von einer offenbar verwirrten Frau durch mehrere Messerstiche getötet worden war, hatte ihn schon vor acht Jahren als Nachfolger bestimmt.
Der 51jährige Alois wurde 1954 in Stuttgart geboren und nahm schon als Jugendlicher an Treffen der ökumenischen Begegnung teil. Vor 32 Jahren trat er der Taizé-Bruderschaft bei, die zu einem mönchischen Leben verpflichtet. In den vergangenen Jahren organisierte er laut einem Taizé-Sprecher zahlreiche Jugend-Treffen im Ausland, die mit als Anregung für den katholischen Weltjugendtag gelten. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs reiste er auch viel durch Osteuropa, um für die Idee einer die Glaubensrichtungen zusammenbringenden Bewegung zu werben. In der Gemeinschaft trägt Alois den Beinamen der Erzengel.
Text: AFP