Weltkulturerbe

Briefwechsel Goethes und Schillers vom Verfall bedroht

02. Dezember 2005 Die 1015 Briefe, die sich Johann Wolfgang Goethe und Friedrich Schiller zwischen 1794 und 1805 schrieben, müssen wegen Tintenfraß, Rissen, Alters- und Gebrauchsspuren restauriert werden. Dafür würden rund 300.000 Euro gebraucht, teilte die Klassik Stiftung Weimar am Freitag mit.

Für den wertvollen Briefwechsel und andere gefährdete Handschriften sucht die Freundesgesellschaft des Goethe- und Schiller-Archivs deshalb Paten. Zu den gefährdeten Handschriften gehören auch Autografen von Liszt und Wieland, Briefe von Lord Byron an Goethe sowie der Nachlaß des Weimarer Kanzlers Friedrich von Müller. Die Freundesgesellschaft stellt auf der Suche nach Spendern in einer Broschüre beispielhaft neun Handschriften-Sammlungen sowie neun Einzel-Handschriften und ihre Schadensbilder vor.

Das zum Unesco-Weltkulturerbe zählende Goethe-und-Schiller-Archiv besitzt nach eigenen Angaben mehr als 100 Nachlässe von Dichtern, Komponisten, Wissenschaftlern und Künstlern des 18. und 19. Jahrhunderts. Zum 200. Todestag Friedrich Schillers konnten bereits durch einen früheren Hilferuf die wenigen erhaltenen Handschriften Friedrich Schillers in Weimar restauriert werden. Die 30.000 Euro dafür gab die Alfred Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.



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