Kino

Der Film „Das Experiment“ vertritt Deutschland im Oscar-Wettbewerb

17. Oktober 2001 Der Psychothriller "Das Experiment" von Oliver Hirschbiegel vertritt den deutschen Film im nächsten Wettbewerb um den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Beitrag. Das entschied eine Fachjury, die von der Export-Union des Deutschen Films in München berufen wurde.

Zur Begründung erklärte die Jury nach Angaben vom Dienstag, in Hirschbiegels Kinodebüt würden normalerweise unterdrückte menschliche Verhaltensweisen in Extremsituationen aufgedeckt. Dem Regisseur sei es hervorragend gelungen, die Geschichte filmisch umzusetzen und die Abgründe der menschlichen Psyche freizulegen.

"Das Experiment" im Filmpreisregen

Der Film hat seit seinem Kinostart am 8. März national und international Aufsehen erregt. Er erhielt anlässlich der Verleihung des Deutschen Filmpreises Auszeichnungen in den Kategorien bester Hauptdarsteller, bester Nebendarsteller, beste Ausstattung und die Publikumspreise in den Kategorien bester Film und bester Hauptdarsteller. Auch beim Bayerischen Filmpreis war der Streifen "Das Experiment" in mehreren Kategorien erfolgreich.

Oscar-Verleihung: "Die Show findet statt"

Die Oscar-Verleihung findet am 24. März 2002 in Los Angeles statt. Wie die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) am Dienstag mitteilte, solle die Zeremonie ungeachtet der Furcht vor neuen terroristischen Anschlägen wie geplant über die Bühne gehen. "Die Show wird stattfinden, so wie auch das Leben weitergeht", bekräftigte Akademie-Präsident Frank Pierson.

AMPAS unterzeichnete derweil einen Vertrag mit den Betreibern des neu erbauten Kodak Theaters in Hollywood über die Ausrichtung der Oscar-Show. Sicherheitsbedenken gegen den neuen Veranstaltungsort seien inzwischen ausgeräumt worden, hieß es. Die Oscars kehren damit nach vielen Jahren im Shrine Auditorium in Los Angeles wieder in den kleinen, aber traditionsreichen Vorort Hollywood zurück.

"Wir schauen nach vorn, denn wir brauchen das jetzt mehr denn je", sagte der Direktor des Amerikanischen Filminstituts, Jean Picker Firstenberg, nach Angaben des Fachblatts "Variety", "amerikanische Filmemacher haben ihrem Land besonders in harten Zeiten immer geholfen, sei es im Krieg oder während der Wirtschaftskrise."



Text: dpa
Bildmaterial: dpa

 
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