Deutscher Filmpreis

Tom Tykwer und Christian Petzold Anwärter auf „Lola“

01. April 2001 Tom Tykwers Film „Der Krieger und die Kaiserin“ und „Die innere Sicherheit“ von Christian Petzold gehen als Favoriten in den Wettbewerb um die Deutschen Filmpreise.

Die Filme wurden in vier von sechs Kategorien für den höchstdotierten deutschen Kulturpreis nominiert - unter anderem in den Sparten „bester Film“ und „beste Regie“. In der Kategorie „bester Film“ wurden außerdem „Alaska.de“, „Crazy“, „Das Experiment“ und „Gran Paradiso“ nominiert.

Nach 50 Jahren hat die Preistrophäe jetzt auch einen Namen. Das Kinopublikum taufte die 30 Zentimeter hohe Figur in einer Internet-Abstimmung Lola.

Für ihre Leistungen in einer weiblichen Hauptrolle wurden Franka Potente (“Der Krieger und die Kaiserin“), Julia Hummer (“Die innere Sicherheit“) und Katrin Saß (“Heidi M.“) auf die Kandidatenliste gesetzt. Um den Preis für den besten Hauptdarsteller konkurrieren Moritz Bleibtreu (“Das Experiment“ und „Im Juli“), Marek Harloff (“Vergiss Amerika“) und Robert Stadlober (“Crazy“). Neben Tykwer und Petzold ist in der Kategorie „beste Regie“ Esther Gronenborn mit „alaska.de“ nominiert.

Die besten Nebendarstellerinnen des Filmjahrgangs 2000/2001 waren nach Auffassung der Jury Barbara Auer in „Die innere Sicherheit“, Franziska Troegner in „Heidi M.“ und Antje Westermann in „Gran Paradiso“. Die Kandidaten für eine Auszeichnung als beste Darsteller einer Nebenrolle sind Justus von Dohnanyi (“Das Experiment“), Frank Giering (“Gran Paradiso“) und Lars Rudolph (“Der Krieger und die Kaiserin“).

In der Kategorie „bester Dokumentarfilm“ sind „Havanna Mi Amor“ von Uli Gaulke und „Milch und Honig aus Rotfront“ von Hans-Erich Viet nominiert. Für den Preis für den besten Kinder- und Jugendfilm stehen „Emil und die Detektive“ von Franziska Buch und „Der kleine Vampir“ von Uli Edel zur Auswahl.

Einer bekam den Deutschen Filmpreis schon jetzt: Oscar-Preisträger Florian Gallenberger (“Quiero Ser“) wurde die Trophäe geschenkt.

Beim Publikums-Entscheid über den Namen der Trophäe, die eine Frau eingehüllt in ein Band zeigt, setzte sich Lola mit 70 Prozent der Stimmen gegen Gloria und Lucinda durch. Die Art-Deco-Figur wird erst seit 1999 verliehen. Zuvor gab es für die Sieger fast 50 Jahre lang das Filmband in Gold und Silber.

Die Filmpreise werden am 22. Juni in Berlin zum 51. Mal verliehen. Die Sieger erhalten Prämien bis zu einer Million Mark. Insgesamt sind die Auszeichnungen mit 5,36 Millionen Mark dotiert.

Weitere Informationen unter: http://www.deutscherfilmpreis.de



Text: @hc, mit Material von dpa
Bildmaterial: dpa

 
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