16. April 2003 Mit Bruno Ganz als Hitler verfilmen Bernd Eichinger (Drehbuch) und Oliver Hirschbiegel (Regie) die letzten Tage des NS-Regimes.
Die Dreharbeiten für den Film Der Untergang nach dem gleichnamigen Bestseller von Joachim Fest sowie den Aufzeichnungen von Hitlers Sekretärin Traudl Junge Bis zur letzten Stunde beginnen im August, der Kinostart soll im September 2004 sein, sagte Constantin-Chef Eichinger am Mittwoch in München.
Bruno Ganz, der zur Zeit am Burgtheater die Titelrolle Ödipus in Kolonos (Premiere 11. Mai) für die Wiener Festwochen probt, habe zuerst Zweifel gehabt, ob er die Rolle spielen wolle. Dann waren wir alle erschrocken, als Bruno Ganz nach einer halben Stunde aus der Maske kam und wie Hitler sprach und aussah, meinte Hirschbiegel (Das Experiment).
Juliane Köhler als Eva Braun
Nun müsse er die Rolle wohl spielen, kommentierte Bruno Ganz selbst. In weiteren Rollen sind Juliane Köhler als Eva Braun, Corinna Harfouch als Magda Goebbels, Ulrich Noethen als Himmler und Alexandra Maria Lara als Traudl Junge zu sehen.
Gedreht werden soll zum Teil in St. Petersburg. Dort gebe es noch ganze Straßenzüge, die sehr authentisch seien, sagte Eichinger. Die Zerstörungen Berlins in den letzten Kriegstagen könnte man dort sehr gut rekonstruieren. Doch nicht nur die aufwändigen Außenaufnahmen machten das Filmprojekt zu einem extrem teuren Unternehmen. Mit 13,5 Millionen Euro sind wir an unsere finanziellen Grenzen gegangen, sagte Eichinger. Ohne die Unterstützung der ARD wäre das Projekt nicht zu Stande gekommen.
Es ist kein Film über Hitler, sondern über die letzten Tage des Regimes - als buchstäblich kein Stein mehr auf dem anderen stand, sagte Eichinger. Es ist die Faszination eines Zusammenbruchs, eines Untergangs.
Text: dpa
Bildmaterial: dpa/dpaweb
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