Großtat

Doppelt begünstigt: Dresden erhält Richter-Gemälde aus Hochwasserhilfs-Auktion

Für Dresden, nach Dresden: Gerhard Richters “Der Fels“ in der Galerie Neue Meister

Für Dresden, nach Dresden: Gerhard Richters "Der Fels" in der Galerie Neue Meister

17. Dezember 2002 Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden haben seit Dienstag ein 2,6 Millionen Euro teures Gemälde von Gerhard Richter im Bestand. Ein anonymer Spender hatte das großformatige Bild mit dem Titel „Der Fels“ am 30. November bei der Auktion erworben, deren Erlös ebenfalls den Hochwasser geschädigten Kunstinstitutionen zu Gute kommt, und nun der Gemäldegalerie Neue Meister als Leihgabe überlassen.

Das Werk des aus Dresden stammenden Malers Richter war besonders begehrt. Bei einem Schätzpreis von 400.000 bis 600.000 Euro kam es zu einem regelrechten Bietgefecht. Schließlich wurde der Zuschlag bei 2,6 Millionen Euro erteilt. Er ging an den Kunstagenten Heinrich Prinz zu Hohenlohe, der im Auftrag des anonym bleibenden Sammlers das Gemälde aus dem Jahr 1989 ersteigerte und es nun der Galerie übergab.

Erlös für hochwassersicheres Depot

Bei der Auktion in der Neuen Nationalgalerie in Berlin waren 46 Werke moderner Kunst zu Gunsten der vom Hochwasser beschädigten Dresdner Kunstsammlungen versteigert worden. Insgesamt kamen 3,4 Millionen Euro zusammen. Der Erlös soll den Grundstock bilden für den Neubau eines hochwassersicheren Depots der Sammlungen im Zentrum.

Derzeit lagern rund 4.000 Gemälde der Galerie Alte Meister und 700 Neue Meister noch in den Ausstellungsräumen in der Sempergalerie beziehungsweise im Albertinum. Die sollen vorübergehend in einer Halle der früheren Landesbibliothek am Stadtrand untergebracht werden. Die Leitung der Staatlichen Kunstsammlungen wünscht als Dauerlösung allerdings ein Depot in Nähe der Museen.

Text: dpa
Bildmaterial: dpa

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