Gedenkstätten

„Topographie des Terrors“ ohne Zumthor

25. Mai 2004 Der Schweizer Architekt Peter Zumthor wird das seit langem geplante Ausstellungsgebäude für die Berliner Stiftung "Topographie des Terrors" nicht vollenden.

Berlins Kultursenator Flierl (PDS) und die Kulturbeauftragte der Bundesregierung, Weiss (parteilos), sagten am Dienstag in Berlin bei einer gemeinsamen Begehung des Baugeländes, man werde sich von Zumthor trennen. Das sei die Konsequenz aus einer neuen Machbarkeitsstudie, die zu dem Ergebnis gekommen sei, die Risiken der bisherigen Planung, die sich bereits zwölf Jahre hingezogen hat, seien zu groß. Es gebe keine zuverlässige Kalkulation für die Betriebs- und Ausstellungskosten, zudem seien beim Bau nochmals Mehrausgaben von drei bis fünf Millionen Euro zu erwarten.

Die Planung der Dokumentationshalle auf dem Gelände der ehemaligen NS-Terrorzentralen wird der Bund übernehmen, Berlin zieht sich als Bauherr aus dem Projekt zurück, soll aber auch weiterhin die Hälfte der Kosten tragen. Die nach Zumthors Plänen errichteten Treppentürme sollen abgerissen und ein Alternativentwurf ausgewählt werden. Neuerlicher Baubeginn könne, so hieß es, in zwei Jahren sein, die Einweihung solle dann 2008 erfolgen.

Text: wfg. / Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 26. Mai 2004

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