27. Dezember 2001 Wegen anti-islamischer Äußerungen will die französische Moslem-Gemeinde den Erfolgsautor Michel Houellebecq vor Gericht bringen. Der Schriftsteller habe zum religiösen Hass angestachelt und sich rassistischer Äußerungen schuldig gemacht, erklärte der Anwalt der Gemeinde in Paris.
In einem im September veröffentlichten Interview mit dem Literaturmagazin Lire hatte Houellebecq den Islam als gefährliche Religion bezeichnet. Sie sei es bereits seit ihrer Gründung. Am 5. Februar soll in Paris eine erste Anhörung stattfinden.
Die Verantwortlichen der Moscheen von Paris und Lyon werfen dem Autor außerdem vor, in seinem jüngsten Roman Plateforme gegen den Islam Stimmung zu machen. Plateforme ist der dritte Roman des Schriftstellers, dessen Buch Elementarteilchen (Les particules élémentaires, 1998) auch in Deutschland stark beachtet wurde. Für sein Werk recherchierte Houellebecq im Prostituierten-Milieu in Thailand.
Text: AFP
Bildmaterial: Michel Houellebecq