Fernsehen

Reaktionen auf Evelyn Hamanns Tod

Evelyn Hamann

Evelyn Hamann

29. Oktober 2007 Evelyn Hamann ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Reaktionen auf den Tod der Schauspielerin:

Günter Struve, Programmdirektor des Ersten, würdigte Hamann als „brillante Schauspielerin“. Sie habe sich nach ihren gemeinsamen Auftritten mit Loriot eine „eigene und außergewöhnliche Karriere“ aufgebaut. Ihre Markenzeichen seien ihr „hanseatisch-trockener Humor“ und ihr „spröder Witz“ gewesen.

NDR-Intendant Jobst Plog sagte, Hamann habe ihre Figuren „mit größter Präzision und äußerst liebevoll gestaltet“. Trotz ihrer Bekanntheit habe sie „nie viel Aufhebens um sich gemacht“.

Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff sagte, die Schauspielerin habe „über Jahrzehnte hinweg alle Generationen bestens unterhalten und deutsche Fernsehgeschichte geschrieben“.

Schauspieler Hans-Peter Korff hat mit Trauer auf den Tod seiner Kollegin reagiert. „Sie war eine sehr präzise, disziplinierte Schauspielerin, eine große Künstlerin, eine Seiltänzerin der Kunst der Komik“, sagte der 65-Jährige am Montag. „Ich habe von ihrer schweren Erkrankung gar nichts gewusst. Sie hat die Latte für sich und ihre Mitarbeiter immer sehr hoch gelegt. Meistens ist sie auch elegant drübergesprungen. Und wenn es ihr nicht so ganz gelungen ist, dann ist sie in anständiger Haltung drunterdurchgegangen. Wir haben da einen riesigen Verlust zu betrauern.“ Korff und Hamann spielten gemeinsam unter anderem in der TV-Serie „Adelheid und ihre Mörder“ und in dem Loriot-Spielfilm „Pappa ante Portas“ (1991).

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) würdigte Evelyn Hamann als „wunderbare Schauspielerin“ und „großartige Komödiantin“. Unvergesslich seien ihre Auftritte an der Seite Loriots, mit dem sie Film- und Fernsehgeschichte geschrieben habe, hob Neumann am Montag in Berlin hervor. „Wie kaum eine andere vermochte sie es, die Gefährdungen durch Alltag und Mitmenschen in den komischsten Farben zu zeichnen. Auch wenn sie dank ihrer Wandlungsfähigkeit ebenso in ernsten Rollen zu überzeugen vermochte, werden uns besonders ihr unvergleichlicher Witz und ihr subtiler Humor fehlen.“

Text: FAZ.NET mit Material von dpa
Bildmaterial: ddp

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