13. März 2005 Gute Nachricht für Harald Schmidt-Fans: Eine dritte Ausgabe der bislang zwei Mal wöchentlich laufenden ARD-Sendung mit dem Late-Night-Entertainer rückt immer näher.
Wir sind uns einig, daß die Sendepause von Donnerstag bis Mittwoch ein wenig lang ist. Drei Mal Schmidt wäre natürlich besser als zwei Mal und eine Bereicherung für alle Beteiligten, sagte ARD-Programmdirektor Günter Struve dem Spiegel. Im laufenden Jahr werde das aber nicht mehr zu schaffen sein, er sehe jedoch gute Chancen in 2006.
Druck auf Sandra Maischberger
Bislang sendet Schmidt mittwochs und donnerstags um 23 Uhr. Als idealen dritten Sendetermin haben die ARD-Oberen und Schmidt selbst dem Bericht zufolge den Dienstag ausgeguckt, auf dem bislang Sandra Maischberger talkt. Deren Vertrag läuft noch bis Ende des Jahres. Wir stehen zu ihr als Protagonistin, aber man muß immer sehen, wo es Optimierungen gibt, sagte Struve.
Auch über den Freitag als dritten Sendeplatz wird laut Spiegel nachgedacht, allerdings finde diesen Tag Schmidt weniger attraktiv. Der Freitag sei schon früher bei Sat.1 sein schwächster Quotentag gewesen.
Daß die ARD im Zuge ihrer Programmreform einen dritten Sendetag für Harald Schmidt nicht ausschließt, hatte zuletzt auch der ARD-Vorsitzende und BR-Intendendant Thomas Gruber bestätigt. Darüber wird man reden müssen, wenn man über die Auswirkungen der Reform auf den Dienstag spricht, sagte der Gruber der Berliner Zeitung. Gleichzeitig hatte er genauso wie Struve den Druck auf Maischberger erhöht: Er wisse von ihr, daß sie den jetzigen Zustand als unbefriedigend betrachte. Die Marktanteile klettern nur gelegentlich über die Zehn-Prozent-Marke.
Dritte Sendung Vertragsbestandteil
Schmidt hatte erst kürzlich erklärt, eine dritte Sendung pro Woche wäre für ihn kein Problem. Mehr Schmidt wird es 2006 vermutlich aber so oder so geben: Der 47jährige soll an den ARD-Spieltagen während der Fußball-Weltmeisterschaft neben seinem Stammpublikum auch Millionen Fußballfans unterhalten.
Für einen dritten Sendetag könnte Schmidt wohl nicht mit weiteren Millionen rechnen. Offenbar enthalte sein Vertrag bereits entsprechende Klauseln. Nach Branchenschätzungen gibt die ARD jährlich acht Millionen Euro für Schmidt aus. Der Entertainer hatte Ende 2003 Sat.1 nach acht Jahren verlassen und lieferte sein ARD-Debüt am 23. Dezember 2004. Seit Januar ist er zweimal wöchentlich auf Sendung und lockt zwischen 1,5 und zwei Millionen Zuschauer vor die Bildschirme.
Text: FAZ.NET mit Material von AP/dpa
Bildmaterial: WDR/Sachs
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