Getestet, und für positiv befunden: Manuel Beltran

Radsport

Die Tour im Kreislauf des Betrugs

War es nur der Anfang des Schreckens? Nach dem Doping-Fall Beltran und mit weiteren Verdächtigen droht aus der Frankreich-Rundfahrt wieder eine Spritztour zu werden. Von Rainer Seele, Toulouse

Lesermeinungen zum Beitrag

13. Juli 2008 17:11

Wieder siegt ein Dopingverdächtiger!!

Michael Fichtner (ebaristo)

Es ist schon merkwürdig, da gibt es Gerüchte das der Italiener Ricco gedopt ist und promt gewinnt der die aktuelle erste schwere Bergetappe. In dem Artikel werden aber auch Manuel Beltan, Tyler Hamilton, Floyd Landis und Roberto Heras genannt, die eins gemeinsam haben - alles ehemalige Team-Kollegen von Lance Armstrong, der sieben Mal die Tour gewonnen hat! Und dann gibt es noch den "Toursieger 2007" Alberto Contador, der vorsorglich bei dieser Tour nicht starten darf - auch ein ehemaliger aus dem Lance-Armstrong-Team. Ich frage mich, warum es diesbezüglich keine Ermittlungen gegen Armstrong gibt, denn wenn den anderen Doping nachgewiesen wurde, dann glaube ich nicht, das diese leute im Team von Lance Armstrong gefahren sind, ohne das er dies wusste. Wer glaubt, Armstrong hat die 7 Siege ohne Doping geschaft, der glaubt auch an osterhase und Weihnachtsmann.

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12. Juli 2008 20:24

Die dopende Tour

Charles Stieger (carlis88)

Ohne die öffentlich-rechtlichen ZDF und ARD von der Kritik auszunehmen, müssen wir uns doch wundern, wie auch die schreibenden Medien noch immer hinter dieser verlogenen TdF herhecheln. Die FAZ macht da keine Ausnahme, ja sie bietet sogar noch den Luxus eines Live Tickers an. Der daraus resultierende Werbeeffekt könnte sich aber eines Tages ins Gegenteil verkehren. Spätestens dann, wenn eine Mehrheit der Leser sich zu fragen beginnt, wie sich z.B. eine FAZ für so etwas überhaupt hergeben kann.

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12. Juli 2008 19:54

Werden wir betrogen oder betrügen wir uns selbst?

Christoph König (Ouvrez.les.frontieres)

Wie ist das eigentlich mit dem "Betrug" im Radsport? Betrügt der Fahrer das Team, wenn er zu leistungssteigernden Mitteln greift? Kann das Team überhaupt von einem Fahrer konkludent darüber getäuscht werden, dass dieser sauber ist? Immerhin sind diese Experten! Oder aber täuscht das Team die Sponsoren indem es die Fahrer zum Doping veranlasst? Können die Sponsoren überhaupt getäuscht werden, da eigentlich jedem der bei klarem Verstand ist, erkennen müsste, dass eine Leistungssteigerung im Vergleich zum Vorjahr (bzw. zu den letzten fünf Jahren) nicht nur allein dem technischen Fortschritt zugeschrieben werden kann? Entweder mag man den kommerziellen Leistungssport und akzeptiert, dass Doping leider nicht verhindert werden kann, weil der Markt der Dopingmittel auch sehr lukrativ ist! Oder aber man unterstützt nur nicht professionellen Leistungssport bzw, wendet sich von diesem komplett ab! Ich mag surfen und andere Extremsportarten wie MtB-Downhill und bin mir sicher, dass da nicht gedopt wird und wenn wäre mir auch egal! MfG

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12. Juli 2008 16:10

Oh wer hätte damit gerechnet...

Sven Kaulbars (faz-kaule)

Eins steht fest, alle (ALLE!) die ganz oben sind, sind gedopt. Als es keine Dopingmittel gab, wurden nie solche Zeiten gefahren. Sie dich in irgend einem Fittnescenter um, die Disco- und Strandbad-Bodybuilder nehmen fast alle was, ohne dass sie damit Geld verdienen. Sonst würden die nie so aussehen. Leistungssport ist alles andere als gesund. Es ist sogar gesünder bei Leistungssport bestimmte Dopingmittel zu nehmen, als gar keine. Die Sponsoren sagen bestimmt auch:"Dopt, was das Zeug hält, aber wenn ihr erwischt werdet, müssen wir uns trennen, weil das würde unser Image schaden". Ich guck mir erst gar keinen Sport an und unterstütze damit nicht das Dopen. Ich mache Sport für mich und sitze nicht mit Feinrippunterhemd vor der Glotze mit Zigarette und Chipps und habe ne große Fresse.

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12. Juli 2008 14:19

Wo bleibt die Moral bei ARD und ZDF ?

joachim bovier (jbovier)

Vor einem Jahr noch brachen ARD und ZDF die Berichterstattung von der Tour d'Doping aus Empörung ab - und jetzt wird einfach weiter gesendet - offenbar aus Furcht private Fernsehsender könnten, wie letztes Jahr RTL, das erbärmliche Schauspiel übertragen. Wo bleibt da der öffentlich rechtliche Programmauftrag? Wozu zahlen wir eigentlich Rundfunkgebürhen, wenn ARD und ZDF dem Kommerz vor der Moral den Vorzug geben? Den Privaten, die das alles aus eigenen Mittel und Werbeeinnahmen finanzieren ist solch opportunistisches Vorgehen nicht vorzuwerfen, allenfalls als schlechter Stil festzustellen - dem System des öffentlich rechtlichen Rundfunks, den Programmverantwortlichen von ARD und ZDF die nur allzu gern die heheren Grundsätze ihres unverzichtbaren Bildungs- und Informationsauftrags vor sich her tragen schon - sie decouvrieren sich selbst und erweisen sich mit solchen Entscheidungen als verzichtbar. Bei der nächsten Gebührenerhöhung sollten die Ministerpräsidenten daran denken!

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12. Juli 2008 08:39

Positiv

Manuel Distel (jederz)

Ich finde es gut, dass die Kontrollen greifen. Nur so ist der Profiradsport und die faszinierende Tour zu retten. Die Dopinglabors sollten finanziell gut ausgestattet sein und die Rennveranstalter mit Hilfe der Polizei hart durchgreifen.

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12. Juli 2008 01:35

Doping: ein Problem unserer Zeit.

Dirk Walbrühl (Kelen)

Ich bin in keinster Weise mit emotional mit dem Radsport verbunden, noch mit irgendeiner kompetitiven Sportart im speziellen, dennoch ärgere auch ich mich über das Dopen im Radsport, besonders der dort vorherrschenden und nun wieder einmal hervortretenden Dreistigkeit. Der reflektierende Mensch muss nun, wie Herr Munk es schon getan hat, die Frage stellen, warum unsere Kultur und ihre einzelnen Vertreter so auf der 'Sauberkeit' des Sportes beharrt. Durchtrennen die modernen Möglichkeiten des Doping die Verbindung der Sportwettkämpfe mit dem ursprünglichen Olympiagedanken und verfälschen so die Beweise des Menschenmöglichen? Oder markieren sie nur schmerzhaft deutlich die egoistiche Heuchelei der modernen Welt in einem Kulturbereich, der sich die auslaufenden Werte von 'Fairness und Ehrlichkeit' als Marketing erwählt hat? Oder ist es der medielle Einfluss des Gutmenschentums, das nur durch die Markierung des konsensualen Verwerflichen sein konstruiertes Selbstverständnis von Differenz aufrechterhalten kann? Sei es drum! Wer allerdings trotz Medieninteresses noch immer dreist dopt, verdient es alleine dafür durch fehlende Quoten abgestraft zu werden! In diesem Sinne, fröhliches Entrüstetsein.

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12. Juli 2008 00:42

Kommentare

Emil Troeger (etroeger)

Imbéciles todos! Wer drogt sich heute nicht? Wirf den ersten Stein... und triff Dich selbst!

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11. Juli 2008 23:53

Fair oder "sauber"?

Axel Fischer (AxelFischerBW)

Eine "saubere" Tour halte ich nicht für möglich. Langjährige Profisportler (ich möchte mich hierbei nicht nur auf den Radsport, sondern auch auf die Leichtathletik beziehen) werden plötzlich des Dopings überführt, bei genauerem Hinsehen bemerkt man, dass ihre Leistung in etwa denen der Vorjahre entspricht, was den Verdacht nahe legt, dass sie schon längere Zeit dopen, zuvor jedoch nicht erwischt wurden. Die Dopinglabore scheinen den Ermittlern eben einige Schritte voraus zu sein. Da sich Dopinh wohl nicht verhindern lässt, muss man damit leben. In diesem Sinne wünsche ich mir in Zukunft fairen Pofisport, im Sinne von gleichen oraussetzungen für alle Sportler. Mir ist es egal, ob ein Fahrer dopt, ich möchte nur spannende Wettkämpfe sehen.

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11. Juli 2008 21:44

Doping : warum nicht vor dem heutigen allbekannten Hintergrund ?

Peter Munk (Tanzbodenkoenig)

Ich lese, höre, sehe - betreffend diese einschlägigen Doping- "Probleme" meist Diskutierende, die anscheinend emotional dem Sport verbunden sind, vermutlich als Amateur- Sportler, und ihn „ehrlich“ sehen wollen. Erinnerungen an eine heile Vereinsjugend vielleicht bestärken diese Perspektive und den Eifer ... Aber was , bittschön, ist denn am Hochleistungssport für Caochpotatoes im Glotzophon mit moralischen Maßstäben zu messen ? Warum sollte ausgerechnet er ehrlich sein ? Warum diese blütenweiße kindische Erwartungshaltung in einer knüppelharten kapitalistischen Konsumwelt ? Man will Sieger sehen. Sie dürfen millionenschwer für Shampoo und Weißbier werben, denn sie waren 0.01 Sek schneller. und uns den Sinn des Weltfriedens erklären. Den Zweiten interessiert i.d. Regel niemanden ... Was will der entrüstungsbereite Zuseher ? Will er den „Triumph des Willens “ über die tumbe Materie, den Muskel ? Sollen wir den 100 Meter – Sprintern die Schnürsenkel zusammenknoten, wollen wir sie Beinamputieren, um zu sehen , wie weit sie „ehrlich “ kommen ? Eine solche Reflexion über Erwartungshaltungen und warum sie so sind, kann uns im Verhalten weiterbringen, finde ich. Am Ende steht wohl die Erkenntnis : Abschalten, selber aufs Rad ! MfG

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11. Juli 2008 21:30

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Calpo Salmrohr (calpo_salmrohr)

Ich wünsche mir einen ehrlichen Radsport, eine ehrlich Tour mit Team Aventis, Team Bayer und Team Pfizer. Die besten Chemiker und Pharmazeuten gewinnen. Und wenn die Unternehmen der Pharmaindustrie mit ihren Umsätzen hier offensiv als Sponsoren auftreten könnten, Grundgütiger, welche Summen würden da generiert! Dagegen wäre die jetzige Tour vergleichbar mit den Hintermarschbacher Klapprad-Meisterschaften.

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11. Juli 2008 21:06

Franke hat wohl recht...

Mark Sein (realcuse)

... mit seiner Meinung dass weiterhin die Mehrzahl der Fahrer gedopt sind. Wundert ja auch nicht, wenn man sieht wie wenig offensiv die Fahrer mit dem Thema Dopingbetrug umgehen. Eine wahre Schande für den ganzen Radsport!!! Mich interessiert es in Zukunft nicht mehr, was diese Doping-Marionetten fabrizieren, sollen sie doch ihren 50er Schnitt fahren, 40 km/h sauber wären mir tausendmal lieber. Und hoffentlich muss dieser Spanier jetzt die angekündigten 100000€ Strafe zahlen, man sollte die Strafe auf ein richtig drakonisches Maß erhöhen und vorallem Doper sofort lebenslang sperren, wenn ein Selbstverschulden zweifelsfrei bewiesen ist. SCHADE FÜR DEN RADSPORT!!!

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11. Juli 2008 21:05

Kopfschüttel....

Peter Neubauer (basser_aus_kurpfalz)

Man kann nur verwundert den Kopf schütteln über die Dummheit und Ignoranz der Radrennfahrer. Die Kontrollen werden zum Glück immer besser und engmaschiger. Dennoch versuchen es immer wieder Radfahrer, sich mit illegalen Mitteln Vorteile zu verschaffen. Dabei sollten sie doch langsam begriffen haben, dass Doping einen mehrfachen Schaden nach sich zieht: 1) für den eigenen Körper 2) für die Rennen (Betrug = Wettbewerbsverzerrung!!!) 3) für den Radsport an sich - denn wer interessiert sich noch ernsthaft für die Tour de France oder andere Rennen, wenn man offensichtlich mutmaßen muss, dass sich das Fahrerfeld einerseits aus gedopten und nur noch nicht erwischten Fahrern und andererseits aus nicht dopenden und daher hinterherfahrenden Fahrern zusammensetzt.... So macht das Ganze keinen Spaß mehr und die Radfahrer sowie die dazugehörigen Funktionäre sollten endlich endlich endlich aufwachen und mit diesem Mist aufhören.

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