Treffen mit Nada

DEB sieht Doping-Verstoß von Busch

Von Michael Wittershagen

16. Mai 2008 Der Eishockeyprofi Florian Busch wird vorerst nicht mehr für die deutsche Nationalmannschaft spielen. Das ist das Ergebnis eines vierstündigen Treffens von Vertretern des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) und der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) in Frankfurt.

Beide Parteien verständigten sich darauf, dass die am 6. März von Busch verweigerte Doping-Probe als Doping-Vergehen zu werten und gemäß des Nada-Codes mit einer Sperre von mindestens einem Jahr zu bestrafen ist. Zudem soll nun eine neue Vereinbarung über Trainingskontrollen geschlossen werden; die alte Vereinbarung war von der Nada fristlos gekündigt worden.

Vesper: „Ein guter Tag für das Kontrollsystem“

Nach der Verweigerungshaltung von Busch hatte der DEB den Spieler verwarnt und mit einer Geldstrafe in Höhe von 5000 Euro bestraft, ihn aber während der Weltmeisterschaft in Kanada eingesetzt. Daraufhin legte die Welt-Anti-Doping-Agentur Rechtsmittel beim Ad-hoc-Schiedsgericht des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ein. Das soll jetzt zeitnah entscheiden.

Gleichwohl ist es offenbar so, dass die Kooperationsvereinbarung zwischen DEB und der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nicht ausreicht, um Busch auch in der Liga zu bestrafen. Deshalb soll diese Vereinbarung nun verändert und um die Nada als Partner erweitert werden. Michael Vesper, der Generaldirektor des DOSB, zeigte sich zufrieden: „Das ist ein guter Tag für das Anti-Doping-Kontrollsystem in Deutschland.“



Text: F.A.Z.
Bildmaterial: dpa

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