Strafe akzeptiert

Sinkewitz darf vom 18. Juli an wieder Radrennen fahren

06. März 2008 Der Dopingfall Patrik Sinkewitz ist abgeschlossen, nachdem der ehemalige T-Mobile-Profi seine einjährige Sperre bis zum 17. Juli sowie 40.000 Euro Bußgeld endgültig akzeptiert hat. Eine entsprechende Pressemitteilung des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) wurde von Sinkewitz-Anwalt Michael Lehner bestätigt. Beide Seiten hatten zuvor ihre Anträge auf Revision zurückgezogen.

„Dies ist eine gute Lösung, weil sie die Rolle von Patrik als Kronzeuge würdigt“, sagte Lehner. „Die deshalb halbierte Regelsperre eröffnet ihm den baldigen Weg zurück in seinen Beruf. Damit dient sein Fall als Vorbild für andere. Er zeigt, dass sich aktive Mitarbeit an der Aufklärung lohnt. Darüber bin ich froh.“

Erfolg für Kronzeugenregel

Auch der Verband betonte diesen Aspekt: „Patrick Sinkewitz, der seine Verantwortung angenommen und als Kronzeuge zur Aufklärung beigetragen hat, kann sich auf dieser Grundlage um einen neuen Arbeitgeber bemühen“, erklärte BDR-Generalsekretär Wolf.

Der 27-jährige Sinkewitz, Sieger 2007 am Henninger Turm, war am 8. Juni bei einer unangemeldeten Kontrolle in den Pyrenäen mit einem extrem überhöhten Testosteron-Wert aufgefallen. Für Aufsehen sorgte er Anfang November mit seinem Geständnis, auch noch während der Tour 2006 mit Unterstützung der inzwischen entlassenen Mannschaftsärzte Lothar Heinrich und Andreas Schmid Eigenblutdoping betrieben zu haben.



Text: FAZ.NET mit sid
Bildmaterial: AP