
Bei der letzten Tour stiegen sie empört wegen der Doppingskandale aus, obwohl sie jahrelang Co-Sponsor einer Doppingverseuchten Telecom Mannschaft waren. Warum haben sie nicht vor Jahren ihr Engagement kritischer geprüft? Schließlich sollte man von Fernsehreportern annehmen, dass sie gut recherchieren können. Damals gab es auch schon reihenweise Dopingfälle. Es ist doch klar - damals ließ sich mit der Popularität von Ullrich & Co. sehr viel Kohle machen. Nach der Aufdeckung des Dopings (welche Pein andere haben diese aufgedeckt) die plötzliche Kehrtwende und wir finden ARD & ZDF auf der Anti-Dopingseite wieder. Natürlich - denn jetzt lässt sich nämlich auf dieser Seite gutes Geld verdienen. Und warum übertragen sie dieses Jahr die Tour wieder? Nicht weil sie so selbstlos über Sport berichten wollen; sie haben Angst, dass ihnen ein Privatsender diesen Event wegschnappt.

Nimmt man die Anzahl der Doper zum Maßstab dann müssen ARD und ZDF auf ihre Olympia-Übertragungen verzichten. Dort werden über 50% der Medaillengewinner gedopt sein, in der Leicht- und Schwerathletik dürften es fast 100% sein. Trotzdem wird dort wohl kaum einer effektiv kontrolliert und auffliegen. Bei der ASO bemüht man sich ganz offensichtlich die Doper rauszugreifen, ohne Rücksicht auf Namen. Gerade schon deshalb muß man weiter von der Tour berichten.

Die Tour ist und bleibt ein Medikamentenrennen. Ob eine Pille schneller als die andere einen Berg hinauffährt, ist absolut uninteressant. Macht doch das Fernsehen zu!

Sobald alle Übertragungen und Berichte über die "Tour" / den Radsport insgesamt eingestellt sind, interessiert sich kein Sponsor mehr für den Sport. Dann ist für Viele (die Meisten? Sportler das Interesse auch dahin) und Doping ist dann völlig uninteressant. Also: Medien voran! Macht dem grausamen Spiel ein Ende!

Nicht erst seit dieser Tour wird das diskutiert! Um alle Protagonisten zu zwingen, die Finger von unerlaubten Substanzen zu lassen, hilft nur, ihnen zu zeigen, dass sie keine Plattform mehr zur Selbstdarstellung erhalten. Die Teams und Sponsoren selber werden bei Ausbleiben der Öffentlichkeit alles unternehmen, um ihre Fahrer 'sauber' zu halten. Dieser Druck muss aber est einmal aufgebaut werden!!!Mit der Übertragung (auch noch von meinen Zwangsgebühren bezahlt), ist allen Beteiligten bewiesen, dass sie Verbreitung, Medienpräsens und Verdienstmöglichkeiten weiterhin haben, OBWOHL die ganze Welt den Dopingschmutz sieht (oder zumindest die Spitze des Eisberges). Ein Ausstieg hätte spätestens nach dem Entdecken des ersten Dopingsünders jedem Zwangsgebührenzahlers plausibel gemacht werden können. Ein Ausbleiben der Einnahmequellen ist dann ein empfindliches Übel, dass auch 'von innen' Wirkung hätte...

Oder wird da auch wieder über den medialen Ausstieg diskutiert sofern Dopingsünder (die es bestimmt geben wird) erwischt werden? Abgesehen davon: Schon vor 2000 Jahren tricksten auch die Gladiatoren in den römischen Arenen, um nicht vorzeitig dahin- oder auszuscheiden! Warum sollte das heute und in der Zukunft anders sein?

Erst ein, dann zwei und plötzlich bereits drei Dopingsünder. Und dies werden nicht die letzten gewesen sein. Herr Bonnaire, ich bleibe dabei: Der Fernseher bleibt während der Tour weder beim Ersten noch beim Zweiten eingeschaltet.

... darf die Frösche nicht fragen." Und sollte ihnen auch keine Plattform geben, siehe das Zabel-Interview vor der Tour!