Gendoping

„Was an Mäusen geht, ist auch am Menschen möglich“

Was Nager stark macht, landet irgendwann auch beim Athleten. Bodybuilder machen meist den Anfang. Der Kölner Biochemiker Patrick Diel rechnet deshalb damit, dass Gendoping schon am Menschen praktiziert wird.

Lesermeinungen zum Beitrag

12. März 2008 14:13

Bodybuilder sind wahrscheinlich Probanden - kjwolfathotmail.com

Klaus Jürgen Wolf (kjwolf)

Sehr geehrter Hr. Diehl,
<br>Ich bin seit ueber 25 Jahren selber Bodybuilder, allerdings betreibe ich das im vernuenftigen Rahmen immer neben meinem Beruf als Manager (und neben meinen frueheren nebenberufl. Studien Dr.,MBA etc.) - sodass Zeit immer ein limitierender Faktor ist.
<br>Verfolgt man die Evolution von den weltbesten Bodybuildern vor Arnold Schwarzeneggers Zeiten (AS) und danach stellt man schnell fest, dass sich hier ein Wandel vollzogen hat, der aehnlich mit dem eines Notbooks zu vergleichen ist. Wie haben sich die Notbooks veraendert seit 1990 ? - eine Revolution.
<br>Der weltbeste Bodybuilder hat im Schnitt bei 1,70 Koerpergroesse von 85 kg (in Wettkampfform - mit Koerperfettgehalten um die 5 % oder weniger) heute zum Mutanten von 125 kg entwickelt. Diese zahlen sind ca. und schwanken um ca. 10 % rauf und runter. Das aber ist Tatsache. Wie ist oder kann das geschehen sein:
<br>Mit Anabolika (dem klassischen Testosteronderivat oder Testosteron per se) kann man mit 1,70 im Mittel ca. gute 100 kg erreichen. Dann kam das Wachstumshormon (immer gepaart mit Testosteron) - dann geht es schon auf 110 kg - und dann kommt seit ca. 5 - 7 Jahren noch etwas dazu ? Bodybuilder sind die besten Probanden fuer die Entwicklung dieser Produkte

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12. März 2008 13:24

...was möglich ist, wird auch gemacht...

Bertram von Steuben (Elim_Garak)

Sei es nun durch einflussreiche, mächtige Interessengruppen oder durch totalitäre Staaten, die im Medallienspiegel von Platz 2 auf Platz 1 rutschen möchten (keine Namen). Die Einbringung von Stoffen zur Unterdrückung von Myostatin ist nur ein Beispiel.
Groteskerweise kommt es durch Gendefekte immer wieder zu "natürlichem" Doping. Wenn etwa einem Jungen in er Pupertät die Wachstumshormon-produzierende Drüse einen Streich spielt und er bis 2,20m anwächst, bevor der Defekt behandelt wird, hat man eine gute "Ausgangsbasis" für einen Basketballspieler.
Bekannt sind auch Läufer, die durch medizinische Untersuchungen im Kindesalter nachweisen können, schon immer, auf Grund eines Gen-Defektes, eine stark erhöhte Zahl roter Blutkörperchen gehabt zu haben...
Staatlich in einem "Langzeitprojekt "gefördert", existieren eine Menge "legale" Anwendungen von "Gen-Doping". Und KEINER kann mir erzählen, dass es da keine Freiwilligen gibt, die gedankenlos ihre Kinder zu so einem Experiment hergeben, um sie aus dem sozialen Randgebiet herauszubekommen. Staatliche Skrupel ? Da muss ich erst einmal vor lachen wieder Luft bekommen, bevor ich darüber nachdenken kann... ;)

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