
Auch wenn ich mir Doping in der Bundesliga eher weniger vorstellen kann: Interessant fand ich wie bei der EM bei einer aus dem Nichts kommenden Russischen Nationalmannschaft grundsätzlich jeder Spieler 2 km mehr lief als alle Anderen.

Wer denkt das Fußball ein sauberer Sport sein soll, der muss mir mal erklären wieso es gerade mal 20 unangemeldete Trainingskontrollen für die 1. und 2. Bundesliga pro Saison gibt. Bei ca. 600 bis 700 Sportlern ist gar nichts, im vergleich zum Radsport und anderen Sportarten. Hinzu kommt beim Fußballern ist viel mehr Geld im Spiel als bei den Leichtathleten und Radfahrer und Geld ist durchaus ein Anreiz zu manipulieren, siehe die ganzen Wettskandale in Italien, Deutschland und bei der WM.

Natürlich, wo der Fußball ja ach so sauber ist... Auch dort gibt es Dopingfälle, und abgesehen davon, ist der Fußball-Sport auf eine ganz andere Art "dreckig": Wetten.

Mir reicht's. Ab sofort schaue ich mir noch Fußball an, gelle ;-).

Vielleicht sollte man die Gelder für die Fernsehrechte für Olympia mal sinnvoller investieren als in ein System, das Sportler zwingt zu betrügen, um einmal ganz "oben" zu sein.

Herr Kern hat völlig recht. Wer, wo, was gewinnt interessiert mich gerade noch soviel, wie wenn in China ein Fahrrad umfällt. Ich stimme Herrn Kern ebenfalls zu, daß sich im Laufe der Zeit immer mehr Menschen vom Sport abwenden werden. Im Übrigen nicht nur wegen des Dopings alleine, sondern auch wegen der exzessiven Vermarktung einzelner Sportarten. Es geht nicht mehr darum, dem zahlenden (Fernseh)Zuschauer möglichst zu passablen Zeiten seinen Sport zu präsentieren, sondern darum, ihn möglichst lange vor der Flimmerkiste festzuhalten um damit die Zeiten für die teuersten Werbeminuten zu vervielfachen. Wann merken die Menschen denn endlich, daß ihre Liebe zum Sport hier schamlos mißbraucht wird. Um die Situation wieder zu verbessern hilft nur eines: Massenhaft ABSCHALTEN ! Wenn die Quoten fallen, wird das den Verantwortlichen Beine machen - dann dann fallen auch ihre Werbeeinnahmen!

Ich hab mir Olympia gar nicht angeguckt. Von vorne bis hinten ignoriert. Nicht nur wegen der subtilen Propaganda. Nein, das auschlaggebende war, dass bei Olympia so ziemlich jeder gedopt ist. Wie meinte der ehemalige Dopingarzt Hereidia, der derzeit in San Francisco vor Gericht auspackt in einem großen deutschen Nachrichtenmagazin: "Sogar die Bogenschützen ziehen sich verbotene Downer und Antidepressiva rtein, damit der Arm nicht so zittert...alle bei Olympia dopen!" (wen es interessiert: bei der berühmten Suchseite einfach mal "Doping" und "Heredia" eingeben. Es lohnt sich) Wer das Geld hat besorgt sich einen Chemiker und einen Arzt, die einem einen individuellen Dopingcocktail zusammenmixen, den man mit derzeitigen Methoden niemals erkennen kann. Nur die armen Sportler, die noch herkömmlich dopen müssen, werden erwischt. Wer ein bißchen Grips hat und sich nicht total naiv anstellt, der muss durch die mittlerweile im Profisport aufgetauchten Dopingfälle daran glauben, dass Doping die klare Regel ist und nicht die Ausnahme. Ich tu mir "Spitzensport" nur noch sehr selten an. Ein bißchen Fußball und Boxen guck ich, aber immer mit einer gewissen Zurückhaltung.

Ich glaube schon seit geraumer Zeit nicht mehr an "saubere" Wettkämpfe...sei es Radsport, Schwimmen (Phelps), Sprint...überall da wo Geld verdient wird und Völker um Ruhm kämpfen wird eben nachgeholfen. Manchmal von Sportlern bewusst bestimmt oft auch unbewusst über den Trainer oder sogar Verband. Das gehört mittlerweile zum Sport dazu und wird sich wohl auch nie ändern. Im Gegensatz zu vielen interessiert mich das aber auch nicht im geringsten, wenn ein Phelps seine 8 Goldmedaille und Bolt seine 2 gewinnt...die einzige Frage die ich mir stelle ist: Was hat der den wohl genommen und wann kriegen die das raus. Bei mir hat es der Leistungssport eben schon geschafft, dass ich mein Interesse völlig verloren habe...traurig aber wahr...bin gespannt wann es andere trifft...