Radsport in der Krise

Mit Schwung an die Wand

Die Selbstzerstörung des Radsports hat in Deutschland eine enorme Dynamik erreicht. Die Dopingproblematik trifft die Veranstalter nun mit voller Wucht, die Sponsoren steigen reihenweise aus. Eine Rundfahrt nach der anderen muss aufgeben. Von Michael Eder

Lesermeinungen zum Beitrag

31. Januar 2008 10:54

christlicher als der Papst?

J.A.H. A (JulianAy)

Ich denke, dass es sich meine Vorredner ein wenig zu leicht machen. Man muss Thema naemlich von einem anderen Punkt betrachten.
Als Beispiel nehm ich mal ein grosses Telekomunikationsunternehmen, welches lange den Radsport mit magentafarbenen Trikots "bereicherte".
Solche Summen werden nur investiert, wenn das gesponsorte Team auch international und vor allem bei dem Medienereignis Tour de France hinreichend abraeumt bzw. oft genug im TV zu sehen ist. Es ist eine einfache Rechnung.
Da allerdings ausser in Deutschland die Dopingproblematik schon wieder EXTREM abgekuehlt ist, und ich nicht davon ausgehe, dass sich dort was geaendert hat, haben deutsche Radprofis und Teams nur eine Chance, sie ziehen mit und machen weiter wie bisher oder aber sie fahren hinterher. Wenn sie hinterherfahren gibt es auch keine grossen Sponsoren, denn die wollen im Rampenlicht stehen.

Das Ende wird sein, dass es erstmal keine grossen deutschen Team mehr geben wird, bis sich die Problematik hier in den Medien beruhigt. Denn seien wir ehrlich, wenn keiner mehr drueber spricht ist es der Wirtschaft egal, was die nehmen, hauptsache das Trikot ist zu (Sponsor besser sichtbar) bei der Zieldurchfahrt als Sieger.

Gruesse

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30. Januar 2008 19:44

Scharping macht Macht- und Krisensitzungen

Thomas Nachtweih (Literat48)

um sein und das Image seiner dopenden Radsportfreunde weiter zu retten.

Ständig hat er uns einreden wollen, dass wir kein Problem haben.
Bis sich nun 2007 heraus stellte, dass die wenigen Nichtdoper die "Schwarzen Schafe" sind. Zur Strafe mussten die dann immer die hinteren Plätze belegen,grins.

Ich habs immer nicht glauben wollen was viele prophezeit haben. Der Radsport, wahrscheinlich werden noch viele weitere Sportarten folgen, kann sich wirklich erst mal nur darurch erneuern, dass ihm der finanzielle Nährboden entzogen wird.
Erst wenn die immer noch betrügenden Altkader nichts mehr verdienen können und sie abschreckend wirken, dann wächst eine neue und saubere Radsportgeneration heran.

Zuviel wurde unter Zabel, Aldag & Co. gelogen und betrogen sowie die wirklich zur Sauberkeit helfenden Kronzeugen ins Abseits gestellt.

Einen Jan Ullrich, auch bei notwendiger Verurteilung seines Leugnens und Schweigens, zu verdammen und anschließend zum kollektiven Blutpanschen zu fahren ist der Gipfel der Heuchelei gewesen.

Was mich betrifft, ich kann gut und gern mal zwei Jahre auf die Übertragung von Profiradsportveranstaltungen verzichten, auch wenn es mein Lieblingssport ist.

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30. Januar 2008 16:36

Scharping schweigt

Robert Klemme (rklemme)

Mich würde mal interessieren, wann sich Herr Scharping zu der Einsicht bemüht, dass es hier ein Problem gibt. Bisher habe ich nur öffentliche Auftritte gesehen, bei denen er gegen Journalisten gepoltert hat, die kritische nachfragten. Dass er sich aber öffentlich hingestellt hätte und die Krise des Radsports eingestanden hätte, ist mir nicht bekannt. Wie lange wird das noch gut gehen?

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