18. Dezember 2009
Business-Knigge 

Keine großen Sprünge

Wo Studenten garantiert sparen können

Von Oliver Kreft



18. Juni 2007 
Wohngeld

Studenten mit geringen Einkünften können beim Sozialamt gegen Vorlage des Mietvertrages Wohngeld beantragen, selbst dann, wenn sie in einer Wohngemeinschaft leben. Neben Angaben zu Miethöhe und Nebenkosten möchte die Verwaltung wissen, wie sich die Einkünfte zusammensetzen und welche Abzüge zu entrichten sind. Einen Wohngeldrechner finden Interessierte auf der Internetseite http://www.geldsparen.de unter der Rubrik „Familie und Soziales“. Anders als beim BAföG muss Wohngeld nicht zurückgezahlt werden, ist also kein Darlehen.

Sozialtarif der Telekom

Wer Bafög erhält oder bereits von den Rundfunkgebühren befreit wurde, kann eine monatliche Gutschrift von 6,94 Euro auf die anfallenden Telekom-Gesprächskosten beantragen. Informationen dazu gibt es beim örtlichen „T-Punkt“ oder unter Tel.: 08 00-3 30 10 00.

Uni@Home-Programm

Ein ISDN- oder DSL-Anschluss kostet regulär eine Bereitstellungsgebühr in Höhe von jeweils 59,95 Euro. Mit dem Uni@Home-Programm übernehmen zahlreiche Hochschulen diese Gebühr.

Befreiung von den GEZ-Gebühren

Wer weniger als den 1,5-fachen Regelsatz der Sozialhilfe (je nach Kommune unterschiedlich hoch) plus Kaltmiete verdient, der kann sich von den Rundfunkgebühren befreien lassen. Die Befreiung lässt sich beim örtlichen Sozialamt gegen Vorlage der entsprechenden Unterlagen beantragen.

Erstklassige Konditionen bei Handytarifen

Sparen können Studenten mit den Relax-Tarifen von T-Mobile. Der Relax 50 Student-Tarif inklusive einem Handy und 50 Freiminuten in alle deutschen Netze und ins deutsche Festnetz kosten monatlich 7,50 Euro. Ebenfalls inklusive einem Handy, aber mit 100 Freiminuten in alle deutschen Netze und ins deutsche Festnetz, gibt es den Relax 100 Student-Tarif für 17,50 Euro im Monat. Beide Tarifangebote gehen von einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten und einer einmaligen Anschlussgebühr aus. Weitere Angebote, die sich speziell an Studenten richten, gibt es aber auch bei Vodafone oder O2.

Kostenloses Girokonto und EC-Karte

Optimal auf die Bedürfnisse von Studenten zugeschnitten ist das kostenlose Girokonto der Citibank. Die Vorteile: Kostenfreie Kontoführung, 1.000 Euro Dispo, kostenlose EC-Maestro-Karte und Citibank Kreditkarte MasterCard. Attraktiv ist auch das kostenlose Girokonto für Studenten bei comdirect, denn zur kostenlosen EC-Maestro- oder VISA-Karte gibt es zusätzlich noch die BahnCard 25 gratis. Das kostenlose Girokonto bieten aber auch andere Banken an. Genauestens informieren sollten sich Studenten über die stark variierende Höhe des Dispozinses und die jährlichen Gesamtkosten. Darüber hinaus ist ab dem 26. Geburtstag bei einigen Banken Schluss mit den Sonderkonditionen. Geld sparen kann man auch mit der von allmaxx.de, dem größten deutschen Studentenvorteilsclub, und comdirect gemeinsam angebotenen kostenlosen EC-Karte. Damit können Studenten in ganz Deutschland vergünstigte Angebote in Clubs, Kinos, Restaurants und verschiedenen Geschäften bekommen. http://www.allmaxx.de

Computersoftware zum Studententarif

Hochwertige Software zum Schnäppchenpreis erhalten Studenten unter http://www.journeyedeurope.com. Bis zu 85 Prozent günstiger lassen sich bekannte Anwendungsprogramme wie etwa das MS Office-Paket 2007, Windows Vista oder Webdesign-Software von Adobe bekommen.

Günstig den Körper stählen

Viele Fitness-Studios bieten Studententarife an. Bei einigen entfällt für Studenten sogar die Aufnahmegebühr. Unbedingt sollten sich Studenten darüber informieren, ob ihnen mit dem Studententarif das volle Leistungspaket zusteht.

Vergünstigte Hotelunterkunft

Gegen Vorlage des internationalen Studentenausweises ISIC erhalten Studenten bei Best Western International in den USA eine Ermäßigung von 20 Prozent auf die regulären Zimmerpreise. Welche Hotels in anderen Ländern ebenfalls Studentenrabatte einräumen, lässt sich auf http://www.statravel.de herausfinden.

Abheben zu Traumkonditionen

Zahlreiche Fluglinien, wie etwa die Lufthansa, bieten ein begrenztes Kontingent an Studententickets an. Damit lassen sich 25 Prozent des Flugpreises sparen. Keinen Rabatt gibt es allerdings auf Steuern und Gebühren. Reizvoll ist auch das „Round the World-Ticket“ von Sta Travel, mit dem Studierende bis 30 ein Jahr lang um die Welt jetten können.

Mit der Eisenbahn günstig durch Europa

Mit der ISIC-Card reisen Studenten zu vergünstigten Tarifen mit CityNightLine, Europas modernem Nachtreisezug, zum Beispiel nach Berlin, Hamburg, Amsterdam oder Wien. http://www.isic.de

Sparkurs beim Buchen eines Mietwagens

Der Mietwagenverleiher Alamo offeriert Inhabern der ISIC-Card an über 1.000 Stationen in 42 Ländern ganzjährig bis zu 38 Prozent auf seine Mietwagen. Ein Studentenangebot für das Anmieten von Kleintransportern gibt es bei Sixt. Avis macht mit seinem „Studenten-Tages-Special“ auf sich aufmerksam.

Billiger studieren im Osten

Wenn es nach finanziellen Gesichtspunkten geht, dann lohnt ein Studium in Ostdeutschland allemal. Es gibt dort bislang keine Studiengebühren, und die Lebenshaltungskosten sind deutlich niedriger als im Westen. Darauf weist das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hin. Wer Ende 2005 ein Studium an einer Universität in den neuen Bundesländern abgeschlossen hat, habe während seines Studiums durchschnittlich 46.900 Euro für seine Lebenshaltungskosten aufgewendet. In Westdeutschland waren es wegen des höheren Preisniveaus dagegen bei gleicher Studiendauer 56.300 Euro.

Text: Hochschulanzeiger Nr. 91, 2007