07. Oktober 2008
Business-Knigge 

Soft Skills

Vier Jobtypen und ihre Soft Skills

Von Mischa Täubner



29. Oktober 2007 
Genaugenommen hat jeder Job ein eigenes Soft-Skill-Profil. Tomas Bohinc, seit vielen Jahren als interner Berater der Deutschen Telekom in Fragen der Personalentwicklung tätig, wagt dennoch eine Verallgemeinerung. In seinem Buch Karriere machen, ohne Chef zu sein, das im Frühjahr 2008 erscheint, unterscheidet er vier Jobtypen und ordnet ihnen Soft Skills zu. Welche Kompetenzen brauchen ein Entwicklungsingenieur, ein Consultant, ein Vertriebsmitarbeiter und ein Projektleiter?

Der Entwickler: zeichnet sich dadurch aus, dass er nicht nur entwickelt, produziert und testet, sondern auch Verantwortung dafür übernimmt, dass sich sein Produkt beim Kunden verkauft. Er tüftelt nicht immer nur schweigend in seiner Ecke, sondern kooperiert mit Kollegen im Team und Partnern aus anderen Bereichen. Er muss also kritikfähig sein und andere Meinungen akzeptieren. Zudem präsentiert er seine Produkte so, dass auch Kunden und Führungskräfte, die keine tiefere Kenntnis von der Technik haben, davon überzeugt sind.

Der Berater: muss die Fähigkeit besitzen, selbst komplexe Inhalte in verständliche Teile zu zerlegen. Er stellt sich flexibel auf unterschiedliche Arbeitssituationen bei unterschiedlichen Kunden ein. In Gesprächen und Workshops erarbeitet er mit dem Kunden Lösungen. Er braucht dafür eine hohe Kommunikationsfähigkeit. Seinen Stoff muss er abwechslungsreich und überzeugend darstellen können. Gute Berater reflektieren ihr Verhalten, damit sie ihre Wirkung auf andere Menschen kennen.

Der Vertriebsmitarbeiter: kommt mit vielen unterschiedlichen Menschen spielend in Kontakt. Um Beziehungen zu pflegen, braucht er ein großes Einfühlungsvermögen. Zudem darf er sich von Ablehnung nicht entmutigen lassen, sondern muss sich selbst motivieren können. Er ist der Repräsentant des Unternehmens, daher ist es wichtig, dass er selbstbewusst auftritt und sich sprachlich sehr gut ausdrückt. Ein hoher Anspruch an die eigene Arbeit prägt seine innere Einstellung.

Der Projektleiter: muss sich schnell in neue Fachgebiete einarbeiten können. Er führt Fachgespräche mit Projektbeteiligten aus den unterschiedlichsten Bereichen und präsentiert die Ergebnisse zielgruppengerecht. Er muss strukturiert denken und gut organisieren können. Als Führungskraft leitet er Meetings und Workshops, motiviert Mitarbeiter, übt konstruktive Kritik und löst Konflikte. Dafür braucht er ein hohes Einfühlungsvermögen.

Text: Hochschulanzeiger Nr. 92, 2007