Warum die Finanzkrise uns noch lange quält
Erste Anzeichen gab es schon am Freitag: Die Angst vor dem Zusammenbruch der Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac ließ an der Wall Street die Aktienkurse einbrechen. In Deutschland erreichte der Dax ein Jahrestief. In der Nacht zum Samstag wurde dann auch noch der Zusammenbruch der Hypothekenbank IndyMac bekannt: der größte Bankencrash in Amerika seit 24 Jahren. Jetzt ist unübersehbar: Die Finanzkrise ist noch längst nicht ausgestanden. Knapp ein Jahr nach ihrem Ausbruch ist sie da angekommen, wo sie einst losging – bei den Hausfinanzierungen in Amerika. Vielen schien die Welt vor zwölf Monaten noch in Ordnung: Am 13. Juli 2007 erreichte der Deutsche Aktienindex seinen Rekord mit 8152 Punkten. Doch schon damals warnten Pessimisten vor einer nahenden Hypothekenkrise. Am darauffolgenden Mittwoch ging es dann tatsächlich kräftig abwärts: Die Investmentbank Bear Stearns meldete, dass zwei ihrer Hedge-Fonds am Geschäft mit Hypotheken zugrunde gegangen waren. Plötzlich spielten Hausbesitzer in Amerika eine Rolle für die deutschen Anleger. Die Finanzkrise war in der Welt - und ist es bis heute. Jede Entwarnung, die es bis dato gab, kam eindeutig zu früh. Wir erklären warum - Schritt für Schritt.