09. Juli 2008 Der zweitgrößte TUI-Aktionär Alexej Mordaschow geht auch auf neue Avancen des größten Eigners John Fredriksen nicht ein, ihm seine Anteile abzugeben. Wir haben keine Absicht, zu verkaufen, sagte ein Sprecher der Beteiligungsgesellschaft S-Group des Russen Mordaschow am Dienstag. Fredriksens Vertrauter Tor Olav Troim hatte im Interview mit der F.A.Z. gesagt: Wir haben Mordaschow ein neues, höheres Angebot für seine TUI-Aktien unterbreitet. (siehe Im Gespräch: Tor Olov Trøim - "TUI sollte den Verkauf von Hapag-Lloyd stoppen")
Bereits im Vorfeld der TUI-Hauptversammlung im Mai hatte Fredriksen erfolglos versucht, Mordaschows zehnprozentigen Anteil zu bekommen. Bei dem Aktionärstreffen hatte er 43 Prozent der Stimmen hinter sich gebracht. Das war jedoch nicht ausreichend für das Vorhaben, den TUI-Aufsichtsratschef zu stürzen.
Sollte Mordaschow - ein Vertrauter von TUI-Chef Michael Frenzel - tatsächlich nicht verkaufen, werde der norwegische Reeder weitere TUI-Aktien am Markt erwerben, bekräftigte Troim im Interview mit der F.A.Z., die Mittel dazu seien vorhanden: John Fredriksen verfügt über ein Vermögen von mehr als 10 Milliarden Dollar. Wir haben keine Schulden in unserer Holding und eine gute Cash-Position.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AFP