Kim-Eva Wempe

Die Juwelierin

Kim-Eva Wempe

Kim-Eva Wempe

23. April 2007 Früher wollte sie tanzen, immer nur tanzen. Fünfmal die Woche trainierte Kim-Eva Wempe. Dann hat sie doch Betriebswirtschaft studiert und mit 22 Jahren im Hamburger Schmuckunternehmen des Vaters eine Ausbildung begonnen. Der ließ sie frei walten, was anfangs nicht folgenlos blieb: Wempes erste Schmuckkollektion mit goldenen Drachenanhängern verkaufte sich gar nicht. Ihren Vater hat dies nicht davon abgehalten, ihr 2003 die Leitung der Schmuckkette zu übertragen. Der Übergang habe "relativ harmonisch" geklappt, erzählt die 44 Jahre alte Chefin, die Mutter zweier Kinder ist. Viele hatten nicht damit gerechnet, dass sie nach den Schwangerschaften weitermachen würde. Sie aber sagt: "Ich wollte immer arbeiten." Wempe senior kann stolz sein auf das Werk seiner Nachfolgerin. Mit fast 200 Millionen Euro Umsatz und 25 Niederlassungen gehören die Hamburger zu den zehn größten Juwelieren der Welt. Und Tochter Kim-Eva ist gerade zur "Unternehmerin des Jahres" 2007 gekürt worden.

Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 22.04.2007, Nr. 16 / Seite 45

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