
Schulen sind keine Bittsteller, sie sind Keimzellen der Kreativität. Als solche müssen Sie sich verkaufen.
Die Schulgalerie.de bietet einen möglichen Ansatz. Über eine Vernetzung von Künstlern, Kunsthochschulen, Schüler, Schulen und Förderer werden die Möglichkeiten ersichtlich.
Die Perspektive ist enorm und die Schulen erlagenen einen völlig neuen Öffentlichkeitsauftritt. Pädagogische Ermunterung an die Schüler sich einzubringen bei gleichzeitig stetigen Einnahmen für die Schulen - ganz ohne Werbung.
Schulen müssen lernen sich zu verkaufen und einen Schritt nach vorn machen. Schulen ist nicht nur "innen" Schule ist auch "aussen".

Das " moderne Schulsponsoring" regt nicht nur die Philologen auf. Letztlich wurde es ja durch die Länder erst möglich gemacht. Es kann aber niemand sagen, daß er diese Entwicklung nicht voraussehen konnte. Wenn man nach den USA blickt, sieht man, daß es zu weiteren Exzessen kommen wird. Ich erwarte, daß es Prämiensysteme für die Schulen und die Schuler an unseren Schulen geben wird. Als "Abfallprodukt" wird es Lerninhalte geben. Primär geht es um Marketing und " Gehirnwäsche" der Schülerinnen und Schüler. Die Privatwirtschaft soll somit die Aufgaben des Staates übernehmen, der ja - wie bekannt- klamm ist. Vielleicht kann die Wirtschaft ja auch das Sponsoring in den Kitas übernehmen. Dann hätte Frau von der Leyen flugs einige Finanzierungsprobleme weniger. Und die Eltern der Kinder könnten sich auch entspannt zurücklehnen.
Die INSM verbreitet ja ebenfalls im Verein mit Focus Schulmaterial für die Sekundarstufen. Dort sollen die Lehrer das angeblich begrüssen. Das Kultusministerium nehme darauf keinen Einfluß. Es werden somit an den Schulen Betriebswirtschaftl. Interessen gelehrt. Von sozialer Kompetenz ist keine Rede mehr. Und Kultur ist nur, was Umsatz und Ergebnis bringt.

Bietet nicht auch die FAZ für Schüler der Oberstufe ein kostenloses 1-Jahres-Abonnement an?

Schulen sollten Kinder zu verantwortungsbewussten Konsumenten erziehen. Das wird unterlaufen, wenn Schüler durch einseitige Werbekampagnen unbewusst in Richtung eines einzigen Unternehmens beeinflusst werden. Bewusste Konsumenten werden aber auch nicht erzogen, indem Marketing vollkommen aus der Schule ausgeblendet wird, so wie es im Moment der Fall ist.
Sponsoring von Schulmaterial ist dementsprechend positiv, solange es Ausstattung und Qualität der Lehre verbessert, während es gleichzeitig bei den Schülern das Bewusstsein von Wettbewerb zwischen Unternehmen schärft - also nicht das unerfahrene und ungeprägte Unterbewusstsein von Schülern ausnutzt. Ziel ist ein Bewusstsein über die freie Entscheidung des Konsumenten entgegen unbewusster Bevorteilung eines Unternehmens bei Kaufentscheidungen aufgrund positiver Assoziationen. (Eventuell wollte deswegen am Coca-Cola-Tag niemand Pepsi sehen.)

keine Gehirnwäsche von Schülern und Lehrkörper.
Zwar sind die Grenzen fließend.
Aber jeder Zweifel geht hierbei zu Lasten des angeklagten Unternehmens - es fliegt aus dem Sponsoringprogramm, dessen Regeln sich alle zu unterwerfen haben und diese müssen rigide sein, um wirken zu können.