08. August 2005 Die Bundesbürger wollen nach einer Studie der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in diesem Jahr weniger sparen als früher. Wie aus der erstmals am Montag veröffentlichten Spar- und Anlageklimastudie für 2005 hervorgeht, planen 31 Prozent aller Haushalte, ihre monatlichen Sparraten zu reduzieren. Nur 5 Prozent wollen sie erhöhen.
Abhängig sei die Sparneigung in erster Linie von der jeweiligen finanziellen Situation, schreiben die GfK-Forscher weiter. So wollten oder könnten bei Haushalten mit einem Nettoeinkommen von weniger als 1.000 Euro 41 Prozent der Befragten weniger als bisher auf die hohe Kante legen. Bei Beziehern von Einkommen von 3.000 Euro und mehr seien es indes nur 18 Prozent.
Auch Wohnort und Alter bestimmen der Studie zufolge den Hang zum Sparen: In den alten Bundesländern gaben 29 Prozent der Befragten an, in diesem Jahr weniger sparen zu wollen als früher, im Osten waren es 37 Prozent. Außerdem sparen jüngere Deutsche bis 29 Jahre insgesamt häufiger als über 30jährige.
Als Sparanlagen weiterhin gefragt sind laut GfK vor allem kurzfristige Anlageformen wie Sparbücher und Tagesgeld. Darüber verfügten 76 Prozent der Verbraucher. Sparverträge und -briefe, festverzinsliche Wertpapiere und private Kapitallebensversicherungen würden ebenso wie Bausparverträge indes von nur gut einem Drittel genutzt. Dabei habe die durch die Gesetzesänderungen zum Jahresende 2004 verstärkte Nachfrage nach Lebensversicherungen in diesem Jahr deutlich nachgelassen. Dieser Trend wird nach Einschätzung der Marktforscher voraussichtlich auch in den kommenden sechs Monaten anhalten.
Die nächste Studie zur Sparneigung der Deutschen will die GfK im November vorlegen. (vergleiche die Ergebnisse vom November 2004: Die Menschen sparen immer mehr)
Text: AP
Bildmaterial: picture-alliance/ dpa/dpaweb
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