IAA 2005

VW und Porsche kooperieren bei Hybrid-Antrieb

VW-Markenchef Bernhard im neuen Eos

VW-Markenchef Bernhard im neuen Eos

12. September 2005 Europas größter Autobauer Volkswagen plant mit dem Sportwagenhersteller Porsche eine Allianz zum Bau von Kraftstoff sparenden Hybridfahrzeugen.

Das Bündnis sei so gut wie verabredet, sagte der Chef der VW-Tochter Audi, Martin Winterkorn, sagte am Montag anläßlich der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt.

Knapp 26.000 Euro für den Eos

Unterdessen hat Volkswagen sein lange erwartetes neues Cabrio Eos vorgestellt. Der Viersitzer mit einem verglasten zusammenfaltbarem Metalldach ist der größere Nachfolger des Golf Cabrio.

Der Eos wird in Portugal gebaut und kommt im Februar 2006 zu einem Einstiegspreis von 25.950 Euro auf den Markt. Die Produktionskapazitäten sind auf die Fertigung von 200 Autos pro Tag ausgelegt.

Audi Q7 als Hybridmodell

Die Audi-Gruppe, die in diesem Jahr deutlich mehr als 800.000 Fahrzeuge verkaufen will, werde auf der am Donnerstag beginnenden weltgrößten Autoschau bereits ein Hybridmodell auf Basis des Geländewagens Q7 präsentieren.

Volkswagen entwickelte bislang ohne Partner einen Hybrid-Antrieb und wollte daraus ein Modell Ende 2007 oder Anfang 2008 auf den amerikanischen Markt bringen. In China ist Volkswagen eine Partnerschaft mit seinem dortigen Partner SAIC eingegangen, die zu den Olympischen Spielen 2008 im Reich der Mitte ein Hybridfahrzeug auf den Markt bringen soll.

Japaner geben bei Hybridtechnologie den Ton an

Vor dem Hintergrund rasant steigender Benzin- und Diesel-Preise treiben nun auch die deutschen Autokonzerne nach anfänglichem Zögern die Entwicklung alternativer Antriebe stärker voran. So haben Daimler-Chrysler und BMW jüngst mit dem amerikanischen Konzern General Motors eine Kooperation bei Hybridtechnik verabredet. Die drei Autobauer sind bei ihrem Projekt gleichberechtigt, wobei die Zusammenarbeit auch weiteren Partnern Zugang bieten soll.

Wenn die Sonne mal nicht scheint

Wenn die Sonne mal nicht scheint

Bislang geben die Japaner bei der Hybridtechnologie, einer Verknüpfung von klassischem Verbrennungsaggregat mit einem Elektroantrieb, den Ton an - allen voran Toyota. Hybrid-Motoren treiben Autos bei niedrigeren Geschwindigkeiten, etwa im Stadtverkehr, mit einem Elektromotor an, für Langstreckenfahrten nutzen die Fahrzeuge den konventionellen Verbrennungsmotor. Die Technik gilt wegen des geringeren Schadstoffausstoßes und des niedrigeren Kraftstoffverbrauchs als zukunftsweisend.

Abhängigkeit vom Öl wird lange bleiben

Toyota vermarktet bereits sein Hybrid-Modell Prius in den Vereinigten Staaten sehr erfolgreich. Auch Honda feiert mit dem kombinierten Elektro- und Benzinmotor Erfolge. Erste Chrysler- und GM-Modelle mit Hybrid-Antrieb sollen 2007 auf den Markt kommen, binnen fünf Jahren soll es dann auch Mercedes-Pkw mit Hybridmotoren geben. BMW hatte sich bislang auf die Entwicklung von Wasserstoffantrieben und Brennstoffzellen konzentriert. Bei Mercedes stand vor allem die Brennstoffzelle im Blickpunkt.

Fahren darf nur einer, knipsen jeder

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Unterstützung bei der Hybridtechnologie erhalten die deutschen Autobauer auch von ihren Zulieferern. Die hannoversche Continental AG und ZF Friedrichshafen haben angekündigt, gemeinsam Hybridantriebe entwickeln und ab 2007 den Autoherstellern anbieten zu wollen. Gleichwohl wird die Autoindustrie die Abhängigkeit vom Rohstoff Öl noch lange nicht überwinden. Die Fortschritte bei Alternativen wie der Brennstoffzelle oder Wasserstoff waren in den vergangenen Jahren längst nicht so stark wie erhofft. Und der bereits im Markt etablierte Erdgasantrieb wird von den Verbrauchern - nicht zuletzt wegen des noch bescheidenen Tankstellennetzes - nur wenig nachgefragt.

Text: FAZ.NET mit Material von Reuters und dpa
Bildmaterial: AP, dpa/dpaweb, obs

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